BMW X4 – länger, breiter, flacher

Nach knapp 200 000 verkauften Fahrzeugen seit 2014 schickt BMW den X4 auf dem Genfer Automobilsalon (6.-18.3.2018) in die zweite Runde. Das Nachfolgemodell ist bei leicht geringerer Höhe deutlich gewachsen: in der Länge um 8,1 Zentimeter auf 4,75 Meter, beim Radstand um 5,4 Zentimeter und in der Breite um 37 Millimeter auf 1,92 Meter. Der Kofferraum bietet 525 bis 1430 Liter Volumen. An der Spitze des Programms stehen zwei M-Performance-Modelle. Der Reihensechszylinder X4 M40i leistet 265 kW / 360 PS, das Dieselpendant M40d bringt es auf 240 kW / 326 PS und 680 Newtonmeter Drehmoment.

Weitere Versionen sind der 195 kW / 265 PS starke xDrive30d, ebenfalls ein Sechszylinder, sowie die Vierzylinder xDrive25d, xDrive20d, xDrive30i und xDrive20i mit Leistungen zwischen 135 kW / 184 PS und 185 kW / 252 PS.
Alle Modellvarianten bringen die Kraft über ein 8-Gang-Steptronic Getriebe mit Schaltwippen am Lenkrad sowie über Allradantrieb auf die Straße. Der tiefere Schwerpunkt und gewichtseinsparungen von bis zu 50 Kilogramm sollen für mehr Agilität und Dynamik sorgen. Optimiert wurde auch die Aerodynamik des X4. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,30 markiert er den Spitzenwert in seinem Wettbewerbsumfeld.

Neben dem Sportfahrwerk gehört auch die variable Sportlenkung zur Serienausstattung. Optional werden die M-Sportbremsanlage und das adaptive Fahrwerk angeboten. Die M-Performance-Modelle verfügen serienmäßig über 20-Zoll-Leichtmetallräder, eine spezifische Ausführung der Sportbremsanlage und über ein Sportdifferenzial mit Sperrwirkung an der Hinterachse. Das erweiterte Programm der Sonderausstattungen umfasst die Drei-Zonen-Klimaautomatik, die aktive Sitzbelüftung, die Ambiente-Beleuchtung und das Ambient-Air-Paket mit Beduftung, den Displayschlüssel sowie ein Panorama-Glasdach.

Ein markantes optisches Detail stellen die X-Prägungen auf den Galvanikflächen der vorderen und der hinteren Türen dar. Optional werden auch die Tasten der Fensterheber, der Start-/Stop-Knopf, die Multifunktionstasten des Sportlenkrads und die Bedienelemente auf der Mittelkonsole mit Galvanikelementen veredelt.

Das Anzeige- und Bediensystem umfasst ein freistehend angeordnetes Display, das optional 10,25 Zoll groß ist und eine Touchscreen-Funktion bietet. Die weiterentwickelte Sprachsteuerung befolgt nun auch frei formulierte Anweisungen. Optional sind außerdem die BMW Gestiksteuerung, das Multifunktionale Instrumentendisplay und die jüngste Generation des Head-up-Displays erhältlich.

Das Sicherheitspaket „Driving Assistant Plus“ beinhaltet die neue Generation der Aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-Go-Funktion, den Lenk- und Spurführungsassistenten, den Spurhalteassistenten mit aktivem Seitenkollisionsschutz sowie die Querverkehrs- und die Kreuzungswarnung. Zum neuen Parking Assistant Plus gehören die Funktionen Top View, Panorama View und 3-D-View. Mit der Funktion Remote 3D View kann sich der Fahrer ein dreidimensionales Live-Bild seines Fahrzeugs und dessen Umgebung auf sein Smartphone übertragen lassen. Auf Wunsch sind außerdem eine WLAN-Hotspot Vorbereitung zur schnellen Online-Anbindung von digitalen Endgeräten und die Option Telefonie mit Wireless Charging für kabelloses Aufladen von geeigneten Smartphones erhältlich. (ampnet/jri)

Vorstellung BMW X2: Im Zeichen der Coupé-Klassiker

BMW schließt die X-Lücke. Mit dem X2 rollt ab März die Coupé-Version des X1 ins Autohaus. Nicht ganz so wuchtig gestaltet wie X4 und X6 betont der kompakte Crossover jedoch ebenso die sportliche Seite des SUV-Fahrens. Dafür hat BMW sogar ein prominentes Abzeichen aus der Mottenkiste gekramt.

Dem aktuellen Crossover-Trend folgend, in dem inzwischen SUV, Kombi, Schrägheck und Coupés munter zu allerlei Mischformen gekreuzt werden, spielt auch der BMW X2 weniger den robusten Geländegänger als den komfortablen Gleiter. Mit seinen gerade mal 18 Zentimeter Bodenfreiheit würde er ohnehin in jeder tieferen Ackerfurche stecken bleiben, zumal in den Basisversionen nicht einmal ein Allradantrieb an Bord ist. Was allerdings bei seinem Technikspender X1 auch nicht anders wäre.

Dagegen springen die optischen Unterschiede zum braven Baureihenzwilling sofort ins Auge. Neben dem coupétypisch stärker abfallenden Heck und der flacheren Fenstergrafik wirkt vor allem die Front durch einen kleinen optischen Kniff im Wortsinne bodenständiger. Dazu wurde erstmals bei BMW die Doppelniere umgedreht, so dass die bekannten Trapezformen nun nach unten breiter werden. Der robuste Outdoor-Look hingegen wird durch quadratisch anmutende Radlaufblenden, angedeutete Seitenschweller, Stoßfänger-Verkleidungen vorn und hinten sowie markante Endrohre gesetzt. Als sportliches Ausrufezeichen trägt der X2 außerdem ein zusätzliches BMW-Emblem auf der C-Säule, mit dem er sich in die Riege der BMW Coupé-Klassiker 2000 CS und 3.0 CSL einreihen soll.

Doch es gibt auch ganz handfeste Unterschiede. Mit 4,36 Meter ist der X2 exakt acht Zentimeter kürzer als sein Plattform-Pate. Der Radstand blieb jedoch bei unveränderten 2,67 Metern, wodurch das Platzangebot des Viertürers ebenso großzügig und komfortabel ausfiel. Selbst auf der Rückbank sitzen zwei Menschen sehr kommod, ohne dass die abfallende Dachlinie Kopffreiheit oder Aussicht einschränken. Zu dritt wird es jedoch schon „kuschelig“. Auch der Platz fürs Gepäck reicht dann nicht mehr. Der Kofferraum schrumpft um 35 auf 470 Liter, die auch bei umgeklappter Rückbank mit 1355 Liter gut 200 Liter weniger als im X1 betragen.

Cockpit und Innenraum glänzen dagegen BMW-typisch mit qualitativ hochwertigen und topverarbeiteten Materialien sowie intuitivem Bedienkomfort, zumindest, wenn man – wie wir – mit dem erstmals verfügbaren Modell M Sport X eine der Topausstattungen (ab 40.450 Euro) gewählt hat. Hier versüßen dann Acht-Gang-Automatik, LED-Scheinwerfer, Stoff-Alcantara-Sportsitze, großflächige Instrumentenkombi und Displays auf der Mittelkonsole sowie zahlreiche Hochglanzblenden und Lichtleisten den Fahrkomfort.

Die Grundausstattung (ab 34 050 Euro) fährt nur mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern, Klimaanlage, Multifunktions-Lederlenkrad, 6,5-Zoll-Farbbildschirm sowie Regen- und Lichtsensoren. Wer 2-Zonen-Klimaautomatik, Einparkwarner und eine automatische Heckklappe will, muss für die Modellreihe Advantage schon 1450 Euro mehr investieren. Moderne Assistenzsysteme, vom Spurverlassenswarner bis zum Tempomat mit Stop&Go-Funktion, gibt es auch, kosten aber bis auf wenige Ausnahmen immer Aufpreis.

Motoren und Technik übernimmt der X2 ebenso von seinem Modellreihen-Bruder. Zunächst verfügbar sind drei Varianten, der Benziner sDrive20i mit 192 PS und Sieben-Gang-Doppelkupplung sowie die beiden Diesel xDrive20d mit 190 PS und xDrive25d mit 231 PS. Beide Selbstzünder sind serienmäßig mit Allradantrieb und Acht-Gang-Automatik ausgestattet. Ab Frühjahr 2018 sollen dann auch die Basismodelle folgen. Bei den Benzinern kommen das Dreizylinder-Modell sDrive18i mit 140 PS und die Allradvariante xDrive20i hinzu. Bei den Dieseln gehen die Einstiegsvarianten sDrive 18d und xDrive 18d mit jeweils 150 PS, einmal ohne und mit Allradantrieb, an den Start.

Für einen ersten Probelauf hatte BMW leider (wieder mal) nur eine Variante dabei: den xDrive 20d in der erwähnten Topausstattung M Sport X. Der bärenstarke Selbstzünder hat mit seinen üppigen 400 Nm Drehmoment, die er bereits ab 1750 Touren ausschöpft, leichtes Spiel mit dem 1,6 Tonnen schweren X2. Ein Gedicht ist die serienmäßige Acht-Gang-Automatik, die ebenso schnell wie geräuschlos die Kraft je nach Bedarf auf beide Achsen verteilt. So schnellt der X2 aus dem Stand bestenfalls in 7,7 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Spitze von 221 km/h.

Ab Werk an Bord ist im Modell M Sport X ein leicht tiefer gelegtes Sportfahrwerk mit strafferer Dämpferauslegung, die gegen Aufpreis auf Knopfdruck selbst eingestellt werden kann. Auch die Lenkung ist sportlich getrimmt und lässt mit ihrer direkten und präzisen Rückkopplung vergessen, dass man in einem rollenden Hochsitz um die Ecken pfeift. Mit dem X2 zeigt der Münchener Autobauer einmal mehr, dass sein geradezu sprichwörtliches Marketing-Credo ebenso für die höher aufragenden Coupés gilt. Wenn dann noch der Normverbrauch halbwegs stimmt, umso besser. Auf die bestenfalls angegebenen 4,6 Liter (121 g/km CO2) mussten wir nach unseren knapp 80 Kilometern über Autobahn, Landstraße und Stadt gut zwei Liter drauf rechnen – passt scho!

Die Preise dagegen weniger. Wie immer bei BMW liegen sie vergleichsweise hoch, wobei der Aufschlag zum X1 unterm Strich und über alle Versionen hinweg nur moderate 1700 Euro beträgt. So starten die Benziner mit dem sDrive18i ab 34 050 Euro, der entsprechende Diesel sDrive18d ab 36 500 Euro, mit Allradantrieb 2000 Euro mehr. Dafür schlagen die Preissprünge zwischen den Motorversionen sowie zu den Top-Ausstattungen ins Kontor.

So liegen beispielsweise bei den Benzinern zwischen Basis-Dreizylinder sdrive18i (140 PS) und Vierzylinder sDrive20i (192 PS) mehr als 5000 Euro. Gleiches gilt für die Diesel, wo Einstiegsmotor 18d (150 PS) und darauffolgende Leistungsstufe 20d (190 PS) üppige 5300 Euro trennen. Und auch für die Ausstattungen M Sport und M Sport X schlägt BMW knapp 5000 Euro drauf. So stehen am Ende bei den Benzinern 47 750 Euro, bei den Dieselmotoren 51 750 Euro in der Preisliste. Doch damit längst nicht genug. Mit Einzeloptionen wie Panorama-Glasdach (1250 Euro), Navigation inklusive Head-up-Display (2890 Euro), 18-Zoll- (ab 900 Euro) oder 19-Zoll-Rädern (ab 1660 Euro) sowie diversen Lederkombinationen (1390 – 1690 Euro) lassen sich die Preise auch spielend über 60 000 Euro treiben. (ampnet/fw)

Neuer Diesel und M-Sportdifferenzial für den BMW X3

BMW erweitert mit dem xDrive25d das Motorenangebot für den X3. Der Vier-Zylinder-Diesel leistet 170 kW / 231 PS. Die Kraftübertragung übernehmen ein Acht-Gang-Steptronic-Getriebe und der Allradantrieb. Der 2,0-Liter-Motor mit zweistufigem Aufladesystem erzeugt ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern und beschleunigt den BMW X3 xDrive25d in 6,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Je nach Reifenformat schwanken die Normwerte beim Kraftstoffverbrauch zwischen 5,8 und 6,1 Litern je 100 Kilometer.

Darüber hinaus stattet BMW den 265 kW / 360 starken X3 M40i ab April 2018 serienmäßig mit dem neuen M-Sportdifferenzial für die Hinterachse aus. Das sorgt für noch dynamischeres Herausbeschleunigen aus Kurven. Zusätzlich verfügt das Modell künftig auch über eine Instrumententafel in Sensatec-Ausführung. (ampnet/jri)

Sondermodell BMW M3 CS lockt mit 460 PS

Mit dem BMW M3 CS präsentiert die BMW M GmbH ein weiteres Sondermodell mit betont sportlichem Auftritt. Der M3 CS setzt damit die Tradition der M-Sondermodelle fort, die 1988 mit dem M3 Evolution der Baureihe E30 begonnen hat. Für den aktuellen CS wurde die Leistung des Drei-Liter-Hochleistungstriebwerks mit M Twinpower Turbo-Technologie um zehn auf 460 PS angehoben. Der CS kann ab Januar 2018 bestellt werden. Die Auflage wird auf rund 1200 Exemplare beschränkt. Die Auslieferung soll im März 2018 beginnen.

Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der BMW M3 CS in 3,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 280 km/h elektronisch begrenzt. Der von zwei Mono-Scroll-Abgasturboladern unter Druck gesetzte Reihensechszylinder ist mit Ladeluftkühlung, Benzin-Direkteinspritzung, der variablen Ventilsteuerung und der stufenlosen Nockenwellenverstellung auf hohe Spitzenleistung, aber auch für fülliges Drehmoment ab niedrigen Drehzahlen ausgelegt. Für den durchschnittlichen Normverbrauch (NEFZ) gibt BMW einen Wert von 8,3 Litern auf 100 km an, entsprechend einem Kohlendioxidausstoß von 194 g/km. Serienmäßig ist das Sieben-Gang-M-Doppelkupplungsgetriebe (M DKG) an Bord.

Für Grip sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke sorgen die Dynamische Stabilitäts Control (DSC), die über einen M Dynamic Mode verfügt, und das Aktive M-Differenzial. Die Regelsysteme für das Adaptive M-Fahrwerk, DSC und das Aktive M-Differenzial wurden für den M3 CS ebenso modifiziert wie auch die Abstimmung der elektromechanisch arbeitenden Lenkung. Der Fahrer hat die Möglichkeit, die Wirkungsweise der Lenkung und des Fahrwerks an seine persönlichen Vorlieben anzupassen.

Für den Einsatz auf der Rennstrecke geeignet sind die Leichtmetallräder in den Dimension 9 J x 19 vorne und 10 J x 20 hinten. Sie sind serienmäßig mit Cup-Reifen vom Typ Michelin Pilot Sport Cup 2 bestückt (vorn 265/35 R 19, hinten 285/30 R 20). Diese Semi-Slicks sind auch für den Straßenverkehr zugelassen.

Auf Annehmlichkeiten muss der Fahrer des M3 CS nicht verzichten. So ist eine Klimaautomatik ebenso ab Werk an Bord wie ein Harman Kardon Surround Sound System und das Navigationssystem Professional.

Das Gesicht des M3 CS wird geprägt von den LED-Doppelscheinwerfern und der Frontschürze mit großen, dreigeteilten Lufteinlässen. Die Abrisskante auf dem Heckdeckel wurde neu gestaltet. Dieser so genannte Gurney trägt zusammen mit dem Frontsplitter und dem Heckdiffusor zu einer Reduzierung des dynamischen Auftriebs bei. Diese Bauteile sind ebenso aus dem leichten, hochfesten Hightech-Werkstoff CFK gefertigt wie die Motorhaube und das Dach des BMW M3 CS. (ampnet/Sm)

BMW X2 kommt im März

Mit dem X2 erweitert BMW ab März nächsten Jahres sein Modellprogramm um ein weiteres „Sports Activity Coupé“. Es ist mit 4,36 Meter kürzer und über sieben Zentimeter flacher als der X1, verfügt jedoch über den gleichen Radstand, hat kurze Überhänge sowie eine langgezogene, coupéhafte Dachlinie mit flacher Fenstergrafik.

Zum Marktstart werden der sDrive20i mit 141 kW / 192 PS sowie die beiden Diesel xDrive20d (140 kW / 190 PS) und xDrive25d (170 kW / 231 PS) erhältlich sein. Die Preise starten bei 39 200 Euro. Als Einstiegsmodell wird es später den 103 kW / 140 PS starken sDrive18i mit Dreizylinder sowie weitere Vier-Zylinder-Modelle geben.

Optionale Merkmale sind unter anderem ein vollfarbiges Head-up-Display, Voll-LED-Scheinwerfer und ein Stauassistent sowie das M-Sportfahrwerk, das in den Aussattungsstufen M Sport und M Sport X Serie ist. Als erstes Fahrzeug der Marke erhält der X2 die neu gestaltete BMW-Doppelniere. Sie kehrt die bisher bekannte Trapezform um und wird nach unten hin breiter. Das Markenemblem an der C-Säule lässt zudem ein Detail klassischer BMW-Coupés wie 2000 CS und 3.0 CSL wieder aufleben. Weiteres Merkmal des neuen Modells ist der Heckspoiler mit seitlichen Aero-Edges.

Zum Serienumfang des neuen BMW X2 zählt ein 6,5 Zoll großes, frei stehendes Control Display. Beim Navigationssystem ist es ein ebenfalls 6,5 bzw. ein 8,8 Zoll großer Touchscreen. (ampnet/jri)

Vorstellung BMW X3

Scheinbar mühelos wühlt sich der BMW X3 durch das sanddurchzogene Gelände hinter der portugiesischen Küste. Auf diesem losen Geläuf sowie auf den Landstraßen und Autobahnen im Westen der iberischen Halbinsel überzeugt die neue und dritte Generation der Baureihe mit sportlichem Fahrverhalten und dynamischem Handling. Erstmals stellt die M Performance GmbH mit dem M40i einen X3 mit gesteigerter Leistung und schärferer Optik auf die Räder. Mit diesem „Sports Activity Vehicle“, wie die Münchner ihr Mittelklasse-SUV liebevoll nennen, wollen sie besonders in den wichtigen Absatzmärkten USA und China die Wünsche ihrer Kunden treffen.

Vom X3 wurden bislang mehr als 1,5 Millionen Einheiten verkauft. Um diesen Erfolg in die Zukunft zu tragen und dem zunehmenden Kundenbedürfnis nach individuellen Fahrzeugen gerecht zu werden, bietet BMW den neuen X3 in drei Modellvarianten an: „xLine“, „Luxury Line“ und „M Sport“. Auf Knopfdruck fährt der X3 als bislang erstes SUV seiner Klasse nun auch in dichtem Autobahnverkehr teilweise autonom und wechselt selbstständig die Spur. Die betont sportlich abgestimmte Acht-Gang-Automatik Steptronic katapultiert den X3 M40i in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer. Abgeregelt wird bei 250 km/h.

Mit dem animierten Cockpit samt Infotainment erwartet den Fahrer im Innenraum vertrauter BMW-Komfort aus der 5er- und 7er-Baureihe. Der große Touchscreen kann jetzt auch mittels Gestensteuerung bedient werden. Auf Wunsch kann sogar der aus 5er und 7er bekannte Displayschlüssel im Smartphone-Format gewählt werden. Mehrere Ablagen und der Kofferraum mit einer Cargostellung sind zusätzliche Weiterentwicklungen zum Vorgänger. Die dreigeteilte Rückbank kann dabei noch flexibler zwischen den minimal 550 und den maximal 1600 Litern Ladevolumen variiert werden.

Im Vergleich zum Vorgängermodell erhält der neue X3 an der Fahrzeugfront eine Akustikglas-Windschutzscheibe, LED-Frontleuchten, neue LED-Nebelscheinwerfer sowie optional wählbare, teilautomatisierte Fahrassistenzsysteme („Driving Assistant Plus“). Zur weiteren Effizienzsteigerung versteckt sich in den gewachsenen Nieren des Kühlergrills eine aktive Luftklappensteuerung. Eine automatische Heckklappe, LED-Heckleuchten in optionaler 3-D-Optik sowie eine Sport-Abgasanlage für den M40i zieren die Rückseite der neuen Modellgeneration.

Für BMW ist das SUV-Segment mit einem Anteil von 34 Prozent aller verkauften Modelle ein besonders wichtiges. Um darin auch künftig weiter wachsen zu können, „bauen wir unsere Leitwerke in den USA, China und Südafrika aus“, berichtet Arno Keller, Projektleiter des X3. Ab 2020 soll der X3 laut Keller als „erstes vollelektrisches Modell außerhalb der i-Reihe“ auf den Markt rollen. Die aktuelle Motorenpalette umfasst hingegen noch drei Benzin- und zwei Dieselmotorisierungen mit Leistungen von 135 kW / 184 PS bis 265 kW / 360 PS.

Die leicht gewachsenen Außenmaße, die neuen Features im Fahrzeuginneren und -äußeren sowie das erste M-Paket der X3-Baureihe zeigen, dass der geländegängige Allrounder in der dritten Generation endgültig erwachsen geworden ist. (ampnet/oa)

Vorstellung BMW 6er Gran Turismo

Es ist still im Wageninneren, als der BMW 6er Gran Turismo (GT) die portugiesische Küstenlinie entlangrollt. Beim Blick aus dem offenen Seitenfenster hinten rechts weht eine salzige Meeresbrise in das Auto. Das Rauschen der Wellen dringt herein und dominiert die Stimmung im neuen Fließheckmodell aus Dingolfing. Nach dem 5er GT fertigt BMW mit dem 6er GT jetzt einen Reise(be)gleiter, der den Spagat zwischen sportlichem Coupé und komfortabler Oberklasselimousine wagt, ohne dabei zu protzen. Mit viel Platz und Komfort punktet das neue Modell besonders auf langen Strecken.

China ist der größte Einzelmarkt, auf den BMW mit dem neuen Nischenmodell abzielt. Im fernen Osten ist es besonders die Generation ab 30, die mit dem 6er GT ihren Status zeigen will. Viel Platz, eine hohe Verarbeitungsqualität, das extrovertierte, sportliche Design und eine starke Motorisierung sind dort die schlagkräftigsten Argumente für den Gran Turismo. Während für die Asiaten noch mehr Chrom und Konturen verbaut werden dürften, gilt es für den europäischen Markt, Maß und Mitte zu halten. Hierzulande ist ein Minimum an Understatement gefragt.

Die europäische Zielgruppe des Fließheckmodells liegt in der Generation 55 plus und ist damit wesentlich älter als ihr asiatisches Pendant. Insbesondere Geschäftsführer kleiner, mittelständischer Unternehmen möchten sich mit dem 6er GT „von ihren leitenden Angestellten abheben“, sagt GT-Projektleiter Claus-Otto Griebel. Das Modell rangiert laut Griebel in der „Premiummittelklasse“ und gehört damit noch nicht zur Oberklasse. Wie er aus direkten Gesprächen auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt weiß, ist diesen Kunden wichtig, die Grenze zur Luxuslimousine „nicht zu überschreiten“.

Die Bodenfreiheit des 6er GT liegt oberhalb der einer Limousine und unterhalb der eines SUV. Trotz seiner flachen Dachlinie bietet der 6er GT seinen Passagieren eine hohe Kopf- und Beinfreiheit und lässt selbst hochgewachsenen Personen ausreichend Platz, um bequem zu reisen. Die Rückenlehnen im Fonds sind auf Wunsch elektrisch um sieben Grad Neigung verstellbar. Stört die blendende Sonne auf der geräumigen Rückbank beim Arbeiten, so können auch für die hinteren Seitenfenster Sonnenrollos gewählt werden. Dank optionalem Head-up-Display, Spurhalteassistent und intuitiv bedienbarer Menüführung wird die Fahrt im 6er GT auch am Lenkrad zum komfortablen Erlebnis.

Ab einer Reisegeschwindigkeit von 120 km/h fährt der automatische Heckspoiler aus und hält den Gran Turismo fest in der Spur. Im Kofferraum überzeugt der lange Cruiser mit einem Volumen von 610 Litern. Bei umgeklappten Rücksitzen erhöht es sich auf bis zu 1800 Liter – das sind Werte, die bei BMW nur der X5 überbietet. Der neue BMW wird ab einem Einstiegspreis von 62 300 Euro in der Benzinvariante 630i angeboten. Pünktlich zum Beginn der „fünften Jahreszeit“ kommen am 11. November zwei Diesel- und drei Benzinversionen des neuen BMW 6er Gran Turismo auf den deutschen Markt. (ampnet/oa)

BMW M5 bekommt 600 PS und Allradantrieb

BMW bringt im Frühjahr den nächsten M5 erstmals mit Allradantrieb. Er verteilt die Antriebsmomente bedarfsgerecht vollvariabel an Vorder- und Hinterachse. Zur optimalen Traktion trägt auch ein Differenzial an der Hinterachse bei, das ebenfalls vollvariabel ausgelegt ist und eine Sperrwirkung zwischen null und 100 Prozent aufweist. Dem Fahrer stehen verschieden einstellbare Abstufungen bis hin zum reinen Heckantrieb zur Verfügung. Bereits in der Grundeinstellung lässt das System aber an den Hinterrädern leichten Schlupf beim Beschleunigen aus Kurven zu.

Der Griff zum Allradsystem kommt nicht von ungefähr: Den neuen BMW M5 befeuert ein 4,4 Liter großer V8-Biturbo mit 441 kW / 600 PS und einem Drehmomentmaximum von 750 Newtonmetern schon ab 1800 Umdrehungen in der Minute, das bis zum Erreichen der Spitzenleistung (5600–6700 U/min) konstant bleibt. In nur 3,4 Sekunden sind aus dem Stand 100 km/h erreicht, in 11,1 Sekunden 200 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt, auf Wunsch mit dem M Drivers Package erst bei 305 km/h.

Die Kraftübertragung erfolgt über ein spezifisch abgestimmtes Acht-Gang-M-Steptronic-Getriebe mit der Möglichkeit, auch sequenziell-manuell zu schalten. Motor- und Dämpfercharakteristik sowie der Auspuffsound sind variierbar. Die Motorhaube aus Aluminium und das aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) gefertigte Dach tragen dazu bei, dass der M5 trotz Allradantrieb leichter als das Vorgängermodell ist.

Der neue BMW M5 kann von September 2017 an bestellt werden und wird ab Frühjahr 2018 ausgeliefert. Sein Preis liegt bei 117 900 Euro. Auf nur 400 Exemplare weltweit limitiert ist die „First Edition“. Das Sondermodell ist in BMW Individual Frozen Dark Red Metallic lackiert, exklusiv ausgestattet und kostet 19 500 Euro mehr. (ampnet/jri)

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BMW Concept Z4: Hingucker am Pebble Beach

Die Partnerschaft von BMW und Toyota nimmt konkrete Formen an: Mit dem BMW Concept Z4 geben die Bajuwaren einen sehr konkreten Hinweis darauf, wie das für Mitte 2018 versprochene Serienmodell aussehen wird. Für die Präsentation hat sich BMW den Concours d’Elegance im kalifornischen Monterey ausgesucht. Anspruchsvoller geht es nicht.

Während sich das Schwestermodell Toyota durch rundliche Formen auszeichnen wird, bringt dieser Z4 die Schärfe zurück, die das BMW-Design in den letzten Jahren verloren hat. Gemeinsam mit dem kommenden X2 und dem 8er-Coupé, das Ende Mai als Studie beim Concorso d’Eleganza am Comer See gezeigt wurde, steht es für einen deutlichen Neuaufbruch im stilistischen Auftritt der Marke.

Die Frontpartie zeichnet sich durch eine ausgeprägte „Haifischnase“ aus, die BMW-Nieren sind niedrig und breit, die Scheinwerfer liegen darüber; BMW will damit auf den Z8 anspielen, das erste Projekt des damaligen ambitionierten Jungdesigners Henrik Fisker. Die senkrechten Stäbe im Kühlergrill weichen hier einem dreidimensionalen Gitter; ob dieses Element in Serie geht, ist noch unklar.

Der seitliche Aufriss zeichnet sich durch neue Proportionen aus: Während die kompakte Fahrgastzelle bei den drei Vorgängermodellen weit nach hinten verschoben war, rückt sich beim nächsten Serienmodell Z4 deutlich nach vorn. Die Heckpartie ist muskulös und unterstreicht damit optisch den Hinterradantrieb; die Rückleuchten erinnern an den Hybrid-Sportwagen i8. Die Überrollbügel schließen sich an die Kopfstützen an, die wie bei klassischen Rennwagen in den Kofferraum auslaufen. Und die 20-Zoll-Felgen auf Michelin-Pilot-Sport-Cup-2-Reifen unterstreichen den selbstbewusst breitbeinigen Auftritt dieses Roadsters.

Dessen Modellbezeichnung findet sich übrigens auch tief unten im Frontspoiler; der nostalgische Impetus hat allerdings nicht dazu ausgereicht, sie wie weiland beim 2002 Turbo in Spiegelschrift auszuführen. Der Farbton „energetic frozen orange“ kombiniert ein mattes Finish mit ungewöhnlicher Tiefenwirkung.

Auch das Interieur wirkt ungewöhnlich: Der Sprung nach vorn im Vergleich zum aktuellen BMW-Modellprogramm ist unverkennbar, für das Concept Car hat BMW außerdem diagonale Elemente verwendet: Der Fahrersitz ist in schwarzem Leder mit eigenständiger Prägung ausgeführt, der Beifahrersitz und Teile der Armaturentafel präsentieren sich in orangenem Wildleder-Look. Vertraut wirken dagegen der iDrive-Knopf und der Wählhebel, mit dem ein Automatikgetriebe angesteuert wird.

Wenn der neue Z4 auf den Markt kommt, wird es zwei Vierzylinder-Varianten namens sDrive 20 und sDrive 30i geben; oben rangiert der sDrive M40i mit Dreiliter-Reihen-Sechszylinder. Einen Allradantrieb gibt es nicht, dafür bietet BMW für Puristen bei allen Motorisierungen neben der im Concept Car verbauten Automatik weiterhin ein klassisches Handschaltgetriebe an.

Bleibt die Hoffnung, dass BMW bis zum Marktstart der kommenden Z4-Generation möglichst wenig ändert. Dann dürfte er auf der Straße einen ebenso eindrucksvollen Auftritt hinlegen wie am Kiesstrand von Monterey. (ampnet/jm)

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BMW: „Unsere Euro-6-Diesel sind sauber“

ampnet – 24. Juli 2017. In der Diskussion um zu hohe Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen hat BMW gestern bekräftigt, dass die Euro-6-Fahrzeuge des Unternehmens weder manipuliert seien noch die gesetzlichen Vorgaben nicht eingehalten würden. Den Vorwurf, dass aufgrund zu kleiner Adblue-Behälter eine nicht ausreichende Abgasreinigung erfolge, weist der Automobilhersteller zurück.

Die bei BMW eingesetzte Technologie unterscheide sich deutlich von anderen im Markt, heißt es in einer Pressemitteilung. Es handele sich um eine Kombination mehrerer. Soweit die Abgasreinigung durch Harnstoffeinspritzung mit Adblue erfolgt, sei in den Autos zusätzlich ein Stickoxid-Speicher-Katalysator eingebaut. Dadurch würden alle gesetzlichen Emissionsanforderungen erfüllt und „ein sehr gutes Realemissionsverhalten“ erreicht. Deshalb erübrige sich für Euro-6 Diesel-Pkw des Konzerns ein Rückruf oder eine Nachrüstung.

Zum Vorwurf kartellrechtlich bedenklicher Absprachen unter mehreren deutschen Autoherstellern teilte BMW gestern mit, dass die Gespräche mit anderen Konzernen über die Größe Adblue-Behälter „aus Sicht der BMW Group auf den notwendigen Aufbau einer Betankungsinfrastruktur in Europa“ abgezielt hätten.

Das Unternehmen bekräftigte seine Absicht, für geeignete Euro-5-Modelle ein freiwilliges und kostenloses Software-Upgrade vorzunehmen, um die Emissionen weiter zu senken. (ampnet/jri)

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