New York 2018: Audi RS 5 Sportback

Der Audi RS 5 Sportback begeht auf der New York International Auto Show (28. März – 9. April 2018) seine Premiere als Version für den US-amerikanischen und kanadischen Markt, wo er in der zweiten Jahreshälfte bei den Händlern stehen wird. Sein 2.9 TFSI V6-Biturbo-Motor leistet 450 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmetern (Nm). Der Audi RS 5 Sportback beschleunigt in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht knapp 280 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Gestreckter Radstand, kurze Überhänge und die lange, umgreifende Motorhaube mit Power-Dome und die charakteristische Wellenform der kraftvollen Schulterlinie prägen die Außenansicht. An der Front zeigt der Audi RS 5 Sportback einen breiten und flachen Singleframe-Grill, massive Lufteinlässe mit einer RS-spezifischen Wabenstruktur sowie einen Frontspoiler mit quattro-Schriftzug. Für einen sportlichen Heckabschluss sorgen ein RS-spezifischer Diffusoreinsatz, die RS-Abgasanlage mit ovalen Endrohren sowie eine aufgesetzte Spoilerlippe. Serienmäßig fährt der RS 5 Sportback auf 19-Zoll-Rädern, 20-Zöller stehen als Option zur Wahl.

Der 2.9 TFSI V6-Biturbo-Motor leistet 450 PS (331 kW). Sein maximales Drehmoment von 600 Nm liegt in einem breiten Drehzahlband von 1900 bis 5000 Umdrehungen/min (U/min) an. Der RS 5 Sportback beschleunigt in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 278 km/h. Jeder der beiden Turbolader des 2.9 TFSI ist einer Zylinderbank zugeordnet. Wie bei allen neuen Audi-V6- und V8-Motoren sind die Lader im 90-Grad-Winkel der Zylinderbänke montiert, dementsprechend liegt bei den Zylinderköpfen die Abgasseite innen und die Ansaugseite außen. Dieses Layout ermöglicht eine kompakte Bauweise und kurze Gaslaufwege mit minimalen Strömungsverlusten. Der Motor reagiert auch deswegen spontan auf die Bewegungen des Fahrpedals.

Über eine sportlich abgestimmte Acht-Stufen-„tiptronic“ mit optimierten Schaltzeiten gelangt die Kraft des 2.9 TFSI auf den permanenten Allradantrieb Quattro mit Mittendifferenzial. Er verteilt die Antriebskräfte asymmetrisch 40:60 auf die Achsen. Tritt an einer Achse Schlupf auf, strömt der Großteil der Kräfte blitzschnell an die andere Achse – bis zu 85 Prozent nach vorn, bis zu 70 Prozent nach hinten. Das optionale Sportdifferenzial verschiebt die Momente gezielt zwischen den Hinterrädern.

Fünf-Lenker-Konstruktionen an Vorder- und Hinterachse ermöglichen einen Komfortgewinn bei konsequenter Sportlichkeit. Mit dem serienmäßigen RS-Sportfahrwerk liegt der RS 5 Sportback sieben Millimeter tiefer als der Audi S5 Sportback. Alternativ offeriert Audi Sport das RS-Sportfahrwerk plus mit Dynamic Ride Control (DRC), die Keramikbremse und die Dynamiklenkung mit RS-spezifischer Abstimmung.

Der Innenraum des Audi RS 5 Sportback ist ganz in Schwarz gehalten und bietet Platz für fünf Personen. Mit seinem quaderförmigen Zuschnitt und einer Durchladebreite von genau einem Meter lässt sich der 480 Liter fassende Gepäckraum gut nutzen. Bei umgeklappten Rücksitzen wächst er auf 1300 Liter. Die Rücksitzlehne ist serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 geteilt. Der RS 5 Sportback wiegt 1840 Kilogramm. Rote Kontrastnähte an Lenkrad und Wählhebel, Kniepads in Alcantara sowie die Rot konturierten Gurte und Fußmatten mit RS-Logo sind die Highlights des RS-Designpakets.

Den sportlichen Charakter des fünftürigen High-Performance-Coupés unterstreichen Details wie die RS-Sportsitze in Leder und das unten abgeflachte RS-Multifunktions-Sportlederlenkrad. An Sitzen, Lenkrad, Einstiegsleisten und Wählhebel finden sich RS-Schriftzüge. Spezielle RS-Anzeigen im Audi Virtual Cockpit informieren über Reifendruck, Drehmoment und g-Kräfte. Im manuellen Modus fordert die Schaltblitz-Darstellung den Fahrer beim Erreichen der Drehzahlgrenze zum Hochschalten auf. (ampnet/Sm)

Vorstellung Audi A6: Kühl-eleganter Business-Express

Mit neuer Formensprache, aufbauend auf der MLB-Evo-Architektur, folgt der neue Audi A6 auf das Spitzenmodell A8 und den sportlich-eleganten A7. Damit konkretisiert er die Vision von Chefdesigner Marc Lichte, der dem Auftritt der Marke einen neuen Stil einhauchen will.

Und das ist schon auf den ersten Blick geglückt. Beibehalten wurden die gestreckten Proportionen und das Kuppeldach, das seit Peter Schreyers A1X-Studie von 1991 zur Marken-DNS gehört. Doch die Frontpartie ist kantiger geworden als bisher und komplexer als bei A8 und A7; die Kotflügel sind wie beim historischen Audi Quattro akzentuiert, und die breiten Rückleuchten bieten in ihrer Top-Variante eine eindrucksvolle Lichtinszenierung.

Die horizontale, an beiden Enden nach unten abfallende Sicke in der Flanke unterstreicht schräg von vorn oder hinten die Breite der Karosserie, wirkt in der direkten Draufsicht jedoch gewöhnungsbedürftig. Die Radgrößen reichen von 17 bis 21 Zoll. Der cw-Wert liegt bei ungewöhnlich niedrigen 0,24.

Ebenso eindrucksvoll wirkt das technofuturistische Interieur, das mit dem A7 identisch ist und sich mit großzügigen Glasflächen und einem neuen Bedienkonzept profiliert. Das kostenpflichtige Kontur-Ambientelicht-Paket akzentuiert das Interieur in 30 Farben. Und es wird ein Vierspeichen-Volant angeboten, das einer Oberklasse-Limousine angemessener ist als jedes pseudosportliche Dreispeichen-Lenkrad. Auch die Farben, Stoffe und Hölzer glänzen mit perfekter Anmutung. Und das Head-up-System ist viel harmonischer integriert als beim Vorgängermodell.

Unter der ansprechenden Hülle steckt modernste Technik. Die MLB-Evo-Architektur ist für Front- und Allradantrieb ausgelegt. Es gibt eine optionale Allradlenkung und vier unterschiedliche Fahrwerke: Neben dem Stahlfahrwerk in Normal- und tiefergelegter Sportausführung bietet Audi im neuen A6 eine elektronische Dämpferregelung sowie eine Luftfederung an.

Kostenbewußte Vielfahrer, die Wert auf Fahrspaß legen, werden dankbar zur Kenntnis nehmen, dass Audi weiterhin auf den Diesel setzt. Beim Vorgängermodell lag die Verbauchsquote des Selbstzünders bei 80 bis 90 Prozent – und daran dürfte sich in Zukunft auch nicht viel ändern: Zum Marktstart bietet Audi drei Dieselmotoren an: ein 2,0-Liter-TDI mit 150 kW/204 PS, ein 3,0-Liter-V6-TDI mit 170 kW/231 PS und eine weitere Variante dieses Motors mit 210 kW/286 PS. Weniger Drehmoment bei höherem Verbrauch liefert der nochmals stärkere 250 kW/340 PS-3,0-V6-Ottomotor.

Der Vierzylinder-Diesel und der V6-Benziner kommen mit einem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, während die V6-Diesel mit einem Acht-Gang-Automaten von ZF ausgerüstet sind. Die bislang angebotene Handschaltung, deren Marktanteil auf unter fünf Prozent gefallen war, entfällt.

Übrigens ist der neue A6 auch elektrifiziert. Alle Modelle sind Mild-Hybride, die Energie rekuperieren können und mit einem riemengetriebenen Starter-Generator arbeiten. Die V6-Modelle verfügen dabei über ein 48-Volt-Bordnetz. Manche Experten gehen davon aus, dass es bei dieser Form der Hybridisierung um die bei weitem sinnvollste handelt.

Mit der A6 Limousine, die ab Juni ausgeliefert wird, ist das Programm noch längst nicht komplett. Schon bald kommt der A6 Avant, deutlich sportlicher gezeichnet als bisher, dann folgen die starken S6- und RS6-Varianten. Das Rennen in dieser Klasse wird jedenfalls wieder spannend: Neben der komfortabel-souveränen E-Klasse von Mercedes-Benz und dem sportlichen, aber eher konservativ wirkenden BMW 5er ist der A6 wieder die technikorientierte, kühl-elegante Alternative.

Audi A7 Sportback: Mit progressivem Gesicht die Märkte überzeugen

Ein abgeflachtes Plateau – steile, fast senkrecht aufsteigende Felswände und der spitze Winkel, in dem der Regen auf das Wahrzeichen der südafrikanischen Metropole Kapstadt einprasselt: Die Szenerie am Tafelberg passt so genau zur Designphilosophie des neuen Audi A7 Sportback, dass sich der Gedanke aufdrängt, Marc Lichte, Chefdesigner bei Audi, habe den Präsentations-Standort des neuen A7 persönlich ausgewählt. Anderen Audianern dürfte diese Idee ebenfalls gefallen haben, setzt sie doch den Audi, die Geographie und die Hoffnung auf bessere Verkaufszahlen miteinander in wechselseitige Beziehung.

Der neue Audi A7 soll in seiner progressiven Designsprache Vielseitigkeit, Fahr- und Bedienkomfort mit Sportlichkeit vereinen. Mit frischem Gesicht soll die neue Generation des viertürigen Coupés 2018 als erstes Zugpferd dazu beitragen, Audi im weltweiten Wettbewerb wieder auf die Spitzenränge zu führen. Im Januar lieferten die Ingolstädter mit fast 150 000 Einheiten rund ein Fünftel mehr Autos aus als im Januar 2017. Einen Absatzzuwachs von 73,0 Prozent erreichte Audi im Januar 2018 in der letztjährigen Sorgenregion China.

Nach Problemen mit den Vertragspartnern kam Audi im China-Geschäft vergangenes Jahr erst spät in Fahrt. Zum Jahresende schafften die Automobilhersteller aus Ingolstadt mit 1,88 Millionen verkauften Einheiten gerade noch ein knappes Absatzplus. Die Wettbewerber lagen deutlich darüber: Die Kernmarke BMW konnte 2,09 Millionen Autos absetzen, Mercedes sogar 2,29 Millionen. Doch nach den anfänglichen Zuwachsraten auf vielen Märkten ist in Europa noch Luft nach oben, hier schrumpfte der Absatz im Januar 2018 um 2,2 Prozent.

Audi braucht mehr und neue Kunden. Mit seinem progressiven Gesicht soll der A7 vorausfahren und die diversen weltweiten Bedürfnisse der Kunden erfüllen. Deren Durchschnittsalter liefert ein plakatives Beispiel für die unterschiedliche Beschaffenheit der Märkte. Während in der größten und wichtigsten Region, China, das Durchschnittsalter des A7-Fahrers bei 35 Jahren liegt, ist der europäische Steuermann über 50 Jahre alt.

In Nordamerika strahlt vor allen das Prestige einer Marke auf die Kaufentscheidung ab. In den USA sitzt die höchste durchschnittliche Kaufkraft – vier von fünf Amerikanern wollen mit ihrem neuen fahrbaren Untersatz direkt vom Hof des Händlers starten. Chromverzierungen, Farbe im Design und viel Raum für die Rücksitze sind hingegen in China besonders wichtig. Auch die Chinesen kaufen Ihr Auto direkt im Showroom des Händlers, bezahlen in aller Regel bar und lassen sich chauffieren. In Europa passen zu viel Farbe und opulenter Schmuck jedoch nicht zu den Erwartungen an ein Audi-Design. Die Europäer fahren großteils noch immer gerne selbst, weshalb hierzulande besonders die qualitative Anmutung und Motorleistung zählen.

Die neue Formensprache des A7 hat Audi-Chefdesigner Marc Lichte bereits 2014 mit dem Concept Car Prologue in Los Angeles angedeutet. Mit ihr will Audi in der Oberklasse die verschiedenen Erwartungen der einzelnen Märkte umfassend erfüllen und besonders designaffige Fahrer begeistern. „Mit den großen Flächen, strukturiert durch scharfe Kanten und athletisch gespannte Linien, signalisiert der A7 aus jeder Perspektive Dynamik und Progressivität“, erklärt Frank Rimili, zuständig für das Exterieurdesign des Audi A7 Sportback. Diese Attribute sind insbesondere in Nordamerika und Europa wichtig. Im Profil soll die Linienführung an die Silhouette einer lang-geschwungenen Segelyacht erinnern.

Während der mystisch anmutende Tafelberg im Hintergrund über Kapstadt wacht und seit je her Ikone des Stadtpanoramas ist, gibt es den Audi A7 erst seit acht Jahren. Seine Bedeutung für Audi muss sich die aktuelle Generation der Straßenyacht aufs Neue erarbeiten. Unweit des Kaps der guten Hoffnung löst der erste Auftritt des A7 jedoch schon einmal Zuversicht unter den Beteiligten aus. (ampnet/oa)

Exklusiver Audi RS 6 Avant auf Wunsch mit 705 PS

Audi legt eine auf 150 Exemplare limitierte Sonderserie des RS 6 Avant Performance auf. Unter der Lackierung in leuchtendem Nogaroblau Perleffekt steckt der 4.0 TFSI mit 445 kW / 605 PS und bis zu 750 Newtonmetern Drehmoment. In Zusammenarbeit mit ABT Sportsline sind auch 519 kW / 705 PS und 880 Nm möglich. Die Lackierung ist eine Hommage an den Audi RS 2 von 1994, das erste RS-Modell überhaupt.

Das Optikpaket schwarz glänzend kombiniert Außenspiegelgehäuse entweder in Schwarz oder Nogaroblau mit abgedunkelten Scheiben im Fond. Das Editionsmodell fährt auf schwarzen, glanzgedrehten 21 Zoll-Rädern mit Reifen im Format 285/30. Die Kunden können zwischen Felgendesigns wählen.

Die Farbe Blau akzentuiert auch das Interieur: Die Sitzmittelbahnen mit Wabensteppung, die Türverkleidungen und die Kniepads bestehen aus blauem Alcantara. Die Wangen der Sitze sind mit hochwertigem Leder Valcona bezogen, der Lenkradkranz in schwarzem Wildleder. Blaue Kontrastnähte, Fußmatten mit blauen Kedern und ein schwarzer Alcantara-Dachhimmel runden das Interieur ab. Die Carbon-Dekorblenden tragen ein „RS 6“-Logo sowie die Schriftzüge „Nogaro Edition“ und „1/150“. Kunden, die einen ruhigeren Interieur-Charakter schätzen, können das Paket Nogaro Edition schwarz wählen.

Der RS 6 Avant Performance beschleunigt in 3,7 Sekunden von null auf 100 km/h. Serienmäßig ist die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h begrenzt; mit dem Dynamikpaket plus sind 305 km/h möglich. In Kooperation mit ABT Sportsline können die Leistung auf 705 PS und die Höchstgeschwindigkeit auf 320 km/h gesteigert werden.

Eine Acht-Stufen-Tiptronic leitet die Kräfte auf den permanenten Allradantrieb Quattro, der sich um ein Sportdifferenzial an der Hinterachse ergänzen lässt. Optional zur Luftfederung montiert Audi das straffe RS-Sportfahrwerk plus mit Dynamic Ride Control (DRC). Weitere Fahrwerksfeatures sind die Dynamiklenkung und Bremsscheiben aus Kohlefaser-Keramik.

Der Audi RS 6 Avant Performance Nogaro Edition ist ab sofort zu Preisen ab 124 200 Euro bestellbar. (ampnet/jri)

Vorstellung Audi RS 4 Avant: Funktional und doch hochpotent

Schnelle Kombis haben Konjunktur. Gerade, wenn sie im Premium-Segment unterwegs sind und eine Fülle von technischen Leckerbissen mitbringen, die sich auch beim Einsatz auf der Rennstrecke bewähren. Zwar sind es nur geschätzte zwei Prozent der Kunden, die sich als Ausgleich zum schnöden Business-Alltag mit ihrem Hochleistungskombi am Wochenende auf das Asphaltrund der Rivalen begeben, dennoch legt Audi nach. Benjamin Holle, Projektleiter für den Ende Januar 2018 erscheinenden RS 4 Avant, sieht im nunmehr als vierte Generation antretenden Dynamiker eine ideale Ergänzung des A4-Programms.

Den Stellenwert der RS-Modellvariante erkenne man am Starttermin des bärenstarken Kombis, sagt Holle. Nicht wie früher gegen Ende des Modellzyklus einer Baureihe wird er dieses Mal nachgeschoben, sondern zur deren aktueller Lebensmitte. Wenigstens 78 900 Euro sind für den RS 4 Avant fällig. Dafür gibt es einen sehr anständig ausgestatteten Sportkombi mit 331 kW / 450 PS Leistung, der in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h spurtet, 250 km/h Höchstgeschwindigkeit erreicht und bis zu 1510 Liter Gepäck transportieren kann.

Herz der Liaison ist ein Leichtmetall-V6-Motor mit 2,9 Liter Hubraum. Abgerückt ist Audi Sport, das aus der ehemaligen Quattro GmbH und Neckarsulmer Dependance der Ingolstädter hervorgegangen ist, vom Hochdrehzahl-Konzept einer V8-Maschine. Zu hoch deren Verbrauch und zu unanständig deren Emissionen. Mit sechs Zylindern macht der neue RS 4 Avant eine um keinen Deut schlechtere Figur. 331 kW /450 PS liefert der Motor mit Turboaufladung, direkter Benzineinspritzung und indirekter Ladeluftkühlung.

Vor allem aber das immense Drehmomentangebot, das mit maximal 700 Nm ab 1900 U/min bereitsteht, macht den RS 4 Kombi dynamisch. Spontan ist die Reaktion nach dem Druck aufs Gaspedal, vehement stürmt der Muskel-Kombi nach vorn, begleitet wird die beeindruckende Beschleunigung von einem sonoren Ansaug- und Auspuffklang, zumindest, wenn die zweiflutige Auspuffanlage (1900 Euro) als Option gewählt wurde. Den Heldentenor gibt der dynamische Kombi, der anders als R8 und TTS nicht in Neckarsulm bei Audi Sport sondern im Ingolstädter Stammwerk gebaut wird, mit großer Inbrunst.

Das Leistungspotenzial erlaubt muntere Sprints aus nahezu allen Drehzahlbereichen. Solange die Nadel des Tourenzählers nicht unter 1500 Umdrehungen pro Minute (U/min) sinkt, federt der RS 4 Avant förmlich aus den Startblöcken. Die Kurvengeschwindigkeiten können nicht mit denen von Supersportlern konkurrieren, zu den flinksten Kombis des aktuellen Angebotes zählt der Audi jedoch allemal. Die Dynamiklenkung (zusammen mit Differenzialsperre, Dynamik-Fahrwerk, adaptiven Stoßdämpfern, Entsperrung der Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h und LED-Matrix-Scheinwerfern für 5900 Euro zu haben) bietet hinreichende Präzision, die saubere Kurvenlinien erlaubt. Das Fahrwerk nimmt Unebenheiten mit Gelassenheit, Korrekturen des Kurses sind in den Biegungen – wenn überhaupt – nur mit kleinen Lenkbewegungen am belederten und unten abgeflachten Volant nötig.

Was nicht bedeutet, dass der RS-Kombi keinen Gefallen am Driften findet. Zwar regelt das ESP beherztere Ausritte in den angestellten Winkel ebenso sanft wie sorgfältig weg, den Kurvenverlauf aus der Seitenscheibe zu beobachten ist dennoch möglich und stillt den kleinen Abenteuer-Hunger zwischendurch, ist aber keineswegs geeignet für öffentliche Straßen. Die optionale Querbeschleunigungsanzeige im ebenso optionalen virtuellen Cockpit legt Zeugnis von den beschwingten Schrägfahrten ab.

Verpackt ist die anspruchsvolle Technik in einem angemessen kräftig modifizierten Kleid. Die Radhäuser des RS 4 Avant sind um 1,4 Zentimeter fülliger ausgestellt als die der bisherigen Kombi-Versionen. Vorn und hinten schmücken spezifische Stoßfänger die Karosserie. Am Bug markiert ein breiterer und glatterer Single-Frame-Wabengrill das Potenzial des RS-Modells. Dachreling und Spiegelgehäuse in Aluminium-Optik setzen weitere Akzente.

Wie alle RS-Modelle hat auch der starke Vierer-Kombi Türschwellerleisten und eine Pedalerie aus Edelstahl sowie eine kleine Projektion, die das Audi-Sport-Logo vor der geöffneten Tür auf der Fahrbahn erkennen lässt. Innen gehören beheizbare, lederbezogene Sitze mit vorzüglichem Seitenhalt, Ambiente-Licht für stimmungsvolle Illumination und die komfortspendende elektrische Heckklappen-Betätigung zur Ausstattung. Bei den Assistenzsystemen gehören die pflichtgemäße City-Notbremsfunktion, die Totwinkel-Überwachung und die Einparkhilfe zum Serienstandard. Dabei sind außerdem die Verkehrszeichenerkennung und das Drive-Select-Programm, mit dem sich Schaltzeitpunkte der Automatik, Gasansprache und Lenkreaktionen wunschgemäß anpassen lassen.

Verbunden ist der RS 4 Avant ebenfalls stets zufriedenstellend. Audi Connect mit vielen Dienstleistungen steht bereit, Bluetooth-Anbindung ist an Bord und der WLAN-Port nimmt es obendrein mit mindestens sieben Geräten auf. Mit Hilfe derer kann sich der Kombi-Freund auch über die verpassten Gelegenheiten informieren, etwa die verpasste Wahl der Keramik-Bremse, ein für 6000 Euro weiteres High-Tech-Feature im Avant. Oder das Karbon-Paket für 4550 Euro, das elementare Details wie unter anderem einen leichtgewichtigen Heck-Diffusor bereit hält. Leichtmetallräder im 20-Zoll-Format (statt 19 Zoll) kosten bis zu 4000 Euro.

Die einzige aufpreisfreie Lackierung von Audis Spitzen-Kombi heißt Nardo-Grau und sieht gar nicht mal schlecht aus. Alle anderen Farben, Metallic-Weiß, Misano-Rot oder ein feines Blau kosten 890 Euro mehr. Ein Augenzwinkern im Antlitz des Käufers. Wer daran scheitert, den Kaufpreis eines RS 4 Avant von 78 900 auf weit mehr als 100 000 Euro zu steigern, ist dringend beratungsbedürftig.

Die Marke Audi Sport hat gewiss nicht zuletzt deshalb einen kräftigen Aufschwung erlebt. Nach 22 172 Fahrzeugen, die unter dem Label der Ingolstädter Hochleistungsmarke 2016 erschienen sind, sollen es in diesem Jahr bis zu 27 000 werden. Bis 2020 sollen sich bei weiteren Absatz-Steigerungen eine ganze Reihe von E-Mobilen daruntermischen, das kündigt Marken-Chef Stefan Winkelmann an, allerdings ohne Zwang die Ankündigung selbst zu verantworten. Der gebürtige Österreicher verlässt Audi Sport zum Jahresende nach rund 26 Monaten und wird neuer Leiter der exotischen VW-Konzernmarke Bugatti. (ampnet/mk)

Fahrbericht Audi RS 5 Coupé

Neckarsulm – dieser Standort hat eine jahrzehntelange Automobil-Tradition, zunächst als DKW-, später als NSU-Werk und schließlich als Audi-Produktionsstätte. Heute laufen dort auch die heißen RS-Modelle der Audi Sport GmbH vom Band – Prädikat: schnell, sportlich, leistungsstark und alltagstauglich für ein wohlhabendes Publikum mit entsprechendem Anspruch. Das Audi RS 5 Coupé ist einer der Sprösslinge dieser Performance-Familie und untermauert genau diese Qualitäten.

Doch kurz ein Blick zurück. Die ältere Generation der Auto-Fans weiß es natürlich: Die Kürzel TT und TTS zierten Ende der 1960er-Jahre ein NSU-Modell, das unglaublich viel Temperament besaß und noch heute den Enthusiasten Glanz in die Augen treibt. NSU war jene grandiose deutsche Motorradmarke, die im badenwürttembergischen Neckarsulm vor den Toren Heilbronns superschnelle Zweiräder baute und 1953, 1954 und 1955 Motorrad-Weltmeister wurde, um dann später bemerkenswerte Autos anzubieten – vom Prinz bis zur Design-Ikone Ro 80 und dem ersten NSU mit VW-Zeichen: dem NSU K70.

1969 fusionierten die NSU AG in Neckarsulm und die seit 1964 zu Volkswagen gehörende Auto Union GmbH in Ingolstadt zur Audi NSU Auto Union AG. Daraus wurde dann 1985 die Audi AG. Heute werden auf dem ehemaligen NSU-Gelände nicht nur normale Audis produziert. Dort baut die Audi Sport GmbH heiße Geräte wie den Audi R8 und die RS-Typen. Der Tenor liegt dabei explizit auf der Symbiose zwischen leistungsstarkem Sportwagen und alltagstauglichem Begleiter in jeder Lebenslage – wie das aktuelle Audi RS 5 Coupé, das in diesem Jahr auf dem Automobilsalon in Genf seine Weltpremiere erlebte.

Schon beim Einsteigen wartet die erste bequeme, einer Verrenkung vorbeugende Überraschung. Nachdem die Tür ins Schloss gefallen ist, reicht ein „Helferlein“ den Anschnallgurt bis auf Höhe der linken Schulter an. Klar – dieser RS-5 ist ein Coupé mit langgestreckten Türen und einer bei Sportwagen üblichen weiter hinten liegenden B-Säule, was das Anschnallen sonst erschwert. Kurz noch den Sitz mit elektrischer Unterstützung in die korrekte Position bringen, Außen- und Rückspiegel justieren – Fuß auf die Bremse. Dann lässt sich per Startknopf das 450 PS / 331 kW starke V6-Biturbo-Triebwerk zum Leben erwecken.

Das dumpfe Grollen aus 2,9 Litern Hubraum signalisiert sofort, dass hier ein ganz besonderer Hauch von rasantem Fahrgefühl wehen wird, was die Vernunft herausfordert, den Gasfuß im Zaum zu halten. Im Stadtverkehr schwimmt dieser Audi dank umfangreicher Assistenzsysteme wie dem Side Assist oder dem in vier Stufen verstellbaren Fahrwerk souverän, komfortabel und sicher durch die Rush-hour. Für Aufheiterung selbst im Stau sorgt dabei das Soundsystem von Bang und Olufsen.

Nachdem die Einkäufe für die Familie im 465 Liter fassenden Kofferraum verstaut sind und damit ein arbeitsreicher Tag seinen Feierabend findet, darf sich auch ein Rassesportler wie das RS 5 Coupé noch einmal austoben – natürlich ganz im Rahmen der geltenden Spielregeln des deutschen Straßenverkehrs. Dabei wird der Neckarsulmer vom luxuriösen und komfortablen Gleiter im Designeranzug zum agilen, aggressiven und wendigen Sportwagen.

Mit dem Fahrprofil „Dynamic“ und der Acht-Ggang-Tiptronic im „S-Modus“ mutiert das RS 5 Coupé zum Racer mit bretthartem Fahrwerk und rau grollendem Motor – bereit, um Fahrspaß zu garantieren. Aus dem Stand auf Tempo 100 in 3,9 Sekunden und im Kurvengeschlängel enger Landstraßen spielt dieser Audi alle seine Trümpfe aus. Die Keramik-Bremsen beißen kräftig und präzise zu, während sich der RS 5 wie auf Schienen willig und spurtreu in die Kurve dirigieren lässt, nur um im Scheitelpunkt seinen 600 Newtonmetern Drehmoment (maximal zwischen 1900 und 5000 Umdrehungen) freien Zugriff zu lassen, um die 1,7 Tonnen mit brutaler Gewalt wieder auf Tempo zu bringen.

Spätestens hier wird klar, dass Audi viele seiner reichhaltigen Erfahrungen aus dem Rennsport in die Serie überführt hat. Das RS 5 Coupé fordert bei sportlicher Gangart sämtliche Sinne des Fahrers. Serienmäßige Sicherheitsfeatures wie ESP, das sportlich abgestimmte ABS und erst recht der permanente Allradantrieb sorgen dabei für Sicherheit, wenn man sie lässt – selbst bei regennasser Fahrbahn.

Bleibt nur ein Fazit: Mit dem Audi RS 5 Coupé ist man immer „gut angezogen“. Ob im Frack für einen Wagner-Abend in Bayreuth, eine Vernissage im Designer Anzug im Schloss oder im passenden Anzug mit Helm auf der Rennstrecke – anspruchsvolles, sportliches Understatement ist beim aktuellen Spross von Audi Sport ebenso garantiert, wie die Nutzung im Alltag. Selbst größere Kinder finden im Fonds dieses Coupés aus Neckarsulm genug Platz, um auch auf längeren Fahrten nicht zu klagen. Allerdings haben alle diese Vorzüge auch ihren Preis. Das Audi RS 5 Coupé startet bei 80 900 Euro. (ampnet/tw)

Verkaufsstart für den Audi RS 4 Avant

Audi hat mit dem Verkauf des RS 4 Avant begonnen. Der von einem neu entwickelten 2,9-Liter-Motor angetriebene Sportkombi kann zu Preisen ab 79 800 Euro bestellt werden. Der V6-Biturbo mobilisiert 331 kW / 450 PS und zwischen 1900 bis 5000 Umdrehungen pro Minute ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmetern. Damit beschleunigt der RS 4 Avant in 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h, sechs Zehntel schneller als bisher.

Mit dem optionalen RS-Dynamikpaket wird die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 auf 280 km/h angehoben. Im NEFZ-Fahrzyklus verbraucht der RS 4 im Schnitt 8,8 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer und ist damit 17 Prozent sparsamer als das Vorgängermodell. (ampnet/jri)

Vorstellung Audi A7 Sportback

Die Kulisse ließ vermuten, als habe Audi soeben das Rad neu erfunden. Unter einem künstlichen Sternenzelt im vierten Stock des neuen Designzentrums der Marke, mit vielfältigen Strahlen aus einer unüberschaubaren Anzahl unterschiedlichster Lichtquellen und einer gut zehnminütigen Ouvertüre mit Trommelwirbeln und Fanfaren, während aus dem Off eine bedeutungsschwangere Männerstimme Grundsätzliches von sich gab („Ein neues Zeitalter bricht an“), zeigte sich zum ersten Mal der neue Audi A7 Sportback zahlreichen Journalisten, die aus aller Herren Länder eigens zu diesem Ereignis nach Bayern gekommen waren.

Vor drei Jahren hatte Audi auf der Motor Show in Los Angeles mit seiner Studie „Prologue“ Aufsehen erregt. Was damals als gestalterisches Vorspiel zukünftige Erwartungen schürte, setzten die Designer aus Ingolstadt nun in die Realität um und begründeten damit, wie es jetzt bei der Vorstellung immer wieder hieß, die neue Designsprache von Audi. „Das viertürige Coupé setzt mit seiner Progressivität Maßstäbe in der Oberklasse. Es verkörpert einen Gran Turismo neuen Zuschnitts – mit dynamischer Linienführung, konsequenter Digitalisierung, sportlichem Fahrerlebnis und variablem Raumkonzept“, fasste Audi-Chef Rupert Stadler seine Begeisterung in Worte.

Mit großen Flächen, scharfen Kanten und athletisch gespannten Linien soll der A7 aus jeder Perspektive Dynamik und Progressivität signalisieren. Seine Front ziert ein im Vergleich zum Audi A8 breiterer, tiefer platzierter Grill; schmale Scheinwerfer, die markanten Lufteinlässe sowie der flache Vorderwagen sollen seine Sportlichkeit betonen. Die Scheinwerfer sind in drei Versionen lieferbar, bei der mittleren und der höchsten Ausstattung symbolisieren sie das Thema Digitalisierung. Durch schmale Zwischenräume getrennt, stehen hier zwölf Leuchtsegmente nebeneinander, sie erwecken Assoziationen mit dem Prinzip der Ziffern Null und Eins. In der Topversion sind die HD-Matrix-LED-Scheinwerfer mit Audi-Laserlicht erhältlich.

Die lange Motorhaube, der lange Radstand und die kurzen Überhänge weisen auf athletische Gene hin, ausgeprägte Konturen betonen die Räder, deren Durchmesser bis 21 Zoll reichen. Die Silhouette wird durch die nach hinten straff abfallende Dachlinie bestimmt. Vier Zahlen stehen für den sportlichen Charakter des Coupés: Es misst 4,97 Meter in der Länge, 2,93 Meter im Radstand und 1,91 Meter in der Breite – ist aber nur 1,42 Meter hoch. Am Heck endet der lange Gepäckraumdeckel in einer geschwungenen Abrisskante und integriert einen Spoiler, der bei 120 km/h elektrisch ausfährt. Ein flaches Lichtband – gemeinsames Designmerkmal der Audi-Topmodelle – verbindet die Heckleuchten miteinander, deren Schlusslicht aus 13 vertikalen Segmenten besteht.

Der Innenraum vermittelt eine futuristische Atmosphäre. Die horizontale Linienführung und die schlanke Instrumententafel sorgen für ein luftiges Raumgefühl. Die Mittelkonsole ist zum Fahrer hin orientiert, ein Lichtpaket zeichnet die Konturen nach. Der A7 folgt nun in seiner Digitalisierungstrategie dem A8. Sie ersetzt den Dreh-Drück-Steller sowie die konventionellen Tasten und Regler durch zwei große, hochauflösende Touch-Displays. Auf dem oberen steuert der Fahrer das Infotainment. Das untere, auf der asymmetrisch geschnittenen Konsole des Mitteltunnels gelegen und 8,6 Zoll groß, eröffnet den Zugriff auf die Klimatisierung, die Komfortfunktionen und die Texteingabe.

Das Bedienkonzept des so genannten „MMI touch response“ mit haptischer und akustischer Rückmeldung lässt sich wie ein Smartphone bedienen: Wenn der Finger eine Funktion auslöst, hört und spürt der Benutzer einen Klick als Bestätigung. Es bietet mit seiner Menüstruktur schnellen Zugriff auf die verschiedenen Fahrzeugfunktionen und lässt sich durch konfigurierbare und verschiebbare Favoritentasten personalisieren. Die optionale Sprachsteuerung macht die Bedienung noch komfortabler. Mit der MMI Navigation plus verarbeitet das natürlich-sprachliche Dialogsystem die Fragen und Kommandos auf zwei Wegen – mit onboard abgelegten Informationen und parallel dazu zusätzlich mit dem detaillierten Wissen aus der Cloud.

Mit der AI-Taste aktiviert der Fahrer den Audi AI Remote Parkpilot und den Audi AI Remote Garagenpilot, die im Laufe des Jahres 2018 verfügbar sein werden. Sie steuern den Wagen selbsttätig in eine Parklücke oder Garage hinein und wieder heraus. Der Fahrer kann vorher aussteigen und die Funktion über die „My Audi“-App auf seinem Smartphone starten. Zum Überwachen des Vorgangs hält er dort den AI-Button permanent gedrückt. Daneben bietet Audi in seinem jüngsten Spross insgesamt 39 Fahrerassistenzsysteme. Sie sind in drei Pakete aufgeteilt: das Assistenzpaket Parken (Einführung schrittweise ab 2018), das Paket Stadt mit dem neuen Kreuzungsassistent und das Assistenzpaket Tour. Letzteres enthält unter anderem den Effizienzassistent, der eine verbrauchsschonende Fahrweise unterstützt, und den adaptiven Fahrassistent, der die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage durch unterstützende Lenkeingriffe zum Halten der Spur ergänzt.

Besonders stolz sind die Audi-Ingenieure auf die Dynamik-Allradlenkung. Sie vereint eine direkte, sportliche Lenkansprache mit Fahrstabilität und löst damit den Zielkonflikt zwischen Agilität und Komfort auf. Bei niedrigem Tempo lenken die Hinterräder gegensinnig zu den Vorderrädern, etwa beim Parken oder im innerstädtischen Fahrbetrieb. Dadurch verringert sich bei maximalem Lenkeinschlag der Wendekreis um 1,10 Meter. Ab 60 km/h lenkt die Hinterachse gleichsinnig, was der Fahrstabilität beim Geradeauslauf und beim Spurwechsel zugutekommt.

Alle Motoren im neuen A7 Sportback verfügen serienmäßig über ein neues Mild-Hybrid-System (MHEV) für mehr Komfort und Effizienz. Bei den V6-Aggregaten ist es mit einem 48-Volt-Hauptbordnetz umgesetzt. Ein Riemen-Starter-Generator (RSG) arbeitet hier mit einer Lithiumionen-Batterie zusammen und erreicht beim Verzögern eine Rekuperationsleistung von bis zu 12 kW. Das viertürige Coupé kann zwischen 55 km/h und 160 km/h mit deaktiviertem Motor im Schubbetrieb dahinrollen („segeln“) und danach über den RSG komfortabel neu starten.

Zum Marktstart ist der A7 Sportback zunächst als 3.0 V6 TFSI erhältlich. Der V6-Turbomotor leistet 250 kW / 340 PS. Damit sprintet das viertürige Coupé in 5,3 Sekunden von null auf 100 km/h, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei (abgeregelten) 250 km/h. Der Audi A7 55 TFSI verbraucht im NEFZ in der Grundausstattung 6,8 Liter Kraftstoff, das entspricht einer CO2-Emission von 154 Gramm. Der 3.0 TFSI ist an eine Sieben-Gang-S-Tronic gekoppelt. Sein Quattro-Antriebsstrang nutzt die Ultra-Technologie, die den Hinterradantrieb immer dann zuschaltet, wenn er gebraucht wird. Weitere Sechs-Zylinder- und Vierzylinder-Aggregate, sowohl als Benziner und Diesel, folgen kurz nach Produktionsstart.

Der neue Audi A7 Sportback fährt im Werk Neckarsulm vom Band und startet Ende Februar 2018 auf dem deutschen Markt. Sein Grundpreis als 55 TFSI Quattro S-Tronic wird 67 800 Euro betragen. (ampnet/hrr)

Vorstellung Audi A8: Die neue Spitze

Jetzt also auch Audi: Der neue Einstiegs-A8 hört auf die Modellbezeichnung A8 50 TDI. Dabei ist er nicht etwa mit einer Neuauflage des 5,0-Liter-V10-TDI ausgestattet, der einst unter der Haube der Spitzenmodelle von VW steckte. Vielmehr arbeitet unter der Haube ein hauseigener 3,0-Liter-V6-TDI. Die hochstapelnde Modellbezeichnung ist eine Reverenz an die Kunden in China, doch mit dem kommenden Modelljahr wird die Nomenklatur über die gesamte Audi-Modellpalette ausgerollt.

Verstecken muss sich dieser Diesel jedenfalls nicht: Er erzeugt immerhin 210 kW / 286 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment, die über eine von ZF zugelieferte Acht-Gang-Tiptronic auf alle vier Räder übertragen werden. Und das genügt, um den A8 mit großem Nachdruck in Bewegung zu setzen: Der Spurt von null auf 100 km/h dauert nur 5,9 Sekunden, abgeregelt wird bei standesgemäßen 250 km/h.

Nur beim Start erklingt ein gedämpftes Brummen, ansonsten arbeitet der TDI fast lautlos. Und trotz einem Leergewicht von immerhin 2050 Kilogramm liegt der Zyklusverbrauch bei nur 5,6 Litern pro 100 Kilometer. Damit können Reichweiten von über 1000 Kilometern erzielt werden: Eindrücklicher Beweis für die Daseinsberechtigung des Dieselantriebs, auf den Langstreckenfahrer auch in Zukunft kaum verzichten werden.

Als Alternative bietet Audi zum Marktstart der neuen A8-Generation einen 250 kW / 340 PS starken 3,0-Liter-V6-Ottomotor an, der in der Leistung höher, im Drehmoment mit 500 Nm jedoch niedriger liegt als der TDI: Der A8 55 TFSI ist eine überzeugende Komfortmotorisierung, mit einem Normdurchschnittsverbrauch von 7,5 Litern muss die Zapfsäule jedoch erheblich häufiger angesteuert werden – zumal die Realverbräuche bei leistungsstarken Ottomotoren oft deutlich höher liegen als angegeben.

Dann lieber gleich auf den A8 60 TFSI warten, der erst mit einigen Monaten Verzögerung angeboten wird: Hier arbeitet unter der Motorhaube ein 338 kW / 460 PS starker 4,0-Liter-V8-Biturbo, der die große Limousine auf Befehl des Fahrers geradezu katapultartig nach vorn schleudert. Untermalt wird die Leistungsexplosion von einem lediglich angedeuteten, V8-typischen Grollen.

Kaum zu glauben, dass Audi sogar noch draufsatteln will, und zwar mit einem 430 kW / 585 PS starken W12-Motor sowie mit S8-Varianten, die sogar die 600-PS-Marke durchschreiten könnten. Außerdem wird ein V8-TDI lanciert, und politisch besonders korrekte Oberklassefahrer müssen sich ebenfalls noch gedulden, bis ein 330 kW / 449 PS starker Plug-in-Hybrid namens A8 60 E-Tron auf den Markt kommt. Diese Variante dürfte dann – wie alle Plug-in-Hybride – mit Verbrauchswerten aus dem Reich der Phantasie auftreten, was man Audi nicht vorwerfen darf: So sind nun einmal die politischen Vorgaben.

Bis auf den Plug-in-Hybrid, der über Hochvolttechnik verfügt, rollt Audi alle A8-Varianten mit einer 48-Volt-Hybridisierung aus. Die hilft dabei, die komplexe und vielfach vernetzte Elektronik zuverlässig zu steuern, und sie erlaubt den Einsatz eines Mild-Hybrid-Konzepts mit riemengetriebenem Starter-Generator und eindrucksvoller Rekuperationsleistung.

Der neue A8 kommt mit zwei Radständen und serienmäßger adaptiver Luftfederung; gegen Aufpreis gibt es ein aktives Fahrwerk, Allradlenkung und Sportdifferential. Gerade wenn die letzteren Systeme eingebaut sind, glänzt der A8 auf der Straße mit nahezu unglaublicher Agilität; die große Limousine scheint in engen Kurven zu schrumpfen, und die Seitenneigung verschwindet fast völlig. Das Fahrgefühl bleibt allerdings ein wenig artifiziell, wozu auch die sehr leichtgängig abgestimmte Lenkung beiträgt. Im Dynamik-Modus wirkt sie etwas klebrig.

Schon mit kurzem Radstand ist der Komfort restlos auf Oberklasseniveau, die lange Variante ist nochmals eindrucksvoller: Wie gründlich der neue A8 Fahrbahnunebenheiten wegbügelt und wie niedrig der Geräuschpegel im Interieur liegt, das dürfte schwer zu übertreffen sein.

Die Liste der Assistenzsysteme ist nahezu endlos; zu den Höhepunkten zählt der Staupilot, der bis zu 60 km/h autonomes Fahren der Stufe 3 ermöglicht und erst mit Verzögerung in den Markt kommt: Die Technik steht bereit, die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind es noch nicht. Eine ärgerliche Situation für Audi, denn der sprichwörtliche Vorsprung auf die Konkurrenz schrumpft. Die schon heute verfügbaren Assistenzsysteme sind von der Leistungsfähigkeit des Staupiloten weit entfernt.

Zu den technischen Höhepunkten zählt auch das Licht des A8: Gegen Aufpreis gibt es Matrix-LED-Scheinwerfer, und in der Spitze kommt ein Laser-Fernlicht zum Einsatz, das einen gleißenden Lichtteppich vor dem Fahrer ausbreitet. Die serienmäßigen LED-Heckleuchten lassen sich durch OLED-Schlußlichter ersetzen, die beim Öffnen und Schließen des Fahrzeugs eine anspruchsvolle Licht-Inszenierung vollführen.

Auch durch das Interieur gleitet beim Einsteigen eine Lichtwelle; sie akzentuiert das wohl futuristischste Interieur, das in dieser Klasse heute zu bekommen ist. Die TFT-Instrumentierung vor dem Fahrer ist aus anderen Audi-Modellen bekannt, arbeitet hier aber deutlich schneller; die Mittelkonsole verfügt über ein großzügige, bündig eingepasste Verglasung mit berührungsempfindlicher Oberfläche. Wer die aufpreispflichtige Vier-Sitz-Anlage bestellt hat, kann wichtige Funktionen auch im Fond bedienen – über ein herausnehmbares Bedienteil, das einem Smartphone ähnelt.

Während das Interieur den technologischen Sprung nach vorn auch stilistisch auf den ersten Blick vermittelt, erschließt sich die äußere Form des neuen A8 erst in zweiter und dritter Lesung: Das Design ist eleganter als beim Vorgänger, die Flächenbehandlung viel subtiler. Streiten kann man sich über das Auspuffkonzept: Während die Abgase nach unten entweichen, profilieren sich optisch zwei große, chromumrandete „kalte“ Blenden an der Heckschürze. Ein 3.0 TDI hätte das nicht nötig gehabt, zum 50 TDI passt es ganz gut. (ampnet/jm)

IAA 2017: Audi RS 4 Avant kommt Anfang 2018

Audi feiert auf der IAA in Frankfurt (–24.9.2017) die Weltpremiere des RS 4 Avant. Sein 2,9-Liter-V6-Biturbo liefert 331 kW / 450 PS und 600 Newtonmeter Drehmoment, die per Quattro-Antrieb auf alle vier Räder übertragen werden. Damit spurtet der stärkste A4 in 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Spitze erreicht er bei abgeregelten 250 km/h. Mit dem optionalen RS-Dynamikpaket steigt die Höchstgeschwindigkeit auf 280 km/h.

Auf Wunsch liefert Audi ein Sportdifferenzial an der Hinterachse. Der durchschnittliche Normverbrauch liegt bei 8,8 Litern pro 100 Kilometer, was 199 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht. Der neue Audi RS 4 Avant wiegt 1790 Kilogramm und damit 80 Kilogramm weniger als das Vorgängermodell. Das serienmäßige RS-Sportfahrwerk legt den Audi RS 4 Avant sieben Millimeter tiefer als das A4-Basismodell mit Sportfahrwerk. Optional stehen das Sportfahrwerk Plus mit Dynamic Ride Control (DRC), die Keramikbremse und Dynamiklenkung zur Wahl.

Das Interieur ist in Schwarz gehalten. Die RS-Sportsitze mit optionaler Wabensteppung, das unten abgeflachte RS-Multifunktions-Sportlederlenkrad, die Schaltkulisse und die beleuchteten Einstiegsleisten tragen das RS-Emblem. Im virtuellen Cockpit und im Head-up-Display geben RS-spezifische Anzeigen Rückmeldung über G-Kräfte, Reifendruck und Drehmoment.

Der Audi RS 4 Avant ist ab Herbst 2017 bestellbar und ab Anfang 2018 in Deutschland zu Preisen ab 79 800 Euro erhältlich. (ampnet/jri)

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