Der neue VW Polo

ampnet – 16. Juni 2017. Volkswagen hat heute in Berlin den neuen Polo präsentiert. Die sechste Generation des Kleinwagens erscheint im Laufe des Jahres mit einem komplett neuen Design und zu Preisen ab 12 975 Euro. Eine Vielzahl von Assistenz- und Komfortsystemen war bislang nur aus dem Golf und dem Passat bekannt.

Bereits die Basisversion – bei Volkswagen heißt sie Trendline – verfügt serienmäßig über LED-Tagfahrlicht mit Coming- und Leavinghome-Funktion, eine Geschwindigkeitsregelanlage, das Umfeldbeobachtungssystem Frontassist mit City Notbremsfunktion und Fußgängererkennung. Besonders interessant ist das optional erhältliche System „Blindspot Detection“ mit Ausparkassistent und einer Rangier-Bremsfunktion zur Verhinderung von Parkremplern.

Die Adaptive Cruise Control (ACC) ist ebenso neu im Polo wie der 66 kW / 90 PS leistende TGI-Motor mit Erdgas-Direkteinspritzung. Diese Motorisierung war zuvor nur für den Golf und den Passat erhältlich. Vier Benziner, unter anderem der neue 1,5-Liter TSI, und zwei TDI-Motoren mit einem Leistungsspektrum von 48 kW / 65 PS bis 110 kW / 150 PS stehen überdies zur Wahl.

Auto und Computer verschmelzen auch im Polo immer mehr miteinander. So ist für den zweitkleinsten VW die aktuellste Version des „Active Info Display“ mit bis zu acht Zoll großem Bildschirm verfügbar. Volkswagen will mit dem Polo speziell junge Autofahrer begeistern. So verfügt die neue Modellgeneration über alle Features, die das Auto zu einem rollenden Smartphone machen. Ferner steht mit dem Polo „Beats“ ein Modell in den Startlöchern, das mit einer 300-Watt-Anlage für ausgeprägten Musikgenuss sorgt. Außerdem zeigte Volkswagen schon den Polo GTI, der das Topmodell seiner Baureihe repräsentiert. Sein Zwei-Liter-Motor leistet 147 kW / 200 PS.

Der Polo als Grundmodell ist gemessen an der Serienausstattung günstiger geworden, zumal er nur noch als Fünftürer zu haben ist. Doch Dank des üppigen Angebots von Extras lässt sich der kompakte Wolfsburger leicht zum Luxus-Flitzer für über 20 000 Euro aufmotzen. Angesichts der vielen nützlichen Assistenzsysteme ist das jedoch durchaus eine lohnende Option. (ampnet/tw)

Volkswagen bringt Sondermodell Special Up

ampnet – 9. Juni 2017. Volkswagen startet ab sofort mit dem Vorverkauf des Sondermodells Special Up. In Anlehnung an den Käfer Special Bug aus dem Jahre 1982 nimmt das neue Sondermodell einige Details des Urahn auf und erweitert die Up-Familie so um einen besonderen Hingucker. Die Preise für den Special Up starten in Deutschland ab 13 625 Euro.

Volkswagen bietet das Sondermodell einmal als Abbild des Käfer-Originals mit der Außenlackierung in black pearl und in Verbindung mit 17-Zoll-Felgen in der Farbe sandstorm yellow an. Darüber hinaus kann das Sondermodell in der Außenfarbe savanna gold mit schwarzen Leichtmetallfelgen des Typs „Polygon“ bestellt werden. Beide Varianten sind mit dem Schriftzug „special“ auf der Außenseite des Fahrzeugs versehen.

Im Innenraum verfügt das Sondermodell über eine serienmäßige Ambientebeleuchtung, Einstiegsleisten in Aluminium mit Schriftzug „up!“, eine Sitzheizung und einen schwarzen Dachhimmel. Außerdem sind die Sitzbezüge und das Dashpad in savanna gold erhältlich. Der Special Up black pearl ist ab 13 625 Euro zu haben, die Variante in savanna gold ab 13 775 Euro.

Zusätzlich bereichert der Eco Special Up mit nachhaltigem Erdgasantrieb (nur in Verbindung mit der Variante black pearl) das Modellprogramm. Angetrieben wird der als Zwei- und Viertürer lieferbare Cityspezialist von einem modernen Erdgasmotor. Das Sondermodell mit 1.0 TGI-Motor und Fünfgang-Getriebe ist ab einem Einstiegspreis von 16 600 Euro erhältlich. (ampnet/nic)

Vorstellung Volkswagen Arteon: Der Über-Passat

ampnet – 31. Mai 2017. Der Volkswagen Arteon passt genau in die Lücke zwischen Passat CC und Phaeton. Beide gibt es aber nicht mehr. Bis der Phaeton unter Umständen als Elektroauto wieder am Marktgeschehen teilnimmt, steht der Arteon deswegen an der Spitze des Limousinen-Angebots der Wolfsburger in Europa – sozusagen als Über-Passat. Diese Einordnung werden die Marketingexperten von Volkswagen vermutlich nicht gern hören. Hatten Sie doch schon versucht, den Volkswagen CC als eigenständiges Modell zu positionieren, nachdem sie ihn zunächst als den schönsten aller Passats präsentiert hatten. Für den Arteon prägen sie nun einen neuen Begriff, der in der Tat zutreffend beschreibt, wie das neue Auto sich von der Mittelklasse der Marke abheben soll: nach oben, als Business Class Gran Turismo.

Mit 4,77 Metern neun Zentimeter länger, mit 1,87 m fünf Zentimeter breiter und mit 1,45 m drei Zentimeter flacher zeigen die Maße des Arteon im Vergleich zum Passat dennoch eine andere Statur als die paar Zentimeter vermuten lassen. Er wirkt mit seinem Radstand von 2,84 Metern und der an den CC angelehnten Silhouette deutlich gestreckter als beide Passat-Varianten. Auch die Breite weist ihn als Mitglied einer gehobenen Klasse aus. Der Arteon ist so breit, dass er von Rechts wegen bei normalen Autobahn-Baustellen mit 2,10 m breiten Fahrstreifen bei seiner Gesamtbreite von 2,13 m zwischen die Lkw auf die rechte Spur gehört. Angesichts des bislang aufregendsten Designs einer VW-Limousine wird die Autobahn-Polizei sicher gern beide Augen zudrücken.

Der Passat war immer der allseits akzeptierte nette Nachbar. Und selbst der „Schönling“ CC hatte nicht das Zeug dazu, Begeisterungsstürme auszulösen. Begeisterung ist auch für den Arteon nicht der richtige Begriff. Dennoch: Sein markantes, dynamischer wirkendes Design hebt ihn von dem ab, was Wolfsburg uns sonst bewusst als gängige Hausmannskost serviert.

Man mag Fließheck-Limousinen mögen oder nicht – diese ist eine der gelungensten, die mit Heckklappe und Laderaum einen der Vorteile dieses Konzepts voll ausspielt: normal 563 Liter Kofferraum, erweiterbar auf insgeamt 1577 – ein Wert, der manchen Kombi schwach aussehen lässt. Aber wer kauft schon ein solches Auto wegen Gepäckraum, Zuladung (maximal knapp 600 kg) oder Anhängelast (maximal 2200 kg)? Es geht vor allem um die inneren Werte, die der erlebt, der den Arteon besteigt. Eine Überraschung erwartet ihn dort nicht. Der Innenraum entspricht genau dem, was die Marke vorgibt: eine unaufgeregte, funktionale Gestaltung gepaart mit hochwertigen Materialien und gut verarbeitet.

Auch die Bedienung gibt wenig zum Grübeln auf. Genau das richtige Maß zwischen Funktionen, die – ganz analog – von Tastern und Reglern gesteuert werden und eine schnell erfassbare Menüführung für die digitale Steuerung von Infotainment und Fahrzeugeigenschaften. Head-up-Display und das vielfach einstell- und programmierbare virtuelle Cockpit können hier ihren ganzen Reiz ausspielen und zusätzlich High-Tech-Atmosphäre verbreiten, wenn man es mitbestellt.

Der Arteon geht zuerst mit drei Turbodirekteinspritzern an den Start: ein 206 kW / 280 PS starker TSI-Benziner und zwei TDI-Diesel mit 110 kW / 150 PS und 176 kW / 240 PS. Drei weitere Motoren werden später dazukommen: der neu entwickelte 1.5 TSI Evo mit 110 kW / 150 PS (mit Zylinderabschaltung) sowie ein TSI und TDI mit jeweils 140 kW / 190 PS. Alle Motoren können mit einem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kombiniert werden (Ausnahme: Der 110-kW-TSI in Deutschland nur mit manuellem Getriebe). Für die TSI gehört das DSG ab 140 kW zur Serienausstattung; im Falle der TDI ist es in der 176-kW-Version serienmäßig an Bord. Der 280-PS-TSI und 240-PS-TDI sind generell mit dem Volkswagen-Allradantrieb 4Motion ausgestattet. Für den 140-kW-TDI steht er optional zur Verfügung. Alle anderen Modelle besitzen Frontantrieb.

Volkswagen ist stolz darauf, bei den Assistenzsystemen nicht nur ins Konzernregal gegriffen, sondern neue Technologien hinzugefügt zu haben. So berücksichtigt die automatische Distanzregelung (ACC) jetzt auch Geschwindigkeitsbegrenzungen, Kurven, Kreisverkehre und Abzweigungen und passt die Geschwindigkeit an. Das neue, dynamische Kurvenlicht erkennt aufgrund der GPS- und Straßendaten des Navigationssystems ebenfalls, wann eine Kurve kommt und leuchtet sie bereits aus, bevor der Fahrer sie ansteuert. Die zweite Generation des „Emergency Assist“ bremst jetzt – sollte der Fahrer gesundheitsbedingt ausfallen – den Wagen nicht nur bis zum Stillstand auf der Fahrspur ab, sondern lenkt den Arteon, sofern es der rückwärtige Verkehr zulässt, nun auch auf die ganz rechte Fahrspur.

Volkswagen wird seinen Gran Turismo europaweit in drei Ausstattungsversionen anbieten: „Arteon‘‘, „Elegance‘‘ und „R-Line‘‘. Bereits in der Grundversion sind zum Beispiel LED-Scheinwerfer, Progressivlenkung, Spurhalteassistent, Umfeldbeobachtungssystem, „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion, Leichtmetallräder und das Infotainmentsystem „Composition Media‘‘ an Bord. Der Elegance setzt stark auf eine elegante Ausrichtung, die R-Line betont die Sportlichkeit und erkennt man von vorn an den großen Lufteinlässen nach Art des Golf R.

Die Preise für das aktuelle Motorenangebot reichen von 39 675 Euro für einen frontgetriebenen Arteon TDI SCR mit 110 kW / 150 PS und DSG für 39 675 bis zum TDI SCR 4Motion mit DSG und 176 kW / 240 PS als Elegance für 51 600 Euro und R-Line für 52 175 Euro. Zu den Sonderausstattung zählen ein Panoramadach, eine Drei-Zonen-Klimaautomatik („Air Care Climatronic‘‘ inklusive Luftgütesensor und Antiallergen-Filter), Massagesitze vorn, Lenkradheizung, Sonderpakete („Business‘‘ und „Top-Paket‘‘), eine dreifarbige Ambientebeleuchtung, eine adaptive Fahrwerksregelung, Leichtmetallfelgen in 18, 19 und 20 Zoll und Nappa-Lederausstattungen.

Wir fuhren jetzt den Arteon mit dem stärksten Benziner und erlebten ihn mit diesem Motor als angenehme Reise-Limousine mit einem spürbaren Hang zu Höheren, gern auch zu höheren Geschwindigkeiten. Der Fahrkomfort ist hoch, würde allerdings als noch besser empfunden werden, wenn das Fahrwerk Unebenheiten weniger laut zu Gehör bringen würde. Der Verbrauch auf unserer meist eher gemächlichen Tour durchs norddeutsche Flachland lag gut über acht Litern – auf der Autobahn sicher ein Wert zum Träumen, aber angemessen angesichts des Fahrzeuggewichts von rund 1,8 Tonnen (mit zwei Passagieren) und 280 PS. (ampnet/Sm)

Zwei Azubi-Showcars: GTI-Treffen unter Strom

ampnet – 24. Mai 2017. Zum GTI-Treffen am Wörthersee gehört traditionell ein von VW-Auszubildenden gebautes Showcar. In diesem Jahr sind es bis zum 27. Mai gleich zwei. Aus Wolfsburg kommt mit dem Golf GTI „First Decade“ der erste GTI, der auch mit Strom fahren kann. Azubis aus den ostdeutschen VW-Standorten bringen ihren GTE Variant „impulsE“ mit.

Der Golf GTI „First Decade“ ist der zehnte Azubi-GTI. Er kombiniert 300 kW / 410 PS aus einem Benziner für den Antrieb der Vorderräder mit einem 48 Volt-Elektromotor, der die Hinterräder mit einer Spitzenleistung von 12 kW / 16 PS antreibt. Beide Antriebsarten funktionieren einzeln und agieren bei Bedarf auch Hand-in-Hand. Das Fahrzeug kann konventionell (Frontantrieb), im rein elektrischen Modus (Heckantrieb) und kombiniert (Allradantrieb) gefahren werden. Die leichte Elektrifizierung bietet den Vorteil des emissionsfreien und leisen Fahrens beim Aus- und Einparken sowie auf kurzen Distanzen in Anliegerzonen oder bei Stop-and-Go-Verkehr. Durch Rekuperation werden zwei Batterien im Fahrzeugheck aufgeladen.

Bei der Gestaltung von Interieur und Exterieur haben sich die fünf Frauen und acht Männer im Alter von 18 bis 23 Jahren aus sechs Berufen von den vielfältigen Blautönen von Wasser und Himmel am Wörthersee inspirieren lassen. Anstelle von Rücksitzen und Kofferraum hat der Zweisitzer ein High-End-Soundsystem mit 1690 Watt aus elf Lautsprechern und einem Subwoofer. Ergänzt wird der Fonds von einem speziellen Heckausbau mit LED-Beleuchtung auf einer mit Carbon überzogenen Bodenplatte. Darunter sind die Batterien und die Steuerungselektronik für den elektrischen Hinterachsantrieb eingebaut.

Die 14 Auszubildenden aus dem Fahrzeugwerk Zwickau, dem Motorenwerk Chemnitz und der Gläsernen Manufaktur Dresden haben den Fokus ebenfalls auf E-Mobilität gelegt. Mit der eingebauten Prototypenbatterie wird eine Kapazitätserhöhung von 8,8 kWh auf 16,8 kWh erreicht, womit die elektrische Reichweite verdoppelt wird. Auch optisch setzt der Golf GTE Variant impulsE mit Fünf-Farben-Mattlackierung, Frontklappe mit Belüftungsschlitzen und farblich an das Außendesign angepasstem Interieur Zeichen. (ampnet/jri)

VW Up GTI: Fünf PS mehr als der Urahn von 1976

ampnet – 19. Mai 2017. Vor 41 Jahren setzte Volkswagen mit dem Golf GTI Maßstäbe. Die drei berühmten Buchstaben darf bald auch der kleineste VW tragen, dessen bislang stärkste Version beim GTI-Treffen am Wörthersee (24.–27.5.2017) seine Weltpremiere feiert. Mit 85 kW / 115 PS leistet der Up GTI fünf PS mehr als das Ur-Modell von 1976. Die Markteinführung ist für Anfang 2018 geplant.

Der 3,60 Meter kurze Up GTI sprintet in 8,8 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 197 km/h, mit der er den Urahn (182 km/h) deutlich übertrifft. Der 1,0-Liter-Dreizylinder gibt seine Spitzenleistung zwischen 5000 und 5500 Umdrehungen in der Minute ab. Das maximale Drehmoment von 200 Newtonmetern wird im Bereich von 2000 bis 3500 Touren generiert.

Natürlich erhält auch der Up die typischen GTI-Insignien wie den roten Querstreifen am Kühlergrill, einen Frontsplitter und die schwarze Heckklappe, Sitze im Karo-Muster und einen speziellen Schaltknauf. Ausgerüstet ist er außerdem mit 17-Zoll-Rädern und Sportfahrwerk, das den Wagen 15 Millimeter tiefer legt. Bis auf einen Blauton werden alle Karosseriefarben den Lackierungen von damals folgen. Den Up GTI wird es, im Gegensatz zum ersten Golf GTI, optional auch als Viertürer geben. (ampnet/jri)

Vorstellung Volkswagen Caddy TGI: Gib Gas!

ampnet – 16. Mai 2017. Nicht von Erdgas soll mehr die Rede sein, so heißt es bei der Präsentation des neuen Volkswagen Caddy TGI, sondern von CNG – denn es geht um einen Imagewandel, um die Abkehr von fossilen Brennstoffen. Die lässt sich auch ohne Elektroautos darstellen und zwar mit komprimiertem Naturgas, kurz CNG. CNG kann fossiles Erdgas sein, es kann aber auch aus Abfall oder Stroh gewonnenes Biomethangas sein – oder E-Gas: Überschüssiger Strom, umgewandelt und ins Erdgasnetz eingespeist. Option Nummer vier: Es lassen sich bis zu zwei Prozent Wasserstoff hinzufügen.

CNG-Fahrzeuge haben eine jahrzehntelange Tradition, richtig durchsetzen konnten sie sich bislang allerdings nur in Italien. Doch jetzt, vor dem Hintergrund extrem strikter Abgas- und Emissionsnormen, werden sie wieder interessant. Denn sie verringern die Emissionen spürbar: Ganze 109 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer stößt ein 110 PS starker VW Caddy TGI aus. Ein vergleichbarer 2,0 TDI liegt bei 114 Gramm, der entsprechende Benziner emittiert sogar 133 Gramm Kohlendioxid.

Und die Reichweite? Mindestens 610 Kilometer sind es beim kurzen Caddy, der über vier Stahltanks verfügt, die Langversion namens Maxi mit einem Extra-Tank kommt nochmals 150 Kilometer weiter. Und wenn man in Regionen mit schwach ausgebautem Tankstellennetz unterwegs ist, gibt es einen „doppelten Boden“: Mit dem Kraftstoff im 13-Liter-Benzintank kommt man nochmals ein gutes Stück weiter.

Das schwache Tankstellennetz war bisher eine Achillesferse der CNG-Modelle. Doch das wird sich jetzt ändern: 870 Zapfpunkte gibt es in Deutschland schon heute, bis 2025 wird die Zahl auf 2000 wachsen. Im Gegensatz zum Flüssiggas LPG muss dabei nicht mit wechselnden Adaptern agiert werden. Die Zapfsäule passt immer. Und CNG ist so billig, dass die Kraftstoffkosten viel niedriger als beim Benziner liegen – und immer noch unterhalb denen eines Diesel. 100 Kilometer kosten in einem Caddy TSI derzeit rund 7,54 Euro, beim TDI fallen immer noch 4,84 Euro an; der TGI mit Gasantrieb liegt demgegenüber bei 4,32 Euro.

Am Steuer gilt: Der CNG-Caddy fährt sich genauso wie ein Benziner, die Verbrennung erfolgt sogar sanfter. Es gibt zwei Kraftstoffanzeigen, eine für die Gastanks und einen für den kleinen Benzintank. Ansonsten deutet nichts auf das innovative Antriebskonzept hin. Ein Rennwagen ist der Caddy TGI allerdings nicht: Mit lediglich 110 PS ist er eine Vernunft-Version. Immerhin kommt er auch im unteren Drehzahlbereich dank Turboaufladung relativ spontan zur Sache; oberhalb von 130 km/h erfolgt der Geschwindigkeitszuwachs allerdings in Zeitlupe. Neben dem Sechs-Gang-Handschaltgetriebe gibt es jetzt übrigens auch eine sanft schaltende Sechs-Gang-Doppelkupplungs-Automatik.

Letztere passt besonders gut zum Caddy, denn der Hochdach-Kombi ist das derzeit wohl ausgefeilteste und anspruchsvollste Fahrzeug in seinem Segment: Sowohl in der Nutzfahrzeug-Variante wie in der Personenwagen-Version setzt er sich in Sachen Komfort, Qualität und Fahrspaß deutlich von seinen teils etwas grobschlächtigen Wettbewerbern ab. Die Lenkung ist präzise, das Fahrverhalten so gutmütig wie agil. Technisch basiert der Caddy auf der PQ35-Architektur, der Vorderwagen entspricht weitgehend dem des früheren Touran. Die hintere, an Blattfedern geführte Starrachse zeigt ihre guten Eigenschaften vor allem bei voller Beladung.

Das Modellprogramm des Caddy TGI ist ausgesprochen vielfältig. Es reicht vom frugalen Caddy Eco-Profi, den es ab 22 408 Euro gibt, bis hin zur langen und äußerst komfortabel ausgestatteten Personenwagen-Variante Caddy Maxi Highline, die ohne Extras schon für 34 564 Euro den Besitzer wechselt. Eine Alltrack-Variante im Offroad-Look gehört ebenfalls zum Lieferprogramm.

VW hofft, dass die CNG-Caddys dazu beitragen, die Akzeptanz für das Antriebskonzept zu erhöhen: Es schafft die deutliche Absenkung der CO2-Emissionen – ohne dem Kunden die gravierenden Nachteile des Elektroautos zuzumuten. Ob das klappt? Der Umwelt wäre damit gedient – und dem Portemonnaie auch. (ampnet/jm)

Shanghai 2017: Volkswagen feiert Weltpremiere des I.D. Crozz

ampnet – 18. April 2017. Volkswagen feiert auf der Auto Shanghai(19.-29.4.2017) die Weltpremiere des I.D. CrozzZ. Mit dem Konzeptfahrzeug gibt der Autobauer einen Ausblick auf seinen neuen Protagonisten der Elektromobilität. Der Viertürer ist das erste elektrisch angetriebene Crossover Utility Vehicle (CUV) der Marke, ein Coupé und Sport Utility Vehicle (SUV) zugleich.

Der I.D. Crozz ist ein sportlicher, interaktiv konzipierter Zero Emission Allrounder mit elektrischem Allradantrieb. Bis zu 500 Kilometer (NEFZ) legt der 180 km/h schnelle und 225 kW starke I.D. Crozz mit einer Batterieladung zurück. In 30 Minuten nimmt der Akku per Schnellladesystem (bei 150 kW DC) wieder 80 Prozent seiner Energiekapazität auf. Berührt der Fahrer für drei Sekunden das VW-Zeichen im Lenkrad, schaltet die Studie in den vollautonomen Modus „I.D. Pilot“ – I.D. Crozz ist jetzt mit Autopilot unterwegs. Alle Anzeige- und Bedienelemente der Studie sind digital ausgelegt.

Der I.D. Crozz ist kompakter als das neueste Serien-SUV von Volkswagen, der New Tiguan L (China), respektive Tiguan Allspace (Europa). Und doch bietet das CUV ebenso viel Raum. (ampnet/nic)

Shanghai 2017: Volkswagen mit Elektro-Crossover für die Langstrecke

ampnet – 12. April 2017. Nach den Premieren des I.D. (Paris 2016) und I.D. Buzz (Detroit 2017) wird mit dem Concept Car das dritte Mitglied der progressiven I.D. Familie folgen. Das Crossover Utility Vehicle (CUV) der I.D. Familie ist ein sportlicher, interaktiv konzipierter Zero Emission-Allrounder, dessen elektrischer Allradantrieb in der Stadt ebenso überzeugt, wie auf Autobahnen und Landstraßen. Eine große Reichweite auf dem Niveau heutiger Benziner macht ihn langstreckentauglich. Erstmals zu sehen ist das CUV bei der Shanghai Auto Show (19, bis 28. April 2017).

Wie der I.D. und der I.D. Buzz kann auch diese Studie vollautomatisch fahren. Es reicht ein leichter Druck auf das VW-Zeichen im Lenkrad, um diesen autonomen Modus zu aktivieren. Das Lenkrad wird in diesem Fall elektrisch im Cockpit versenkt und bildet dort eine Einheit mit den komplett digital ausgelegten Anzeige- und Bedienelementen. Via Laserscanner, Ultraschall- und Radarsensoren sowie Kameras erkennt das Elektrofahrzeug sein Umfeld und andere Verkehrsteilnehmer.

Volkswagen hat sich das Ziel gesetzt, den Elektroantrieb mit einer weltweiten Produktoffensive bis Mitte des nächsten Jahrzehnts aus der Startup-Nische in die Großserie zu transferieren. Die in Shanghai debütierende Studie unterstreicht das als konkreter Ausblick auf das Jahr 2020. (ampnetm)

In Deutschland verpasst die Marke Volkswagen den Aufwärtstrend

ampnet – 12. April 2017. Die Marke Volkswagen Pkw hat im März 2017 ihre weltweiten Auslieferungen um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 557 400 Fahrzeuge gesteigert. In der Region Zentral- und Osteuropa wurde deutliches Wachstum erzielt (+17,3 Prozent). In Südamerika setzte sich die Erholung fort (+19,1 Prozent). Im Kernmarkt China entwickelte sich die Marke Volkswagen ebenfalls positiv (+3,6 Prozent).

In Europa wurden die Auslieferungen um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 183 700 Fahrzeuge gesteigert. Positive Impulse kamen in Westeuropa vor allem aus den Märkten Italien (+17,5 Prozent) und Schweden (+6,2 Prozent). Im Heimatmarkt Deutschland wurden 54 800 Fahrzeuge an Kunden übergeben, das entspricht einer Steigerung um 2,7 Prozent. Eine starke Entwicklung zeigte erneut die Region Zentral- und Osteuropa, dort stiegen die Auslieferungen um 17,3 Prozent. Treiber dieser Entwicklung waren die Märkte Russland (+15,7 Prozent), Polen (+14,7 Prozent) und Tschechien (+20,0 Prozent).

Die Auslieferungen in den USA lagen um 2,7 Prozent über dem Vorjahr bei 27 600 Fahrzeugen. Erfolgreich war besonders die Golf-Familie, die einen neuen Monatsrekord erzielte. In der Region Südamerika setzte sich der positive Trend der vergangenen Monate fort. Es wurden 38 500 Fahrzeuge an Kunden übergeben, eine deutliche Steigerung von 19,1 Prozent. Die beiden Hauptmärkte Brasilien (+16,2 Prozent) und Argentinien (+19,3 Prozent) waren der Grund für diese Entwicklung.

In ihrem größten Markt China verzeichnete die Marke Volkswagen im März einen Aufwärtstrend. Es wurden 254 300 Fahrzeuge ausgeliefert, das entspricht einer Steigerung von 3,6 Prozent. Wesentlichen Anteil daran hatte der neue lokal gefertigte Tiguan L, von dem im ersten vollen Monat 14 700 Fahrzeuge verkauft wurden. Die Gesamtauslieferungen der Tiguan-Familie stiegen um 74,2 Prozent. In Indien beflügelte der speziell für diesen Markt entwickelte und in 2016 eingeführte neue Ameo weiter die Auslieferungen und sorgte für ein deutliches Plus von 39,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (ampnet/Sm)

Fitness-Training für VW GTI und Golf R: Wo ein Wille ist, ist auch Leistung

ampnet – 31. März 2017. So wie der Volkswagen Golf anno 1974 eine neue Fahrzeugsklasse definierte, so wurde das Kürzel GTI zum Synonym für handliche Kompakt-Limousinen, die mittels ihrer hochgezüchteten Motoren so manchem Sportcoupé die Heckleuchten zeigten. Der aktuelle Nachkomme des ersten GTI verfügt inzwischen über mehr als doppelt so viel Leistung wie damals.

Es ist der Golf GTI Performance, der aus einem Zwei-Liter-Turbomotor 180 kW / 245 PS schöpft. Doch nicht nur die Motorkraft legte kräftig zu, auch der Preis kletterte enorm: Aus umgerechnet 7070 Euro für die Erstausgabe eines GTI vor rund 40 Jahren sind nun 32.475 Euro geworden, was mehr als einer Vervierfachung der Anschaffungskosten entspricht. Dafür ist er, so viel Ehrlichkeit muss sein, nicht nur sicherer und komfortabler, sondern auch vielseitiger und zum rollenden Digital-Assistenten geworden.

Ein bisschen mehr geht immer und deshalb sind leistungshungrige (und zahlungswillige) Kunden nicht mehr allein auf den GTI angewiesen. Beginnend mit der Version Golf R 32 vor fast 20 Jahren kennzeichnet der 18. Buchstabe des Alphabets nun ein Kraftpaket, das seinen Insassen sogar 228 kW / 310 PS zur Verfügung stellt. Für die fünftürige Limousine sind mindestens 40 675 Euro fällig, für den Variant 44 800 Euro. Während die Limousine wahlweise per Hand oder mit 7-Gang-DSG geschaltet werden kann, ist der Variant ausschließlich mit Doppelkupplungsgetriebe erhältlich.

Beide Fahrzeuge besitzen Allradantrieb und sind ab Werk mit einer elektronischen Sperre versehen, die die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h limitiert. Mit 400 Newtonmetern Durchzugskraft (DGS-Getriebe) können sie ab 2000 Umdrehungen abstrakte Radierungen in den Asphalt malen. Freilich nur dann, wenn die Traktionshilfen ausgeschaltet sind, die auch für eine Anwendung als Launch Control taugen. Auf Wunsch soll ab Herbst noch ein Performance-Paket erhältlich sein, das dann für die Limousine 267 km/h und für den Variant 270 km/h ermöglicht. Damit wäre der Kombi fast so schnell wie ein Porsche Cayman. Ihm hilft trotz höheren Gewichts eine geringfügig bessere Aerodynamik, den Hatchback noch zu übertreffen. Was die Aufhebung der Sperre kosten wird, steht derzeit noch nicht fest.

Wie nah die Power-Zwillinge in Beschleunigung, Handling, Bremsverhalten und Kurvenstabilität an reinrassigen Sportwagen sind, ist im öffentlichen Straßenverkehr kaum zu erfahren. In der Sicherheit des abgesperrten Rundkurses erwiesen sie sich als Musterschüler in Sachen Lenkpräzision und Spurtreue, sind mit abrupten Last- oder Richtungswechseln kaum aus der Ruhe zu bringen. Verstärkt wird das agile Fahrerlebnis durch einen kräftig-sonoren Motorsound, bei dem die Windschutzscheibe als Resonanzboden für das Innengeräusch dient. Passanten draußen werden hingegen nicht belästigt, da gibt sich der Klappenauspuff eher zahm und sozial verträglich. Für eine Verschärfung der Akustik kann freilich die gemeinsam mit dem slowenischen Spezialanbieter Akrapovič entwickelte Titan-Abgasanlage sorgen, die für 1800 Euro extra in der Preisliste steht. Wegen der abweichenden Schalldämpfer-Geometrie ist sie für den Variant nicht erhältlich.

Ein bisschen näher am Alltag ist der GTI Performance, der sich als Traditionalist verkleidet und die seit Jahrzehnten bekannte und bewährte Karostruktur der Sitzpolster in neuer Interpretation zeigt. Rote Streifen im Kühlergrill und in den LED-Scheinwerfern weisen ihn ebenso wie die vergrößerten Querschnitte der verchromten Abgasendrohre als GTI-Familienmitglied aus. Gemeinsam mit der Leistung stieg das Drehmoment des Zweiliters auf 370 Newtonmeter (ab 1600 Umdrehungen), größere Bremsen mit roten Sätteln und eine Vorderachssperre halten die Kraft kontrollierbar. Mit einem Beschleunigungsvermögen von 6,2 Sekunden von Null auf 100 km/h verweist er die Konkurrenz auf die Plätze, doch wer sich häufiger in solche Wettfahrten begibt, wird mit den auf dem Prüfstand ermittelten 6,3 Liter je 100 Kilometer Verbrauch nicht auskommen. Viele Ausfahrten während der Presse-Präsentation des GTI-Performance endeten mit einer Acht vor dem Komma.

Den gegenüber dem Standard-GTI um 2500 Euro erhöhten Preis rechtfertigt der Hersteller nicht nur mit zusätzlicher Leistung. Auch bei der Ausstattung wurde draufgesattelt. Zusätzlich zu den Merkmalen der 230-PS-Version gibt es das Active-Info-Display und das Radio „Composition Media“ mit acht Lautsprechern ab Werk, die Innenspiegel besitzen eine automatische Abblendendfunktion und ein Regensensor ist mit an Bord. Progressivlenkung, Klimaanlage und Leichtmetallräder sind selbstverständlich. (ampnet/afb)

Daten VW Golf GTI Performance

Maße (Länge x Breite x Höhe in m): 4,27 x 1,79 x 1,48
Radstand (m): 2,63
Motor: R4-Ottomotor, Turbolader, 1984 ccm
Leistung: 180 kW / 245 PS bei 4700–6200 U/min
Maximales Drehmoment: 370 Nm bei 1600–4300 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (abgeregelt)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 6,2 Sek.
Verbrauch je 100 km (nach EU-Norm): 6,3 Liter
Leergewicht/Zuladung: 1415 kg / max. 560 kg
Gepäckraum: 380–1270 Liter
Basispreis: 32 475 Euro

Daten VW Golf R

Maße (Länge x Breite x Höhe in m): 4,26 x 1,79 x 1,46
Radstand (m): 2,63
Motor: R4-Ottomotor, Turbolader, 1984 ccm
Leistung: 228 kW / 310 PS bei 5500 U/min
Maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2000 – 5400 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (abgeregelt)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 4,6 Sek.
Verbrauch je 100 km (nach EU-Norm): 7,1 Liter
CO2-Emission: 163 g/km
Leergewicht/Zuladung: 1505 kg / max. 560 kg
Gepäckraum: 343–1233 Liter
Basispreis: 40 675 Euro