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Fahrbericht Skoda Karoq

Sein Nachfolger wird noch mehr können. Er wird seinen Fahrer ein helles „Guten Morgen“ vor die Füße projizieren und ihn später in den Feierabend verabschieden. Dabei wird er ihn womöglich mit dem Namen ansprechen. Aber noch müssen wir uns bei unserem Skoda Karoq mit einem simplen Skoda-Schriftzug als Begrüßung begnügen. Der allerdings funkelt auf dem Schnee im finnischen Polarkreiswinter wie aus Diamanten. Aber vermutlich täuscht das. Für Skoda typisch sind nicht Diamanten, sondern tschechisches Kristallglas.

Dabei hätten die bei Skoda in Wlada Boleslaw wahrlich Diamanten verdient, zumindest aber Gold. Schließlich schaffen sie dicke Gewinne nach Wolfsburg und schmücken damit die Bilanzen. Wer nun aber meint, die Gewinne seien zusammengespart durch Verzicht bei den Autos aus Tschechien, den kann auch ein Skoda Karoq vom Gegenteil überzeugen – wenn auch nicht vom direkten Gegenteil des Sparens, dem Verschwenden. Als Skoda sortiert sich der Karoq in der Mitte ein: kein Luxus, aber gediegenes, bürgerliches Flair, nicht Salon, aber ein modernes Lebensumfeld.

Auch der Karoq punktet nicht mit Effekthascherei, aber durchaus mit wertigen Akzenten wie Chromrahmen, hochglänzenden schwarzen Flächen unten in der Mittelkonsole oder oben beim Touchscreen des großen Navi. Darüber spannt sich breit und schmal der Armaturenträger in dem üblichen zurückhaltenden und angenehmen Stil des Hauses. Unser Karoq-Exemplar verfügte über das virtuelle Cockpit des Konzerns mit seinen vielfachen Möglichkeiten, Karten, Anzeigen und auch Ambientebeleuchtung zu kombinieren. Das frei programmierbare digitale Instrumentenpanel, das Multifunktions-Lenkrad und Leder-Ausstattung mit Alcantara-Elementen tragen zu einem Raumerlebnis bei, dass niemanden aufregt, aber jedem vertraut und zeitgemäß erscheint.

Hinter dieser eher konservativen Fassade steckt so viel Technik, wie der Baukasten des Konzerns der Marke Skoda zugesteht. Und das ist eine Menge, vergleichsweise deutlich mehr als noch ein paar Modelljahre früher. Beim Infotainment stehen moderne Funktionen und Schnittstellen zur Verfügung. Unser Exemplar bot einen WLAN-Hotspot und ein LTE-Modul, dass die schnellste Verbindung zum Internet herstellt. In der Einsamkeit am Polarkreis bei Tageshöchsttemperaturen um die minus 15 Grad hat das etwas Beruhigendes. Aber unsere Heizung ließ uns in der Nähe der finnischen Stadt Rovaniemie, der Heimat des Weihnachtsmannes, ebensowenig im Stich wie die Lüftung oder die Sitzheizung auf den beiden vorderen Sitzen.

Die Sitze hatten auf Eis und Schnee nicht die Chance, zu zeigen, was sie in Kurven auszuhalten vermögen. Dafür lässt der Winter auf den ungestreuten Straßen und auf dem Eis zugefrorener Seen zu wenig Querbeschleunigung zu. Doch es muss auch im tiefen finnischen Winter nicht nur vorsichtig und immer nur geradeaus gehen. Die Fahrwerkstechnik des Karoq kann viel mehr. In unserem Exemplar standen vier Fahrprofile – Normal, Sport, Eco, Individual und Snow (4×4) – zur Verfügung. Es braucht keine Phantasie sich vorzustellen, in welchem Modus wir uns vorzugweise bewegten. Dann verdeutlicht einem der Karoq mit seinem Allradantrieb eindrucksvoll, wie weit die Technik selbst Flachlandtiroler im tiefen Winter an die Grenzen der Physik heranführen kann. Im Land des Weihnachtsmanns wurde unser Karoq zum begeisterten Wintersportler.

Für unseren Vortrieb sorgte dabei der Benziner 1.5 TSI mit 110 kW / 150 PS und einem maximalen Drehmoment von 250 Newtonmetern (Nm) im Zusammenspiel mit einem Sieben-Gang-DSG. In Finnland haben wir diesen Drehmomentwert nie ausnutzen können, in Deutschland aber schon. Da erreichte das Karoq-Paket die 100 km/h-Marke nach 8,6 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von gut 200 km/h – so wie man es von einem flotten SUV dieser Klasse erwartet.

Der Normverbrauch liegt (nach NEFZ) im Schnitt bei 5,6 Litern auf 100 km. Unser Praxisverbrauch lag daheim auf trockener Straße bei sieben Litern, im Driftkreis auf einem zugefrorenen See deutlich höher und auf der schneebedeckten finnischen Landstraße bei weniger als fünf Litern. Es wird so sein, dass sich gerade auf dieser Landstraße die Zylinderabschaltung besonders auszahlt, weil es so schön mit 80 km/h dahingeht. Aber wir haben weder das Abschalten der beiden Zylinder beim Segeln, noch das Zuschalten beim Beschleunigen bemerkt.

Dort im tiefen zugeschneiten Wald braucht der geübte Finne vermutlich nicht alle Fahrerassistenzsysteme, die in der Serienausstattung des Karoq oder in der Aufpreisliste aufscheinen: Parkassistent, Lane Assist oder der Stauassistent, Blind Spot Detect, Front Assist mit vorausschauendem Fußgängerschutz oder der Emergency Assistent scheinen dort, wo der Weihnachtsmann wohnt, wie aus einer anderen Welt entstammend. Aber wir wohnen nicht dort, sondern in dicht besiedelten Gegenden, in denen diese Systeme Komfort, vor allem aber Sicherheit bringen.

Prophetische Gaben braucht niemand, der dem Skoda Karoq Erfolg vorhersagt. Der liegt im Moment in der Natur der Marke, die erfolgreich wächst, und in der Natur des Marktes, der SUV zu den großen Gewinnern hat werden lassen. Nach dem Kodiaq hat Skoda nun zwei davon. Und es braucht wiederum keine Gabe vorherzusagen, dass noch mehr in der Pipeline steckt. Mit der Studie Skoda Vision X, die auf dem Genfer Automobilsalon (8.-18. März 2018) zu sehen sein wird, zeigen die Tschechen, wie es in Sachen SUV und Allradantrieb bei ihnen weitergehen wird. (ampnet/Sm)

Skoda Karoq nun vierte Modellreihe im Skoda-Stammwerk

Zum Jahreswechsel hat Skoda nun auch das Werk in Mlada Boleslav die Fertigung des Skoda Karoq aufgenommen. In Kvasiny war die Produktion des Kompakt-SUVs bereits Ende Juli 2017 begonnen worden. Neben dem Karoq fertigt Skoda in seinem Stammwerk Mlada Boleslav aktuell die Modelle Fabia, Fabia Combi, Rapid, Rapid Spaceback sowie Octavia und Octavia Combi. (ampnet/Sm)

Vorstellung Skoda Karoq

Bye bye Skoda Yeti, hello Skoda Karoq. Die tschechische Volkswagentochter hat ganz bewusst auf eine Zweitauflage des in die Jahre gekommenen Yeti verzichtet. Der hochbeinige und eigenwillig proportionierte „Kastenwagen“ hatte doch zu sehr polarisiert. Seine Fangemeinde wird zu Tränen gerührt sein. Ihnen zum Trost heißt der neue, aber doch andere Yeti Karoq. Pate bei der Namensgebung standen wie schon beim Kodiak die Ureinwohner aus dem Norden Alaskas, in deren Sprache „Kaa’raq“ Auto und „Ruq“ Pfeil bedeutet. Sollten sich bei Skoda noch weitere SUV einreihen, bleibt es spannend, ob sich auch noch ein weitere Namen mit dem Anfangsbuchstaben „K“ und dem Endbuchstaben „Q“ finden.

Mit 4,38 Metern Länge und 1,84 Metern Breite misst der Karoq etwas mehr als der abgelöste Yeti und etwas weniger als der Kodiaq. Zusammen mit dem Seat Ateca basiert der Karoq auf dem Konzernbaukasten MQBA und steht ganz im Zeichen des derzeit überall angesagten SUV Designs mit klaren Linien und präzisen Konturen. Die Front prägen schmale, scharf gezeichnete Scheinwerfer und der typische Kühlergrill von Skoda, das Heck schmale, eckige Leuchten. Ab der mittleren Ausstattung sind LED-Scheinwerfer und Leuchten erhältlich. Innen ist das Raumangebot für vier Personen groß bis üppig – der mittlere hintere Sitz lässt sich jedoch besser als Ablage denn zum Platznehmen nutzen.

Als erstes Modell der Tschechen Marke erhält er – allerdings erst ab dem Frühjahr 2018 – das virtuelle Cockpit mit vier unterschiedlichen Ansichten, die man frei programmierbaren kann. Es bleibt aber Option, so dass man sich erfreulicherweise auch für konventionelle analoge Instrumenteneinheiten entscheiden kann. Das Navi bietet mit einem 9,2-Zoll-Bildschirm und der formidablen Gestensteuerung den neuesten technischen Stand im VW-Konzern. Wie schon den Kodiaq hat Skoda auch den Karoq mit einer Vielzahl von cleveren Lösungen für die kleinen Probleme des täglichen Lebens im Auto bestückt. Fährt man alleine, freut man sich über den praktischen Flaschenhalter mit Aufschraubhilfe in der Mittelkonsole. Versorgt der Beifahrer die Passagiere während der Fahrt mit Schokoriegeln und Obst, verschwinden Reste schnell in dem niedlichen Abfallsäckchen in der Beifahrertür. Skoda sorgt für Ordnung und hat an Ablagen im Karoq nicht gespart. Neun sind es an der Zahl.

Dazu kommen so praktische Helfer wie ein Eiskratzer im Tankdeckel, ein Regenschirm unter dem Beifahrersitz und eine Wende-Gummimatte im Kofferraum. Wer sich vorne mal von seiner Handtasche trennen kann, der hängt sie an einen der Haken im Kofferraum, an denen auch Einkaufstüten ihren Platz finden können. Shopping im Dunkeln und die stets lästige Suche nach dem Hausschlüssel in der Handtasche unterstützt die herausnehmbare Taschenlampe im Kofferraum. Über das optionale Vario-Flex-Sitzsystem können die beiden äußeren Sitze hinten längs um 15 Zentimeter und acht Zentimeter zur Mitte hin verschoben werden. Der Kofferraum fasst, hinter der auf Wunsch elektrisch und über einen Fußkick berührungslos auf und zu schwingenden Heckklappe, respektable 521 Liter. Nach Verschieben oder Herausnehmen der Rücksitze, mit nicht ganz ebenem Ladeboden, lässt er sich auf bis zu 1810 Liter erweitern.

Unter der Haube stehen zum Start am 4. November zwei Benziner und zwei Diesel mit 115 bis 150 PS zur Wahl. Die Basis bildet der aufgeladene 1,0 Liter Dreizylinder Benziner mit 115 PS. Darüber fungiert ein neuer 1,5 Liter Vierzylinder mit Zylinderabschaltung, bei dem sich der zweite und der dritte Zylinder kurzfristig abschalten, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Außerdem im Angebot steht der 150 PS starke Selbstzünder, der trotz aller Dieseldebatten weiterhin von Flotten und allen übrigen sparsamen Vielfahrern bevorzugt werden dürfte. Ein noch stärkerer Diesel mit 190 PS, serienmäßigem Allradantrieb und Siebengang-DSG folgt im Frühjahr. Mit Ausnahme des kraftvollsten Diesels können alle Aggregate wahlweise mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Siebengang-DSG bestellt werden. Mit dem frontgetriebenen 1,5 Liter TSI Benziner ist man auf den leeren sizilianischen Landstraßen passend motorisiert. Das maximale Drehmoment von 250 Nm liegt schon bei 1500 Umdrehungen in der Minute an und erlaubt mit der präzisen wie leichtgängigen Lenkung nicht nur lockeres Cruisen, sondern auch temperamentvolle Spurts. Dabei bleibt der Karoq komfortabel und rollt auch über stärkere Verwerfungen im Asphalt weich und locker hinweg. Wer die Stöße unter dem Popometer mehr schätzt, der muss unter den drei programmierten Fahrmodi (DCC) Eco, Normal und Sport den letzteren wählen. In dem 2,0 Liter TDI mit Allrad samt Mehrlenker-Hinterachse sorgt eine Allradkupplung auf schwierigem Untergrund für den bedarfsgerechten Einsatz der Hinterräder. Auf normaler Strecke geht die Antriebskraft hingegen nahezu komplett an die Vorderräder.

Ab Werk packt Skoda den Frontantrieb in den Karoq. Wer Allrad will, muss sein Kreuzchen in der Aufpreisliste machen. Die beiden höheren Ausstattungslinien Ambition und Style sind für das Auto bereits bestellbar. Die Einstiegsversion Active kommt zu einem späteren Zeitpunkt. Das macht Sinn, da die Tschechen davon ausgehen, dass sich ohnehin der überwiegende Teil nicht für die einfachste Ausführung entscheiden wird, für die Skoda 24 290 Euro aufrufen wird. (ampnet/sg)

Skoda Karoq hat seinen ersten öffentlichen Auftritt

ampnet – 22. Juni 2017. Wenn die erste Etappe der 104. Tour de France am 1. Juli in Düsseldorf beginnt, ist auch der Skoda Karoq am Start. Das neue Kompakt-SUV fährt beim 14-Kilometer-Zeitfahren als Servicefahrzeug mit. Drei Karoq begleiten die Teams von „Dimension Data“ (Südafrika), „Lotto Jumbo“ (Niederlande) und „Lotto Soudal“ (Belgien) auf ihrer Jagd um Zehntelsekunden. Es ist der erste öffentliche Auftritt für das Modell.

Insgesamt starten 22 Teams bei der 104. Frankreich-Rundfahrt, die nach 30 Jahren erstmals wieder in Deutschland beginnt. Nach Berlin 1987 geht es nun in Düsseldorf los. Skoda, dessen Unternehmenswurzeln im Fahrradbau liegen, ist seit 14 Jahren offizieller Sponsor und Fahrzeugpartner des größten Radrennens der Welt. Neben der Tour de France und der Spanien-Rundfahrt werden weitere internationale und nationale Radrennen sowie zahlreiche Breitensport-Veranstaltungen von der tschechischen Volkswagen-Tochter unterstützt. (ampnet/jri)

Zu den Skoda Neuwagen

Vorstellung Skoda Karoq: Aus dem Schneemensch wird ein Eskimo

Skoda Karoq

ampnet – 19. Mai 2017. Für den ersten SUV von Skoda stand ein zweibeiniges, behaartes Fabelwesen namens Yeti aus dem Himalaya Pate. Der zweite bekam den Namen Kodiaq, was wegen seiner Potenz von – je nach Maschine zwischen 92 kW – 125 PS und 140 kW – 190 PS – an die Kräfte eines Kodiakbären erinnern sollte. Immerhin zählt dieser Vierbeiner zu den größten an Land lebenden Raubtieren der Erde. Die Bezeichnung für den jetzt vorgestellten Skoda Karoq, der den Yeti ablösen wird, leitet sich aus der Sprache der Alutiiq ab, einem Ureinwohner-Stamm, der auf einer Insel vor der Südküste Alaskas lebt. Ein Auto heißt bei ihnen „Kaaraq“ und „Ruq“ ist der Pfeil. Letzteres steht als Hinweis auf das Logo der tschechischen Volkswagen-Tochter.

„Sbohem Yeti, vítejte Karoq“ heißt es wohl ab sofort in der Skoda-Hauptstadt Mladá Boleslav nordöstlich von Prag. Bei der Skoda Muttergesellschaft Volkswagen in Wolfsburg ruft man wohl gleichzeitig wörtlich übersetzt „Auf Wiedersehen Yeti, herzlich willkommen Karoq“. Nach seinem ersten Auftritt auf dem deutshen Markt 2009 darf der erste Skoda-SUV, damals Auto des Jahres in der Tschechischen Republik, in Pension gehen. Sein Nachfolger, der sich jetzt in Stockholm erstmals ungetarnt den Journalisten zeigen durfte, betont mit Name und Design die Verwandtschaft zum größeren Bruder Kodiaq: ein waschechter SUV, flache Frontpartie, hohe Gürtellinie, breite Schultern.

Der Skoda Karoq setzt einen weiteren Meilenstein der angekündigten Skoda-Offensive für die Gattung der Sport Utility Vehicles (was frei übersetzt etwa Sport- und Nutzfahrzeug bedeutet) und ist ein komplett neu entwickeltes Fahrzeug. Laut Skoda steht das „emotionale und dynamische Design mit den zahlreichen kristallinen Elementen ganz im Zeichen der neuen SUV-Formensprache“ des Unternehmens. Besonders ins Auge fallen beim 4,38 Meter langen Karoq die Frontscheinwerfer. Die Marketing-Poeten von Skoda beschreiben deren Auftritt so: „Das Design der Scheinwerfer ist von der traditionsreichen böhmischen Glashandwerkskunst inspiriert. Die kristallinen Schliffe der Voll-LED-Hauptscheinwerfer und die achtstrahligen ,Wimpern‘ machen das Lichtbild einzigartig.“ Für einfältigere Naturen: Hauptscheinwerfer und Nebellampen liegen nun dicht übereinander.

Nicht einzigartig, bei Skoda aber gang und gäbe, sind die großzügigen Platzverhältnisse im Innenraum, für die Passagiere ebenso wie für das Gepäck. Dafür sind an erster Stelle die gewachsenen Außenmaße verantwortlich. Dennoch gilt der Karoq ebenso wie der Kodiaq als Compact-SUV. Das Auto misst jetzt 4382 Millimeter in der Länge, 1841 Millimeter in der Breite und 1605 Millimeter in der Höhe. Der Größenzuwachs im Vergleich zum Skoda Yeti kommt zunächst den Passagieren zugute. Die Kniefreiheit beträgt 69 Millimeter. Doch was den Insassen recht, ist dem Gepäck billig: Der Kofferraum fasst ein Volumen von 521 Liter bei fest stehender hinterer Sitzbank. Bei umgeklappter Sitzbank erhöht sich das Fassungsvermögen auf 1630 Liter. In Verbindung mit der optionalen Vario-Flex-Rückbank ist der Stauraum variabel und fasst zwischen 479 und 588 Liter. Diese Rückbank besteht aus drei separaten Sitzen, die einzeln verstellt und komplett ausgebaut werden können – das Fahrzeug wird dann mit einem maximalen Laderaumvolumen von 1810 Litern zum Kleintransporter.

Ohne Fahrerassistenten lässt sich heutzutage kein Blumentopf mehr gewinnen. Im Skoda Kodiaq befinden sich davon gleich eine ganze Menge. Systeme für den Komfort sind zum Beispiel der Parkassistent, Lane Assist oder der Stauassistent. Für mehr Sicherheit sorgen unter anderem Blind Spot Detect, Front Assist mit vorausschauendem Fußgängerschutz oder der Emergency Assistent.
Darüber hinaus sind weitere Fahrerassistenzsysteme lieferbar. Sie halten das Auto auf Abstand zum Vorausfahrenden, erleichtern dem Fahrer das Wechseln und Halten der Spur, weisen ihn auf wichtige Verkehrszeichen hin und assistieren ihm beim Parken. Erstmalig steht das freiprogrammierbare digitale Instrumentenpanel zur Verfügung. Mit ihm lassen sich die Anzeigen im Cockpit nach individuellen Wünschen gestalten.

Nicht zu unterschätzen: Anhand des Lenkverhaltens erkennt die Müdigkeitserkennung (Driver Alert) Abweichungen vom normalen Fahrverhalten und somit eine nachlassende Konzentration des Fahrers. Das System analysiert 15 Minuten nach dem Starten des Motors das Lenkverhalten und speichert das Ergebnis als Basis für ein Signal. In dieser Analysephase muss eine Geschwindigkeit von mindestens 65 km/h gehalten werden. Ein deutliches Abweichen vom charakteristischen Lenkverhalten deutet auf eine Ermüdung des Fahrers hin. Ein optischer Hinweis im Kombiinstrument empfiehlt eine Fahrtunterbrechung.

Fünf Motorvarianten stehen zur Wahl – zwei Benziner und drei Diesel. Neu im Programm sind die beiden Benziner und zwei Dieselvarianten. Die Hubraumgrößen betragen 1,0, 1,5, 1,6 und 2,0 Liter, die Leistungsspanne reicht von 85 kW / 115 PS bis 140 kW / 190 PS. Alle Aggregate sind turboaufgeladene Direkteinspritzer und verfügen über Start-Stopp-Technik und Bremsenergierückgewinnung. Sie erfüllen die Norm EU 6. Mit Ausnahme des Diesels können alle Aggregate wahlweise mit einem manuellen Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder einem Sieben-Gang-DSG bestellt werden. Der 2,0 TDI mit 140kW / 190 PS fährt serienmäßig mit dem 4×4 Antrieb und dem Sieben Gang-DSG vor. Der neue 1,5 TSI bietet als Besonderheit eine Zylinderabschaltung.

Als weitere Besonderheiten bleiben zu erwähnen: Mit der Fahrprofilauswahl kann der Fahrer die Kennlinien für die Lenkung, die Schalttätigkeit des DSG-Getriebes und die Einstellung weiterer Modi in die Versionen Normal, Eco, Sport und Individual umschalten. Die individuellen Einstellungen werden auf dem optional erhältlichen personalisierbaren Schlüssel für bis zu drei Fahrzeugbenutzer abgespeichert.

Der bestellbare Allradantrieb soll auch auf rutschigem Untergrund oder beim Ziehen eines besonders schweren Anhängers für optimales Fahrverhalten sorgen. Zum Einsatz kommt eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung. Verschiedene Sensoren (wie zum Beispiel Raddrehzahlsensor, Lenkwinkelsensor, Längs- und Querbeschleunigungssensor, Gaspedalstellung, Motordrehzahl, Drehmoment) werten kontinuierlich die Fahrsituation aus und geben die Messwerte an die Allradelektronik weiter, welche die optimale Kraftverteilung errechnet und umsetzt.

Optional steht der Offroad-Mode für die Allradvarianten zur Auswahl, der für noch bessere Fahreigenschaften abseits der Straße sorgt. Um die Traktion im Offroad-Modus zu verbessern, lässt die Antriebsschlupfregelung ASR mehr Schlupf zu und die elektronische Differenzialsperre EDS reagiert schärfer und schneller. Bei Bedarf werden zudem die Berganfahrhilfe und die Bergabfahrhilfe aktiv – letztere hält die Geschwindigkeit auf dem gefahrenen Niveau konstant. Die ebenfalls optionalen DCC-Dämpfer verändern ihre Arbeitsweise, die Gasannahme erfolgt etwas langsamer. Das Antiblockiersystem ABS regelt weniger intensiv, damit sich vor den Rädern ein bremsender Erdkeil bilden kann.

Wer den Skoda Karoq für robustere Einsätze benötigt, ist mit dem Schlechtwegepaket gut bedient. Dieses schützt vor mechanischen Beschädigungen (etwa beim Kontakt mit Straßenunebenheiten oder auf Schotter) und verhindert das Eindringen von Schmutz (Staub, Sand, Schlamm) in den Motorbereich oder in Kabelbäume. Zum Schlechtwegepaket gehören: eine Skid-Platte unter dem Motor, ein Kabelschutz, ein Bremsleitungsschutz, ein Kraftstoffleitungsschutz und zusätzliche Kunststoffabdeckungen.

Alles in allem darf man auf den Skoda Karoq wirklich gespannt sein selbst dann, wenn er seine Aufgaben in erster Linie als Asphalt-Cowboy erfüllen wird. Noch konnten wir ihn nur im Stand erleben. Wenn er im Herbst in die Läden kommt, werden wir ihn auch gefahren haben. (ampnet/hrr)

Skoda erlaubt ersten Blick auf den Karoq

ampnet – 12. Mai 2017. Skoda gewährt kurz vor der Weltpremiere in der nächsten Woche einen ersten Blick auf den Yeti-Nachfolger Karoq. Die größeren Maße des Kompakt-SUV erhöhen den Fahrkomfort für die Insassen deutlich und verbessern die Ladekapazität. Die Markteinführung startet im zweiten Halbjahr 2017.

Der von einer Chromleiste eingefasste Kühlergrill besteht aus vertikalen Doppellamellen und formt ein Trapezprofil, wie es für Skoda-SUV typisch ist. Das Design der Scheinwerfer ist von der traditionsreichen böhmischen Glashandwerkskunst inspiriert. Die kristallinen Schliffe der Voll-LED-Hauptscheinwerfer und die achtstrahligen „Wimpern“ machen das Lichtbild einzigartig.

Die LED-Technologie kommt auch bei den Rück-, Brems-, und Nebelleuchten zum Einsatz. Das Designkonzept gibt flache, keilförmige Heckleuchten vor, deren äußeres Segment in den Seitenrahmen eingebettet ist, während das innere Segment in die Heckklappe integriert wurde. Die Rückleuchten sind in einem C geformt.

Das kompakte SUV misst 4382 Millimeter in der Länge, 1841 Millimeter in der Breite und 1605 Millimeter in der Höhe. Der Radstand des Karoq beträgt 2638 Millimeter (bei der Allradversion 2630 Millimeter).

Der Kofferraum fasst 521 Litern. Bei umgeklappter Sitzbank erhöht sich das Fassungsvermögen auf 1630 Liter. In Verbindung mit den optionalen Vario-Flex-Rücksitzen ist der Stauraum variabel zwischen 479 und 588 Liter. Das System besteht aus drei separaten Rücksitzen, die einzeln verstellt und komplett ausgebaut werden können, womit das Laderaumvolumen auf 1810 Liter erhöht werden kann.

Der Innenraum zeigt ein komplett neu konzipiertes Armaturenbrett, das in einen hohen oberen und schmalen unteren Bereich geteilt ist. Die Dekorleisten in den Türen führen diesen Designansatz fort. Die vier großen Luftdüsen sind vertikal angebracht, die beiden mittleren davon flankieren den Bordmonitor. Ultra-dünne LED-Lichtleiter für die Ambientebeleuchtung befinden sich am oberen Rand der vier Türleisten und werden am Armaturenbrett weitergeführt. Der Fahrer kann die Helligkeit des Lichts kontrollieren, das sich in zehn verschiedenen Farben einstellen lässt. (ampnet/nic)

Skoda tauft den Yeti in Karoq um

ampnet – 28. April 2017. Skoda bringt in der zweiten Jahreshälfte den neuen Yeti – der dann anders heißen wird. Das Kompakt-SUV der Marke hört künftig auf den Namen Karoq, womit die Tschechen die Verbindung zum größeren Kodiaq herstellen. Der Name und seine Schreibweise haben ihren Ursprung in der Sprache der Alutiiq, einem Ureinwohner-Stamm, der auf einer Insel vor der Südküste Alaskas lebt.

Alutiiq nennen Autos in ihrer Sprache „Kaa‘Raq“, und „Ruq“ ist das Wort für Pfeil, der im Logo von Skoda das zentrale Element darstellt Beides haben die Wortschöpfer dann in Karoq umgewandelt. Premiere hat der Yeti-Nachfolger am 18. Mai in Stockholm. (ampnet/jri)