Preise für Fiat 500X S-Design beginnen bei 19 890 Euro

ampnet – 14. Juli 2017. Kurz vor der offiziellen Markteinführung gibt Fiat die Verkaufspreise für den neuen Fiat 500X S-Design bekannt. In der Version mit 1,6 Liter-Benziner (81 kW / 110 PS), kostet diese sportlichste Modellvariante des Crossover 19 890 Euro. Die Topmotorisierungen mit dem Benzinmotor 1.4 Multiair mit bis zu 125 kW / 170 PS sind für 27 890 Euro beziehungsweise der Turbodieselmotor 2.0 Multijet Turbodiesel mit 103 kW /140 PS und Automatikgetriebe für 28 590 Euro erhältlich. (ampnet/Sm)

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Zum 60. „Geburtstag“ ein „Anniversario“

ampnet – 7. Juli 2017. Am 4. Juli 2017 feierte der klassische Cinquecento seinen 60. Geburtstag. Jetzt bietet Fiat aus diesem Anlass im Juli das Sondermodell Fiat 500 Anniversario für eine Rate ab 60 Euro und mit einer Null-Prozent-Finanzierung an. In dem Angebot für Privatkunden bei teilnehmenden Fiat Händlern ist ein Bonus von 2500 Euro gegenüber dem regulären Preis berücksichtigt. Außerdem enthält es die vierjährige Fiat Garantie.

Das Sondermodell Fiat 500 Anniversario lässt mit den vom historischen Vorläufer inspirierten Karosseriefarben Riviera Grün und Sicilia Orange das Gefühl der 1950er Jahre wieder aufleben. Auch Designdetails wie Chrom-Elemente auf der Motorhaube, verchromte Abdeckkappen der Außenspiegel, historische Fiat Logos sowie das Styling der Leichtmetallräder sind eine Hommage an das Automobil, das nicht nur in Italien eine ganze Generation motorisierte. Der Schriftzug „Anniversario“ auf der Kofferraumhaube rundet die Optik ab. Der 500 Anniversario steht als Limousine und als Cabriolet mit Stoffverdeck zur Wahl. (ampnet/Sm)

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Vorstellung Fiat 500L: Alles für die Familie

ampnet – 2. Juni 2017. Italiener sind Familienmenschen, und deshalb kommt ein Italiener selten allein. Diese Eigenschaft haben die Fiat-Verantwortlichen auch auf die erfolgreichste Baureihe des Unternehmens übertragen und um den vor zehn Jahren auf die Straße gerollten 500 gleich eine Großfamilie entwickelt. Inzwischen besteht die 500er-Sippschaft aus acht Modellen, die in ganz unterschiedlichen Segmenten unterwegs sind.

Neben dem Klassiker rollt der 500X als Kompakt-SUV in den Varianten „City- Look“ und „Offroad-Look“ durch Wald und Forst, bringt der 500 Abarth, den Sportgedanken in die Familie, das Cabrio vermittelt italienische Momente und der 500L schließlich übernimmt mit seinen drei Varianten die Rolle des Familientransporters. Als am 4. Juli 1957 die ersten „Cinquecentos“ auf die italienischen und später europäischen Straßen rollten, hätte sich niemand eine derartige Vielfalt vorstellen können.

Wie vor 60 Jahren hat sich der neue 500er schnell wieder zu einer automobilen Ikone entwickelt, und das zeigt sich nun auch beim überarbeiteten 500L. Im Vergleich zum Vorgänger des seit fünf Jahren gebauten Familien-Vans wurden insgesamt 40 Prozent aller Bauteile ausgetauscht und vor allem die Frontpartie den verschiedenen 500er-Varianten angepasst. So übernehmen der 500L Urban und der 500L Wagon Elemente aus der Frontpartie des 500ers, während sich die Variante Cross (sie ersetzt das Modell Trekking) bei der Frontgestaltung am 500X orientiert.

Auch der Innenraum wurde von den Kreativen des Hauses kosmetisch neu gestaltet und zeigt sich nun wesentlich aufgeräumter. Die ausgewählten Materialien und ihre saubere Verarbeitung tragen zur angenehmen Atmosphäre bei. Dank der großzügig dimensionierten Glasflächen, die sich durch ein je nach Ausstattungsniveau optionales Glasdach noch weiter vergrößern lassen, ist der Innenraum hell und freundlich. Die neuen Instrumente sind ergonomisch günstig platziert, und auch der berührungsempfindliche Sieben-Zoll-Bildschirm liegt im Blickfeld des Fahrers. Über den Bildschirm läuft (je nach Ausstattung) das Unterhaltungspaket Uconnect, und außerdem lassen sich über Apple Carplay beziehungsweise Andoid Auto die Funktionen des Smartphones nutzen. So lassen sich neben dem Musikstreaming-Diensten auch Verkehrs- oder Wettermeldungen empfangen.

Fahrer und Beifahrer sitzen auf angenehm konturierten Sitzen, und auch für die Fondpassagiere steht ausreichend Platz zur Verfügung. Angesichts der kompakten Außenlänge von 4,24 Metern stehen im 500L durchaus großzügige Platzverhältnisse zur Verfügung. In den größten Kofferraum im Segment passen zwischen 455 und 1480 Liter. Da ist auch schon ein Ausflug ins schwedische Möbelhaus möglich.

Neben den beiden als Fünfsitzer ausgelegten Varianten Urban und Cross stellt die Version Wagon noch mehr Raum für Familie und Transport bereit. In dem auf 4,38 Meter verlängerten XL-500L ist Platz für bis zu sieben Personen und ein Kofferraumvolumen von immer noch 416 Litern, das sich auf 638 (als Fünfsitzer) oder 1784 Liter ausdehnen lässt. Platz genug für Freizeit und Familie.

Neben den beiden Versionen Urban und Wagon, die vor allem für Familienmenschen entwickelt wurden, ist der Cross, das zeigt schon die etwas martialisch geratene Frontpartie, eher für (moderate) Abenteuer suchende Zeitgenossen entwickelt worden. Unterfahrschutz, eine um 25 Millimeter höher gelegte Karosserie sowie der Drive Mode Selector im Innenraum weisen den Cross zwar nicht als vollwertiges Geländemodell aus, doch sollten Ausfahrten im leichten Gelände ohne größere Probleme möglich sein. Neben der Stellung „Normal“ für Fahrten auf Asphalt, aktiviert die Stellung „Traction+“ bis 30 km/h eine elektronische Differenzialsperre in der Vorderachse. Gravity Control wiederum aktiviert die Bergabfahrhilfe. Um den Erfolg des Kompakt-SUV 500X nicht zu gefährden, muss der Cross auf Allradantrieb verzichten.

Der überarbeitete 500L greift auf die vertraute Antriebstechnik zurück, und auch beim Fahrwerk verzichteten die Fiat-Entwickler auf Eingriffe. Sieben Euro-6-Motoren stehen zur Wahl. Neben den Benzinern mit Leistungswerten von 70 kW / 95 PS bis 88 kW / 120 PS) sorgen zwei Turbodiesel mit ebenfalls 95 PS und 120 PS) für Vortrieb. Außerdem kann der 500L auch mit einem bivalenten Benzin-Erdgasantrieb geliefert werden. Die Leistung des Twinair-Zweizylinders liegt dann bei 59 kW / 80 PS.

Wie bisher ist die Abstimmung zwischen Dämpfung und Federung angenehm, so dass sich die Einflüsse der vernachlässigten Infrastruktur nicht wirklich störend auswirken. Dank der guten Dämmung stören auch keine akustischen Phänomene den Fahrkomfort.

In Deutschland wird der aufgefrischte 500L in den ersten Juli-Tagen auf den Markt gerollt. Die Preisliste beginnt beim Einführungsangebot mit 13 990 Euro und später bei 17 790 Euro für den Twinair Turbo und endet bei 22 240 Euro für den 500L Cross (88 kW/120 PS). Bereits die Basisversion Popstar wird mit sechs Airbags, Klimaanlage, Tempomat sowie elektrisch beheizten und einstellbaren Außenspiegeln ausgerüstet. In der Version Lounge kommen unter anderem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Glasdach und Nebelscheinwerfer hinzu. (ampnet/ww)

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Fahrbericht Fiat Tipo Kombi 1.6 Multijet Lounge

ampnet – 1. Juni 2017. Wenn das keine Kampfansage ist: Mehr als 5000 Euro liegen zwischen dem Basispreis eines Fiat Tipo Kombi und dem eines Golf Variant. Natürlich gibt es auch andere Unterschiede, aber sind die tatsächlich diese Summe wert? Wer auf’s Geld gucken muss, sollte auch einen Blick auf die italienische Familienkutsche mit Herkunft aus der Türkei riskieren.

Rund 22 Jahre ist es her, dass zuletzt ein Fiat mit Namen Tipo zu den Kunden rollte. Mit der Wiederbelebung der bekannten Modellbezeichnung startet der italienische Konzern jetzt seinen Angriff auf die Kompaktklasse. Und offenkundig weiß man in Turin, worauf es einer preissensiblen Kundschaft ankommt. Praktisch und sparsam soll der Wagen sein, eine ordentliche Ausstattung haben und obendrein viel Gepäck aufnehmen. Design und Gimmicks? Geschenkt! Das vermeintliche Gütesiegel „Premium“ ist den meisten herzlich wurscht.

Seine Qualitäten als nützlicher Begleiter durch den Alltag durfte in diesem Test ein Tipo mit 120-PS-Dieselmotor beweisen. Der 1,6 Liter große Vierzylinder hat schon in einigen anderen Konzernmodellen seine Standfestigkeit und Genügsamkeit bewiesen. Mit 320 Newtonmetern maximalem Drehmoment verspricht er den laut Hersteller rund 1400 Kilogramm leichten Fünftürer mit angemessenem Temperament zu versorgen.

Wenig spektakulär, aber sehr gefällig ist das Äußere geraten. Die Front wirkt selbstbewusst, ist breit angelegt und der mit schwarzen Kunststoff-Rauten verschlossene Kühlergrill hat nichts von der Kleinwagen-Bescheidenheit, die viele Jahre Kennzeichen von Fiat-Produkten war. Die schwarz lackierte B-Säule und die in vier Segmente geteilte Fensterfront streckt die Silhouette, das Heck mit den geteilten Rückleuchten könnte ebenso gut von einem Kombi asiatischer Herkunft stammen. Die Ladekante ist mit 65 Zentimetern erfreulich niedrig und die Klappe öffnet sich bis zu einer lichten Höhe von 1,87 Metern.

Den Wunsch, den Tipo mit einem Kampfpreis in sein zweites Leben starten zu lassen, spiegelt das Cockpit wider. Es ist zwar harmonisch und praktisch gestaltet, die großflächige Verwendung von Plastikteilen war aber offenkundig aus Kostengründen nicht zu vermeiden. In Sachen Verarbeitung und Qualitätsanmutung ist zweifellos ein Schritt nach vorn gelungen, wenn auch hier und da noch Verbesserungspotenzial zu erkennen ist. Das Gurtschloss für die vorderen Sitze ist so tief angebracht, dass die mittlere Armlehne den Weg dorthin behindert. Ablagen – für einen Familien-Pkw von großer Bedeutung – gibt es reichlich. Flaschenhalter in den Türen sind zwar vorhanden, mit 1,5-Liter-Behältern aber überfordert. Dass es den Sitzen an Seitenstabilität fehlt, fällt kaum auf, denn der Tipo verleitet nicht zu eiliger Kurvenjagd.

Wo man noch kleine Beträge einsparen kann, zeigt Fiat beim Tankdeckel. So wie es Ford schon geraume Zeit praktiziert, befindet sich hinter der Klappe kein zusätzlicher Verschluss mehr. Die vier Türen sind groß dimensioniert und öffnen sich weit, so dass der Einstieg leicht fällt. Nicht ganz so geräumig wie vorn ist das Platzangebot im Fond, aber es unterscheidet sich nicht von dem bei der Konkurrenz. Es herrscht genug Ellbogenfreiheit und der Stauraum für die Knie von Erwachsenen ist akzeptabel.

Wer sich den Kofferraum näher ansieht, wird feststellen müssen, dass Aus- und Einbau der Gepäckabdeckung mitunter etwas hakelig verläuft. Ist das Rollo aus dem Weg, wird ein enorm aufnahmefähiges Transportfach sichtbar. Mit 550 Litern (bei fünfsitziger Auslegung) gehört es zu den größten im Segment. Die rückwärtigen Lehnen sind im Verhältnis 40 : 60 teilbar und die Sitzpolster separat versenkbar. Mit wenigen Handgriffen entsteht so ein 1,60 Meter langer Laderaum mit komplett ebenem Boden. Er ist zwischen den Radkästen einen Meter breit und fasst maximal 1650 Liter Volumen. Die Zuladung ist so bemessen, dass fünf Insassen noch rund 100 Kilogramm Gepäck mitführen können. Unter dem Ladeboden ist außerdem noch Platz für Kleinteile.

Beim Tipo heißt die komfortabelste Ausstattungslinie „Lounge“ und sie bringt ab Werk folgende Details mit: Leichtmetallfelgen der Größe 16 Zoll, Klimaautomatik mit Pollenfilter, Touchscreenradio mit 7-Zoll-Bildschirm, USB- und AUX-Buchse, Licht- und Regensensor, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelichtfunktion, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, Tempo-Regelanlage, Mittelarmlehne vorn, 12-Volt-Steckdose im Gepäckraum und automatisch abblendenden Innenspiegel.

Der Testwagen war zusätzlich mit Lederpolstern (+ 990 Euro), Parksensoren hinten, Navigationssystem und Rückfahrkamera (zusammen 1990 Euro) sowie City-Notbremsassistent, Geschwindigkeitsbegrenzer und adaptiver Geschwindigkeitsregelanlage (zus. 600 Euro) versehen. Für 26 570 Euro hat man dann so ziemlich alles an Bord, was die Preisliste hergibt, denn die High-Tech-Huberei anderer Kompaktwagen-Hersteller macht Fiat nicht mit. Weder LED-Scheinwerfer noch elektrische Sitze sind im Angebot, Adaptivdämpfer ebenso wenig.

Bei der Kraftübertragung muss man sich nicht mehr nur mit der Sechs-Gang-Handschaltung begnügen. Inzwischen ist auch ein Doppelkupplungsgetriebe lieferbar. Die manuelle Box findet sauber die Übersetzungen, läuft leichtgängig durch die Gassen und passt gut zum 1,6-Liter-Selbstzünder. Beim Beschleunigen ist im zweiten und dritten Gang der Zuwachs an Drehmoment deutlich spürbar, die Geräuschkulisse hält sich in Grenzen. Bis in den sechsten Gang schnurrt der Vierzylinder unauffällig hoch, dann werden die Windgeräusche dominant und die Höchstgeschwindigkeit interessiert einen nicht wirklich mehr. Genau 191 km/h (GPS-Messung) waren es beim Testwagen, neun Stundenkilometer weniger als das Datenblatt versprach.

Dass die Realität nicht das hält, was die technischen Daten versprechen, kennt man eher vom Kraftstoffverbrauch. Und wer annimmt, dass 3,7 Liter auf 100 Kilometer im Alltag zu erreichen sind, glaubt wohl auch noch an den Weihnachtsmann. Zwei Liter mehr waren es bei dieser Testfahrt. Das klingt viel, relativiert sich aber, wenn man eine andere Rechnung aufmacht: Mit einem Listenpreis von 21 450 Euro liegt der Tipo exakt 4625 Euro unter einem vergleichbar motorisierten Golf Variant. Setzte man diesen Betrag in Kraftstoff um, käme man mit dem kleinen Italiener rund zweimal um den Erdball.

Fazit: „Brot-und-Butter-Auto“ ist längst kein Schimpfwort mehr, schon gar nicht, wenn es so vernünftig, praktisch und vielseitig gemacht ist wie der Tipo Kombi. Auch wenn der Wagen nicht jeden Wunsch erfüllen kann, so bietet er doch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, ansprechende Fahrleistungen und soliden Komfort. (ampnet/afb)

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Fiat Panda rutscht unter 7000 Euro

ampnet – 9. Dezember 2016. Noch bis zum 31. Dezember 2016 können Käufer eines Fiat Panda 1.2 8V besonders viel sparen. Unter Berücksichtigung einer zusätzlich gewährten Fiat- und Händlereintauschprämie für den Altwagen von über 2000 Euro im Rahmen der Aktion „Big Deal“ sind alle sofort lieferbaren Exemplare des kleinen Italieners ab 7990 Euro zu haben. Bei einer Finanzierung über die FCA-Bank erhöht sich der Kundenvorteil um weitere 1000 Euro auf ein Angebot von nur noch 6990 Euro für den Fiat Panda 1.2 8V in der Ausstattungsversion Easy (regulärer Preis 10 290 Euro). Das Modell wird damit zum zweitgünstigsten Neuwagen auf dem deutschen Markt.

Das Aktionsangebot für den höher ausgestatteten Fiat Panda 1.2 8V Lounge beträgt 8990 Euro beziehungsweise 7990 Euro bei Finanzierung. (ampnet/jri)

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Vorstellung Fiat 124 Spider: Pasta mit Stäbchen

ampnet – 12. Juni 2016. Er ist wieder da! Genau 50 Jahre nach dem ersten Fiat 124 Spider von 1966 präsentiert der italienische Hersteller dessen aktuellen Nachfolger. Doch im Gegensatz zum 60er-Klassiker, der komplett in Turin entstanden war, stammt der neue 124 Spider aus einer Kooperation mit Mazda. Die Japaner aus Hiroshima stellten Plattform und Technik ihrer jüngsten MX-5 zur Verfügung. Und ihre Fertigungsanlagen. Fiat steuerte die Motoren und das eigenständige Design bei. Für 26.490 Euro in der umfassend ausgestatten Version „Lusso“ (Luxus) ist ein harmonisches Ergebnis entstanden. Mit 103 kW / 140 PS kommt in dem offenen Zweisitzer schnell viel Freude auf.

Die an Kooperationen internationaler Autobauer reiche Geschichte führt als dünnstes Kapitel „italienische-japanische Zusammenarbeit“. Bislang hatten zwischen 1983 und 1986 nur einmal die Kollegen von Nissan und Alfa Romeo zueinander gefunden, um gemeinsam eine kompakte Schräghecklimousine namens Alfa Romeo Arna auf die Straße zu bringen. Statt auf die Verbindung von Formgefühl der Italiener beim Design und das der Japaner für Zuverlässigkeit und Fertigungsqualität zu setzen, kam es genau anders herum. Italiener fertigten in einem neuen Werk japanisches Design mit italienischer Technik. Das Ergebnis ist schnell erzählt: Der Arna war einer der größten Flops in der Autogeschichte.

Nun haben beim 124 Spider Fiat und Mazda zueinander gefunden. Und diesmal alles richtig gemacht. Gestartet war die Kooperation ursprünglich mit dem Ziel, Alfa Romeo mit einem neuen Spider zu versorgen. Nach dem Ausstieg von Alfa sprang Fiat auf. Der größte italienische Autobauer hat bei offenen Zweisitzern eine lange Tradition zu verteidigen. Der erste 124 begeisterte mit seiner bildhübschen zeitlosen Form, sportlichen Fahreigenschaften trotz 44 kW / 60 PS und einem leistungsgerechten Antrieb. Wenn auch die Begriffe „Kult“ und „Legende“ in Verbindung mit Automobilen so strapaziert sind, wie Nerven und Geduld regelmäßiger Kunden der Deutschen Bahn AG, so darf sich doch der 124 ohne Wenn und Aber mit beiden Bezeichnungen schmücken. Kein Wunder, dass er bis 1985 in Produktion blieb. Immerhin zehn Jahre währte die Karriere des Nachfolgers Barchetta von 1995 bis 2005.

Nun schlägt der neue 124 Spider ein weiteres Kapitel in Fiats Cabrio-Historie auf. Die enge Verwandtschaft zum MX-5, der es seit 1989 zur die nunmehr vierte Generation gebracht hat und mit knapp einer Million Einheiten der erfolgreichste Roadster aller Zeiten ist, lässt den direkten Vergleich nahe liegen. Doch das würde den beiden Brüder im Geiste und der Plattform nicht gerecht werden.

Der Fiat übernimmt ohne Einschränkung, das, was sich bim Mazda bewährt hat. Die kompakte Länge, von 4,05 Meter, den Heckantrieb mit dem längs eingebauten Vierzylinder unter der Fronthaube. Und natürlich das genial einfach zu bedienende Stoff-Verdeck: Riegel über dem Frontscheibenrahmen lösen, Verdeck nach hinten klappen, einrasten lassen, fertig. Eine elektrische Verdeckbetätigung könnte das nur schneller schaffen, wenn sie mit einer höheren Geschwindigkeit arbeiten würde, als der Spider, der maximal 217 km/h schafft.

Die Sitze passen wie italienische Maßschuhe. Zumindest bis knapp 1,90 Meter Körpergröße. Doch auch der Lulatsch muss dann nicht mit wirklich gravierenden Einschränkungen beim Komfort leben. Und dank der unveränderten Übernahme darf der Spider-Lenker der knackigen Schaltung mit den kurzen Wegen eines Joysticks aus dem MX-5 einen weiteren Lorbeerkranz winden.

Motoren liefert Fiat eigene nach Hiroshima. Einmal einen 1,4-Liter mit 102 kW / 140 PS. Während Mazda auf Sauger vertraut, setzt Fiat auf Turboaufladung. Das passt ausgezeichnet, denn das üppige Drehmoment von 220 Newtonmeter ab 2250/min sorgt für einen sämigen Durchzug und fördert im Flaniermodus eine schaltfaule Fahrweise. Mit der präzisen und direkten Lenkung lässt sich der 1125 Kilo schwere Zweisitzer sportlich und präzise über kurvige Strecke zirkeln. Beim Fahrwerk ist den Entwicklern ein vernünftiger Kompromiss gelungen. Für die sportliche Gangart ist genügend Straffheit vorhanden, fürs Bummel oder die Langstrecke bleibt ausreichend Komfort, um den Spider als rundum alltagstaugliches Auto zu qualifizieren.

Mit seinem Design schafft der Spider zudem die notwendige Distanz zum japanischen Bruder. Die Form des Fiat ist eigenständig, zitiert den Ahn von 1966 gekonnt, ohne in einen Retrolock abzugleiten, der bekanntlich eine eher kurze Halbwertszeit besitzt. Im Rücken der Passagiere, quasi in der Verlängerung der Mittelkonsole findet sich ein praktisches Ablagefach. Gut geschützt sind wertvollere Gegenstände in Staufächern hinter den Sitzlehnen. 190 Liter Gepäckraumvolumen verschrecken bekanntlich keinen potentiellen Kunden eines sportlichen Zweisitzers und somit bleibt für die Meckerecke nur die fehlenden Halter für Getränke übrig oder der bescheidene Fußraum für den Beifahrer. Der kleine lederne Volant mit dickem belederten Kranz könnte zudem bei der Verstellung neben der vertikalen auch eine in der Tiefe vertragen.

Pasta oder Sushi? Wie bei beiden beliebten Spezialitäten der italienischen, beziehungsweise japanischen Küche bleibt die Wahl zwischen 124 Spider und MX-5 am Ende reine Geschmacksache. Die Preisliste leistet ebenfalls keine Hilfestellung. Beide starten ab 23.990 Euro, wobei die Basismotorisierung des Mazda bei 96 kW / 131 PS liegt. Die 26.490 Euro teure Ausstattung „Lusso“ beim 124 geht schon eher hilfreich zur Hand. Sie bietet unter anderem Ledersitze, Klimaautomatik, 17-Zöller aus Leichtmetall oder elektrisch verstellbare und heizbare Außenspiegel. Ein reelles Angebot. Dann ist der 124 Spider ein Genuss. Ähnlich wie eine gute Pasta, die mit Essstäbchen gereicht wird. Wer sine Pasta gerne als Hauptspeise in einer größeren Portion möchte, dem legt Fiat den 124 Spider Abarth ans Herz. Mit 124 kW / 170 PS, weniger Gewicht und einem Sound wie die Stimme von Gianna Nanini. Allerdings sind dann glatte 40.000 Euro fällig. (ampnet/tl)

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