Vorstellung Citroën C4 Cactus

Franzosen lieben eine blumige Sprache, und deshalb ist das neue Federungssystem, das Citroën beim neuen C4 Cactus einführt, auch nicht einfach irgendein innovatives Komfortelement, sondern lässt das Kompaktmodell mindestens zu einen „Fliegenden Teppich“ mutieren, der die mit der DS im Jahr 1954 eingeführte Hydropneumatic ablöst.

In Zeiten von Plattform-Strategien passt die hydraulische Federung nicht mehr in das Gesamtkonzept des Konzerns, das inzwischen als „Citroën Advanced Comfort“ alle Maßnahmen umfasst, die das Leben an Bord komfortabler machen soll. Konkret bedeutet das beim neuen C4 Cactus, der im kommenden Jahr die Baureihe C4 ablösen wird, neben der neuen Federung auch die Einführung neuer Sitze mit „advanced Comfort“, die, so ein Sprecher der Marke, einen „einzigartig hohen Sitz- und Fahrkomfort“ bringen sollen, was sich allerdings bei der Standposition in Paris nicht weiter überprüfen ließ. Das gilt auch für die „Federung mit progressivem hydraulischen Kissen“, für die die Ingenieure der Marke 20 Patente angemeldet haben.

Wie bei so vielen Dingen im Leben baut das neue Federungssystem auf einem einfachen Prinzip auf – man muss allerdings erst einmal die Idee haben und sie dann auch umsetzen. Während ein konventionelles Federungselement Dämpfer, Feder und mechanischen Anschlag kombiniert, ergänzten die Ingenieure in Paris das System um zwei hydraulische Kissen, die auf beiden Seiten Druck und Zug ins Spiel bringen, so dass die Federung je nach Beanspruchung in zwei Etappen arbeitet.

Bei geringer Belastung kontrollieren Feder und Dämpfer gemeinsam die vertikalen Bewegungen der Karosserie, so dass sie auf die Unterstützung der hydraulischen Kissen verzichten können. Allerdings ermöglichen sie einen größeren Federweg, und das Fahrzeug, versprechen die Citroën-Ingenieure, schwebt wie ein „fliegender Teppich“ über den Asphalt und glättet die Defizite der Infrastruktur.

Bei der Kombination größerer Druck und stärkerer Entlastung arbeiten Feder und Anschlag mit den hydraulischen Kissen, die für Druck und Zug zuständig sind. Während ein mechanischer Anschlag die Energie vollständig absorbiert und nur teilweise wiedergibt, absorbieren die hydraulischen Kissen die Energie und führen sie ab, so dass es keine Rückfederung mehr gibt. Gleichzeitig gibt es allerdings keine differenzierten Fahrprogramme mehr wie bei der Hydropneumatik. Zusammen mit den neu entwickelten Sitzen, die unter anderem auch den Rücken entlasten, verspricht die Marke gehobenen Komfort in der Kompaktklasse.

Angeboten wird die Federungstechnik zunächst ausschließlich im C4 Cactus. Später werden weitere Modellreihen folgen, doch „wird der fliegende Teppich wahrscheinlich nicht in den kleinen Baureihen angeboten werden“, erklärt ein Techniker der Marke. Auch die Nobelmarke DS wird von dem Federungssystem profitieren. Das SUV C5 Aircross, das zurzeit exklusiv in China angeboten wird, federt bereits wie ein „fliegender Teppich“. Nach dem Pariser Autosalon im Oktober kommenden Jahres wird das Modell auch in Europa auf die Straßen rollen.

Mit der Überarbeitung verliert der C4 Cactus allerdings etwas von seiner Originalität. Aus dem unverwechselbaren urbanen Crossover wird nun ein klassisches Kompaktmodell, bei dem nur noch das „Cactus“ in der Modellbezeichnung an den originellen „Straßen-Cowboy“ erinnert. Die Airbumps als Schutz gegen Parkplatzrempler, bisher unübersehbares Erkennungszeichen, sind auf ein Designelement geschrumpft. Geblieben ist ein aufgeräumter und großzügiger Innenraum, der viel innovativen Geist ausstrahlt, was aber wiederum nicht für die hinteren Seitenfenster gilt, die sich lediglich aufklappen lassen. „Unsere Kunden haben sich bisher nicht darüber beklagt und deshalb haben wir das nicht geändert“, erklärt Citroën-Chefin Linda Jackson die Klappfenster.

Als Antrieb stehen drei Benziner und vier Diesel zur Wahl, wobei noch nicht entschieden ist, welche Motorisierungen für welchen Markt gewählt werden. Der 4,14 Meter lange C4 Cactus (Radstand 2,60 Meter) wurde außerdem mit den heute üblichen Konnektivitätslösungen und Assistenzsystemen ausgestattet. (ampnet/ww)

C-Zero und Ion werden überarbeitet

ampnet – 7. Juni 2017. Mit dem Modelljahr 2018 erfährt der rein elektrisch angetriebene Citroen C-Zero und der Peugeot Ion einige Neuerungen. Die Fahrzeuge verfügen jetzt über die Möglichkeit des bi-direktionalen Ladens und einen verbesserten Fußgängerschutz. Der C-Zero und der Ion können ab sofort ab 21 800 Euro bestellt werden. (ampnet/nic)

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Fahrbericht Citroen C3 Puretech 82 Shine: Vorrang für Schönheit und Komfort

ampnet – 22. Mai 2017. Ist das ein Blender? Äußerlich gibt der Citroen C3 den frischen, sportiven Kompakten mit spektakulärem, bunten Design, ganz dem Beispiel des größeren Citroen Cactus folgend. Innen geht es so weiter. Doch sowie er sich in Bewegung setzt, entpuppt sich auch der C3 als Auto, das ganz in der Tradition der Marke Citroen steht: Fahrkomfort für alle vier Menschen an Bord ist das höchste Ziel.

Schnell gefahrene Kurven quittiert der Citroen C3 mit starkem Wanken. Noch schneller gefahrene Kurven sind gar nicht sein Ding. Die Lenkung gibt nicht genug Rückmeldung, dass man sich ans Limit wagen wollte. Dafür bügelt das weiche Fahrwerk viele Unebenheiten eindrucksvoll glatt. Sein Konzernkollege auf derselben Plattform, der Peugeot 208, benimmt sich deutlich agiler und kurvenfreundlicher. Die Vordersitze sprechen dafür, dass der C3 seinen wahren Charakter nicht auf Landstraße, Autobahnen oder in den Bergen zeigt. Er mag das urbane Umfeld. Die Sitze sind klein, wenig komfortabel und bieten keinen Halt in Kurven.

Zum Stadtverkehr passt auch die Handschaltung. Deren fünf Gänge reichen, um das Drehzahlniveau beim Stadtverkehr verbrauchfreundlich tief zu halten, wenn auch der Dreizylinder-Benziner seine maximale Leistung von 82 PS bei relativ hohen Drehzahlen entwickelt. Wer diese Leistung spüren will, wird mit dem durchschnittlichen Normverbrauch von 4,7 Litern aus 100 km (nach NEFZ) nicht auskommen. Lange 14,6 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 174 km/h – das sind zwei weitere Werte, die den C3 bei den Stadtflitzern einordnen.

Das Innendesign präsentiert den C3 mit frischen Elementen wie die umlaufende Schmuckkante in Wagenfarbe. In unserem Testwagen in der Ausstattung Shine war das Mittelteil über die volle Breite mit Stoff bespannt. Ebenfalls als Mahnung an nachhaltige Lösungen oder als Erinnerungen an die Kleinwagen-Historie der Marke empfanden wir die breiten Gurte zum Zuziehen der Türen.

Fazit: Der Citroen C3 wendet sich an junge Menschen, vermutlich vorwiegend an weibliche. Sein Design zeigt die neue avantgardistische Linie der Marke Citroen mit deutlicher Betonung der Form vor der Funktion. Beispiel: Die Heckklappe öffnet zwar nach dem Umlegen der Rücksitzlehnen einen recht großen Laderaum, doch ragen die Heckleuchten so weit in die Ladeöffnung hinein, dass die weniger durchlässt als auf den ersten Blick vermutet. Und die breiten dominanten Schutz- und Schmuckteile über beide Türen des Catus werden mit ihrer Wiederholung beim C3 zu einem Designelement. Der Citroen C3 ist dennoch kein Blender. Allerdings geht bei ihm Schönheit und Komfort vor Funktion. (ampnet/Sm)

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Shanghai 2017: Citroen setzt weltweite SUV-Offensive fort

ampnet – 13. April 2017. Citroen setzt auf der Shanghai Motor Show (21.-28.4.2017) seine weltweite SUV-Offensive fort und präsentiert zwei neue Modelle: Als Weltpremiere enthüllt die Marke den neuen C5 Aircross. Das Concept Car C-Aircross, das ihm zur Seite steht, gibt einen Ausblick auf den künftigen Kompakt-SUV der Marke: den Citroën C3 Aircross. Beide Modelle, die bald auf den Markt kommen, öffnen den Weg zur neuen SUV-Generation.

Mit dem in China produzierten und vermarkteten neuen C5 erweitert Citroën sein Angebot in dem in China bedeutenden Segment der Stufenhecklimousinen. Das Concept Car Citroën CXperience, das im vergangenen Herbst auf dem Pariser Automobilsalon vorgestellt wurde, feiert ebenfalls in China Premiere. Das Fahrzeug demonstriert auf perfekte Weise das Programm Citroën Advanced Comfort und gibt einen Ausblick auf zukünftige große Citroën Limousinen. (ampnet/nic)

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Citroen C-Elysée wird geliftet

ampnet – 15. November 2016. Citroen spendiert dem C-Elysée ein Facelift. Die Stufenhecklimousine erhält für 2017 eine geänderte Frontpartie mit breiterem Kühlergrill und größere Scheinwerfern. Die Nebelscheinwerfer sind mit neuen Dekorelementen versehen. Ziel ist es, das Fahrzeug breiter wirken zu lassen. Auch das Armaturenbrett wurde überarbeitet.

Das neue 3-D-Navigationssystem mit Touchscreen und dem Zugriff auf vernetzte Dienste in Echtzeit ermöglicht es, mit zwei Fingern zu zoomen. Die Höhenunterschiede werden realistisch abgebildet. Sobald sich der Fahrer einer unübersichtlichen Kreuzung nähert, erscheint ein Pop-up-Fenster, das den Weg samt Verkehrsschildern verständlich anzeigt. Je nach Land werden neue vernetzte Dienste angeboten.

Der Citroen C-Elysée wird in Vigo, Spanien, produziert. Die Markteinführung des überarbeiteten Modells erfolgt im ersten Quartal nächsten Jahres. (ampnet/jri)

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