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Mazda6 bekommt umfangreiches Update

Mazda zeigt auf dem Genfer Autosalon (–18.3.2018) das Facelift seines Flaggschiffs mit einem umfangreichen Update. Der Mazda6 erhält unter anderem einen tiefer und weiter hinten platzierten Kühlergrill mit einem Muster aus kleinen Blöcken, neue LED-Blinkleuchten und schlankere Hauptscheinwerfer mit intergrierter Nebelscheinwerferfunktion. Auch das Heck wurde leicht überarbeitet und die Auspuffendrohre verfügen über einen größeren Durchmesser als bisher und rücken weiter in die äußeren Ecken.

Erstnals kommt im Mazda6 ein Acht-Zoll-Zentraldisplay zum Einsatz.Das neue sieben Zoll i-Activ-Display zeigt die Tachometereinheit und Hinweise des Bordcomputers digital an. Das neue Head-up-Display
projiziert die Fahrzeuginformationen direkt auf die Windschutzscheibe. Die Instrumententafel und Türinnenverkleidungen wurden überarbeitet und die Belüftungsdüsen neu positioniert. Den Langstreckenkomfort erhöhen dickere Polster und breitere Sitzflächen sowie eine verbesserte
Geräuschdämmung. Ein neues Interieur-Paket umfasst Nappaledersitze, echte Sen-Holz-Einlagen und alcantara-ähnliches Ultra-Suede-Material.

Die Motoren werden auf die Abgasnorm Euro 6d Temp umgestellt. Dabei steigt die Leistung des 2,2-Liter-Dieselmotors von 175 PS auf 184 PS (135 kW) und auch die beiden Benziner wurden im Detail modifiziert,
wobei der 2,5-Liter-Motor eine Zylinderabschaltung erhält. Dazu kommen Aktualisierungen an Fahrwerk und Lenkung. Der Mazda6 bekommt darüber hinaus einen 360-Grad-Monitor und eine intelligente Geschwindigkeitsregelanlage, die auf Wunsch die Verkehrszeichenerkennung mitnutzt. (ampnet/jri)

Fahrbericht Mazda6 Kombi Skyactiv-D 150 AWD

Der Dienstwagen des deutschen Handlungsreisenden ist der VW Passat Variant. Für diejenigen, die nach Alternativen oder nach einem praktischen Familienauto suchen, halten auch andere Hersteller gelungene Kombis bereit. So wie Mazda zum Beispiel. Die Japaner versuchen bei ihrem 6er mit ansprechendem Design zu punkten.

In Hiroshima, wo Mazda zuhause ist, war man mit dem Styling des 6er-Kombis offenbar sehr zufrieden. Die letzte Modellüberarbeitung hat nur marginale Veränderungen gebracht. Lange Motorhaube und ein abfallendes Dach sind die Charakteristika der Karosserie, deren Höhe mit 1,48 Metern vier Zentimeter flacher ist als zum Beispiel beim Passat. Außen fällt die Modellüberarbeitung beispielsweise durch den etwas feiner gezeichneten Grill mit der prägnanten unteren Chromspange auf, Innen mit einem neuen Lenkrad, veränderter Lederqualität, neu gestalteten Tasten und anderen Kleinigkeiten. Neu ist die Lenkradheizung.

Unverändert, und das ist eine Eigenheit des Mazda, die man mögen muss, blieb der sportliche und mitunter etwas enge Zuschnitt des Interieurs. Die Sitzposition auf den vorderen Plätzen ist sehr tief angeordnet, man gleitet in eine Haltung, die eher den Insassen eines Sportcoupés entspricht als denen in einer Familienkutsche – und das ist ein Kombi ja in den meisten Fällen. Bei der Instrumentierung setzt Mazda auf klassische Optik. Drei Rundinstrumente finden sich hinter dem Lenkrad, alles klar gegliedert und gut ablesbar. Wiederholungstäter beim Mazda-Kauf wissen: Das, was man für den Lautstärkeregler zu halten geneigt ist, dient der Temperatureinstellung der Klimaanlage. Der Schallpegel der Musikanlage wird mit dem kleinen Knopf neben dem Dreh-Drücksteller auf der Mittelkonsole geregelt.

Drei Erwachsene auf der Rückbank unterzubringen, ist zwar möglich, aber richtig bequem sitzt man nur zu zweit. Das liegt unter anderem daran, dass der Kombi gegenüber seinem viertürigen Schwestermodell einen um acht Zentimeter kürzeren Radstand hat. Seine Stärken spielt er aus, wenn es um die Nutzung des Gepäckabteils geht. Die Ladekante ist mit 64 Zentimetern erfreulich niedrig und die Öffnung mehr als einen Meter breit. Die Rücksitze können von der geöffneten Klappe her mit einem Hebel entriegelt werden. So hergerichtet läst sich eine Tiefe von 1,90 Metern nutzen. In Volumen umgerechnet ergibt sich ein Laderaum von 522 bis maximal 1664 Litern. Obacht aber unter der geöffneten Klappe: Wer größer als 1,85 Meter ist, kann sich leicht eine Beule holen.

Der 2,2 Liter große Diesel ist nach dem von Mazda entwickelten Skyactiv-Prinzip konstruiert, das heißt, er erfüllt auf dem Prüfstand die Euro-6-Norm auch ohne SCR-Kat und Harnstoffeinspritzung. Was auffällt, ist der vorbildliche Geräuschkomfort. Der Motor hat nach kurzer Zeit seine Betriebstemperatur aufgebaut und läuft so leise, dass der bauart-typische Nagelsound fast nicht mehr wahrnehmbar ist. Bei der Motorabdeckung hat Mazda leider an der falschen Stelle gespart. Die Haube ist aufgrund ihrer Größe sehr schwer und da wären Gasdruckfedern zum Öffnen die bessere Wahl gewesen.

Während die Limousine ausschließlich mit Frontantrieb angeboten werden, gibt es für den Kombi die Allradoption. Dadurch wird der Wagen zwar nicht zum Geländegänger, jedoch bewirkt das System bekanntlich eine Sicherheitsreserve bei winterlichen Straßenbedingungen. Der Preisunterschied zu einem gleich motorisierten Viertürer beträgt 2700 Euro, wobei mit dieser Summe nicht nur der 4×4-Antrieb bezahlt wird, sondern auch die zahlreichen Zusatzausstattungen, die im neu aufgelegten „Kizoku“-Sondermodell (vormals „Nakama-Intense“) enthalten sind. Im Falle des Testwagens bedeutete dies unter anderem: 19-Zoll-Alufelgen, Rückfahrkamera, Voll-LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, LED-Nebelscheinwerfer, Licht- und Regensensor, Mazda Konnektivitäts-Konzept MZD Connect (für Audio und Kommunikation) mit hochauflösendem Sieben-Zoll-Farbbildschirm und sowie Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung und Bluetooth, Geschwindigkeitsregelanlage, Bose-Sound-System, City-Notbremsassistent sowie Ausparkhilfe, Spurwechsel- und Berganfahrassistent.

Bekanntlich fasst der japanische Hersteller unter dem Begriff „Skyactiv“ nicht nur Motorentechnologie zusammen, sondern will es als Paket verstanden wissen, das sich zum Beispiel auch auf Gewichtsoptimierung bei der Karosserie bezieht. Wenn ein 4,81 Meter langer Kombi weniger als 1600 Kilogramm wiegt, kann man diesen Anspruch als verwirklicht ansehen. So kommt es, dass der 150 PS-Motor ordentlich Temperament entfacht. Das Drehmoment beträgt schon bei 1800 Umdrehungen stolze 380 Newtonmeter und wenn alle vier Räder ausreichend Grip haben, geht es schnurstracks in unter zehn Sekunden auf die 100-km/h-Marke zu. Laut Hersteller sind 201 km/h möglich.

Möglich ist es wahrscheinlich auch, auf dem Rollenprüfstand einen Durchschnittsverbrauch von fünf Litern zu erzielen. So wie er im Datenblatt steht. Am Ende dieses Testzyklus waren es 6,1 L/100km, was durchaus ein respektabler Wert ist. Das knackig einrastende manuelle Getriebe, die direkte Lenkung und das straff abgestimmte Fahrwerk passen gut zu der tiefen Sitzposition, so dass sich im Nu ein sportlich-dynamisches Fahrgefühl einstellt. Das so genannte G-Vectoring, das eine variable Drehmomentverteilung auf die Räder bei Kurvenfahrt ermöglicht, trägt zusätzlich zur Fahrstabilität bei.

Fazit: Ansprechendes Design, Vielseitigkeit und ein leiser, wirtschaftlicher Dieselmotor. Zusammen mit dem Kizoku-Ausstattungspaket hat Mazda ein appetitliches Päckchen geschnürt. Schade nur, dass die meisten der Zusatz- und Assistenzsysteme nicht einzeln erhältlich sind, das würde individuellen Kundenwünschen Rechnung tragen. Insgesamt aber ist der Mazda6 zu Recht ein gefragter Kombi. (ampnet/afb)

Vorstellung Mazda CX-5 Skyactiv-G 194

Mazda fährt mal wieder sein eigenes Ding. Für ihren Bestseller CX-5 bieten die Japaner ab sofort eine neue Topmotorisierung mit der etwas sperrigen Bezeichnung Skyactiv-G 194. Besonderer Clou dabei: Der 194 PS starke Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer ist Mazdas erster Motor mit Zylinderabschaltung. Beim Fahren mit konstanter Geschwindigkeit, vor allem bei niedrigem Tempo in der Stadt, soll er damit bis zu 20 Prozent Sprit einsparen. Serienmäßig kombiniert mit Sechs-Stufen-Automatik und Allradantrieb kostet das nur in der höchsten Ausstattung lieferbare CX-5-Topmodell ab 37 790 Euro.

Die Japaner sind natürlich nicht die ersten mit dieser Technologie. In der Vergangenheit ließen bereits viele US-amerikanischen Hersteller wie Chevrolet Cadillac oder Chrysler einige ihrer großvolumigen Motoren im automatisierten Teilzeitbetrieb laufen. Und auch die aktuellen Achtzylindermodelle von Mercedes S-Klasse, Audi S6, S7, S8, R8 sowie der neue Porsche Panamera Turbo halbieren im Schiebebetrieb automatisch ihre Zylinderzahl. Die ersten Vier-Zylinder-Motoren mit Zylinderabschaltung wiederum hatte VW 2014 erstmals im Polo Blue GT gezeigt, die später auch in allen anderen Marken des VW-Konzerns Einzug hielten. Im Gegensatz aber zum technisch komplizierten ACT-System der Wolfsburger, bei dem mit elektromagnetischen Aktoren und verschiebbarer Nocken die mittleren Zylinder zwei und drei abgeschaltet werden, hat Mazda eine sehr viel simplere und produktionstechnisch günstigere Lösung mit einem bereits vorhandenen Bauteil entwickelt. Dabei werden, vereinfacht gesagt, über den hydraulischen Ventilspiel-Einsteller die Ein- und Auslass-Ventile der beiden äußeren Brennkammern eins und vier und damit zugleich die Zylinder selbst stillgelegt. Eine clevere Motorsteuerung sorgt dabei für den harmonischen Übergang zwischen Zwei- und Vierzylinderbetrieb.

Während der Fahrt ist davon nichts zu spüren, noch zu hören – was schon mal als größtes Kompliment gewertet werden kann. Der Motor schnurrt mit großer Laufruhe vor sich hin und meistert mit seinen 258 Nm Drehmoment im mobilen Alltag jedes Fahrmanöver ohne Mühe. Deutlich bemerkbar ist dagegen das leicht träge Sechs-Stufen-Automatikgetriebe, das in Antritt und Beschleunigung von den 194 PS gefühlte 150 PS übriglässt. Etwas besser wird’s im Sportmodus, bei dem Gasannahme und Gangdrehzahl angehoben werden, wobei hier das scheinbar endlose Hochziehen der Gänge akustisch nervt. Am stimmigsten wirkt das Leistungspotenzial des Top-Triebwerks noch bei manueller Anwahl der einzelnen Stufen mittels Hin- und Herschieben des Schalthebels. Auch wenn man dazu eigentlich nur bei Überholmanövern auf der Landstraße oder auf dem Beschleunigungsstreifen der Autobahn greift. Bei weniger sportlicher Fahrweise rollt es sich im urbanen Stop-and-go mit dem automatischen Wandler jedoch komfortabel dahin.

Und hier entwickelt die Zylinderabschaltung auch den größten Einspareffekt. Bei konstant gefahrenen 40 km/h etwa soll sich der Verbrauch um rund 20 Prozent verringern, bei Tempo 80 sind es noch fünf Prozent. Am Ende bleiben es im kombinierten Betrieb aber immer noch 7,1 Liter sowie 162 g/km CO2. Dafür erfüllt der Motor in Sachen Rußpartikel laut Mazda-Sprecher Jochen Münzinger schon jetzt die ab dem nächsten Jahr geltenden schärferen, auf das Niveau der Dieselmotoren abgesenkten Grenzwerte. Und zwar „nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch beim obligatorischen RDE-Realverbrauchstest auf der Straße“.

Angeboten wird das neue CX-5-Topmodell auch nur in der höchsten Ausstattung „Sportline“ ab 37 790 Euro, dann aber auch neben der erwähnten Automatik inklusive Allradantrieb, Matrix-LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, elektrischer Heckklappe, Bose-Soundsystem und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Für 990 Euro gibt es noch ein Technikpaket mit Abstandsradar plus Stauassistent und Head-up-Display in der Frontscheibe, schwarze (1900 Euro) oder weiße Lederausstattung (2100 Euro), Glasschiebedach (770 Euro) sowie die Metallic-Sonderfarbe Magmarot für 900 Euro. (ampnet/fw)

Mazda CX-5 mit Top Safety Pick +

ampnet – 13. Juli 2017. Der Mazda-CX 5 hat jetzt die höchste Auszeichnung Top Safety Pick + erhalten. Sie wird vergeben vom Insurance Institute for Highway Safety (IIHS), dem unabhängigen Sicherheitsinstitut der Versicherer in den USA, und dem Highway Loss Data Institute (HDLI), das in den USA die Unfallstatistik führt. Kurz vorher hatten die beiden Institute dieselbe Auszeichnung an die Mercedes-Benz E-Klasse sowie den Lincoln Continental und den Toyota Avalon vergeben, die beide in Europa nicht angeboten werden.

Die einzelnen Modelle werden jeweils in verschiedenen Test auf ihre Crashsicherheit überprüft. Aber auch die Qualität der Scheinwerfer und der Assistenzsysteme an Bord gehen in die Entscheidung ein. Für das + in „Top Safety Pick +“ müssen sich die Probanden besonders mit guten Ergebnissen bei den fünf unterschiedlichen Crashtest profilieren, ein System zur Vermeidung von Frontalaufprall-Unfällen und sehr gutes Licht – zum Beispiel mit automatischem Fernlicht – aufweisen. (ampnet/Sm).

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Fahrbericht Mazda MX-5 RF: Luftikus mit Ganzjahres-Option

ampnet – 26. Juni 2017. Eigentlich ist der Mazda MX-5 RF ein Volltreffer. Er verbindet hinreißende Optik mit einer satten Portion Fahrspaß. Aber eben nur eigentlich, denn im Praxistest offenbaren sich auch einige kleinere Unzulänglichkeiten. Natürlich können sie es, die Mazda-Designer: Nach eher verunglückten ersten Versuch, dem bisher erfolgreichsten Roadster überhaupt eine Klappdach-Variante zur Seite zu stellen, stimmt jetzt die Richtung.

Zeitlos elegante Linien fließen beim MX-5 RF zu einer Coupé-Silhouette zusammen, die irgendwo zwischen Junior-Corvette und dem Opel GT der ersten Generation angesiedelt ist. Lange Schnauze, tief liegender Grill, extrem kurzer Überhang am Heck – so sehen Sportwagen mit Klassiker-Potenzial aus. Das finden übrigens auch Fachleute für Ästhetik: Der MX-5 RF bekam den Red-Dot-Award 2017 für Produkt-Design.

Das „RF“ der Modellbezeichnung steht für „Retractable Fastback“, was so viel bedeutet wie einziehbares Fließheck. Ein Kippschalter an der Mittelkonsole macht das Coupé zum Luftikus. Das hintere Dachteil wird angehoben, bewegt sich ein wenig zurück, die beiden oberen Stücke der dreigeteilten Haube werden danach samt Heckscheibe hinter den Rücksitzen unter eine Abdeckung versenkt. Das hintere Dachteil fährt wieder in die ursprüngliche Position zurück und schon ist aus dem handlichen Zweisitzer ein Targa geworden.

Zwischen den hinteren Dachholmen bleibt ein Plexiglas-Windschott stehen, das zwar gut gemeint, aber nicht sehr wirkungsvoll ist. Was soll’s? Wer sich ein Auto mit Offenheits-Option zulegt, will den Wind tosen hören. Das kann man im MX-5 RF übrigens auch bei geschlossenem Dach. Die Geräuschkulisse ist bei Tempo 100 fast so laut wie bei versenkter Haube (74 zu 77 dB). Die senkrecht stehende Heckscheibe zwischen den beiden Dachfinnen bietet reichlich Raum für kräftige Luftwirbel. Nur 13 Sekunden vergehen beim Öffnen und Schließen, jedoch verträgt der komplizierte Hebemechanismus nur Schrittgeschwindigkeit, bei mehr als 10 km/h verweigert das Dach seinen Dienst.

Dass der Innenraum schmal geschnitten ist, kann man dem Auto nicht vorwerfen. Ein 3,92 Meter kurzer und 1,74 Meter schmaler Zweisitzer ist eben kein Liegewagen. Aber, dass der Fußraum auf der Beifahrerseite um rund fünf Zentimeter kürzer ist als auf der anderen Seite, ist lästig, zumal er auch noch in der Breite durch einen Vorschalldämpfer der Abgasanlage eingeschränkt wird. Wer über 1,80 Meter groß ist, bekommt Probleme, die Knie unter dem Armaturenbrett zu verstauen. Da sollte man besser den Fahrerplatz wählen, denn eine bequeme Sitzposition für längere Ausfahrten lässt sich als Passagier nicht finden.

Zu den weniger erfreulichen Dingen zählt auch, dass es keine horizontale Verstellung für das Lenkrad gibt. Wer die volle Länge der Sitzschiene ausnutzt, läuft Gefahr, mit gestreckten Armen am Lenkrad kurbeln zu müssen. Und schließlich: Der Kofferraum ist nur durch Druck auf die entsprechende Taste auf dem Schlüssel zu öffnen, ein entsprechender Knopf für den elektromagnetischen Verschluss oder ein Hebel mit Bowdenzug im Innenraum ist nicht vorhanden. Und wer sich einmal die Anweisungen für die Not-Entriegelung in der Bedienungsanleitung durchgelesen hat, weiß, dass der Versuch ohne handwerkliche Begabung praktisch aussichtslos ist.

Genug gemeckert, rein ins Vergnügen! Der RF hat den gleichen Zwei-Liter-Vierzylinder-Motor, der in der stärkeren Version des Roadsters eingebaut ist. Die Leistung von 118 kW / 160 PS sollte die Leermasse von 1055 Kilogramm (40 mehr als bei der Stoffverdeck-Version) angemessen in Schwung bringen. Gestartet wird per Tastendruck, geschaltet per Hand. Der Wert von 9,4 Metern Wendekreis gibt eine Ahnung davon, welchen Spaß dieser kleine Kurvenräuber entfesseln kann. Ein tiefer Schwerpunkt und eine sehr direkte Lenkübersetzung sind die Voraussetzungen dafür, dass niemand ohne ein Lächeln auf dem Gesicht aussteigt.

Die Versuchung, mehr als das kleine Wochenend-Gepäck mitnehmen zu wollen, kommt eh nicht auf. 127 Liter Volumen entsprechen etwa zwei Reisetaschen und so schwer, dass man sie nicht über die 82 Zentimeter hohe Heckkante gehievt bekäme, können die gar nicht sein. Die Recaro-Sitze sind so, wie man es von einem Sportwagen erwartet: Körpernah geschnitten, mit gutem Seitenhalt und integrierter Kopfstütze. Sie sind Bestandteil eines Sportpaktes für 1800 Euro, das auch Bilstein-Stoßdämpfer und Lederbezüge beinhaltet. Ab Werk bringt der Mazda MX-5 unter anderem elektrische Außenspiegel, Coming-/Leaving-Home-Licht, Leichtmetallfelgen, Voll-LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, ein 4,6-Zoll-TFT-Display und Klimaanlage mit. Um auf dem Bildschirm eine Routenführung ablesen zu können, sind entweder 690 Euro Aufpreis fällig oder man wählt die Sports-Line-Ausstattung, da ist es inklusive.

Egal, ob offen oder geschlossen, auf der Straße sind alle Unzulänglichkeiten rasch vergessen. Spontane Gasannahme, herzhafte Beschleunigung (obwohl nur 200 Newtonmeter Drehmoment anliegen), knackiges Schaltgefühl und präzises Einlenken – so definiert sich Fahrfreude im MX-5 RF. Nur der Sound beim Hochdrehen könnte etwas kerniger sein. Das Fahrwerk ist komfortabel genug gedämpft, um nicht bei jeder Bodenwelle ins Hüpfen zu geraten, aber straff genug, um das unmittelbare Roadster-Feeling nicht zu verwässern. Alles richtig gemacht, Mazda!

Das gilt in besonderer Weise auch für den Motor. Nach einigen hundert offen gefahrenen Testkilometern wäre eigentlich ein Vergnügungszuschlag an der Zapfsäule zu erwarten gewesen. Bekanntlich verschlechtert ein versenktes Dach den Luftwiderstandbeiwert einer Karosserie erheblich und erhöht damit den Durchschnittsverbrauch. Umso größer die Überraschung, als der Bordcomputer am Ende des Probezyklus weniger Spritkonsum auswies, als nach den offiziellen Daten des Herstellers vorgesehen. Das kennt man eher umgekehrt. Mit 6,3 Litern je 100 Kilometer erwies sich der Testwagen um 0,3 Liter sparsamer als die Werksangabe. Chapeau!

Fazit: Als Spaßmobil zu einem moderaten Preis ist der Mazda MX-5 RF unschlagbar. Als Ganzjahres-Variante des Roadsters ist er das vielseitigere Auto der Baureihe. Der hohe Fun-Faktor gleicht die Kompromisse aus, die man beim Komfort oder der Alltagstauglichkeit machen muss. Für ihn spricht außerdem, dass man Lustgewinn auf der Straße nicht an der nächsten Tankstelle bezahlen muss. (ampnet/afb)

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Mazda erweitert Zubehörprogramm für den CX-5

ampnet – 25. Juni 2017. Mazda hat für den neuen CX-5 das Zubehörprogramm umfassend aufgewertet. Sportliche Anbauteile für Front- und Heckschürze im Edelstahl-Look sowie ein Seitenschwellersatz sorgen für einen dynamischen Auftritt. Neu im Programm sind auch zwei zusätzliche Felgendesigns. So steht Kunden eine silberne oder eine zweifarbige 17-Zoll Leichtmetallfelge im Diamantschliffdesign zur Verfügung. Die Felgen sind ebenfalls Bestandteil des Winterkomplettradprogramms.

Außerdem erstmals im Zubehörprogramm ist nun eine Dachreling aus Aluminium. In Verbindung mit dem neuen Querträger erhöht sich die Dachlast um 25 Kilogramm, so dass hier bis zu 75 Kilogramm zugeladen werden können. Gegenüber dem Vorgängermodell ist auch die Anhängerzugvorrichtung deutlich verstärkt und kann nun einen Heckträger mit bis zu drei Fahrrädern tragen.

Unterschiedliche Schutzmatten für den Innenraum, Trittschutzleisten und ein erstmals für den CX-5 verfügbarer Türprojektor, der das Markenlogo beim Öffnen der vorderen Türen auf den Boden projiziert, runden das Zubehörprogramm ab. (ampnet/jri)

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Vorstellung Mazda2 und CX-3: Aufgefrischt

ampnet – 31. Mai 2017. Zum Modelljahr 2017 hat Mazda seinen Kleinwagen 2 und sein Kompakt-SUV CX-3 aufgefrischt. Seit seiner Markteinführung 2015 fand der CX-3 in Deutschland fast 25 000 Käufer. Für den kleinen Mazda2 der dritten Generation entschieden sich in diesem Zeitraum knapp 21 700 Käufer. Die Überarbeitung von Mazda2 und CX-3 fürs Modelljahr 2017 sind von außen nicht zu erkennen. Die Neuerungen stecken unterm Blech, vor allem in erweiterten Assistenzsystemen und Ausstattungs- und Komfortfeatures.

Die interessanteste Neuerung bei beiden Modellen ist die serienmäßige Fahrdynamik-Steuerung G-Vectoring-Control (GVC), die zur Verbesserung des Handlings, der Stabilität und des Fahrkomforts dient und den Fahrer entlastet. Das System – bereits aus dem Mazda6, Mazda3 und CX-5 bekannt – beeinflusst beispielsweise bei einer Kurvenfahrt durch minimale Anpassungen des Motordrehmoments das Lenkverhalten und stabilisiert so das Fahrzeug. Die Reduzierung des Drehmoments ist so gering, dass der Fahrer die Auswirkungen des Eingriffs praktisch nicht spürt. Das Fahrzeug liegt jedoch stabiler in Kurven und ist besser beherrschbar. Zum gelasseneren Fahrverhalten passen die niedrigeren Wind-, Abroll- und Motorengeräusche durch die bessere Geräuschdämmung bei beiden Modellen.

Die verwendeten Materialien wirken wertiger als bei den Vorgängern; der Qualitätseindruck ist gut. Auch auf holprigen Straßen hält klapper- und knisterfrei zusammen, was bei beiden Modellen zusammengefügt wurde. Und in Sachen Sicherheit wurde kräftig nachgelegt. So gibt es beim Mazda2 neben dem City-Notbrems-, Spurwechsel- und Spurhalteassistenten jetzt auch eine Müdigkeitserkennung und den City-Notbremsassistenten Plus, der beim Parken und Rangieren Hindernisse hinter dem eigenen Fahrzeug erkennt und notfalls automatisch bremst. Beim CX-3 gesellen sich zu den bereits bekannten Assistenzsystemen noch der Müdigkeits-, die Verkehrszeichen- und die Fußgängererkennung.

Beim Vortrieb bleibt beim Madza2 und CX-3 alles beim Alten. Beim Mazda2 stehen ein 1,5-Liter-Benzinmotor in drei Leistungsstufen mit 75 PS, 90 PS und 115 PS sowie ein 1,5-Liter-Diesel mit 105 PS zur Auswahl. Bei den Ausstattungslinien werden die Prime-, Center-, Exclusive und Sports-Line durch zwei Sondermodelle (Kizoku und Kizoku Intense) ergänzt. Die Kizoko-Version (Preisvorteil:1650 Euro) mit 75 PS-Motorisierung ist ab 16 490 Euro erhältlich und basiert auf der Center-Line-Version. Sie bietet unter anderem ein Touring-Paket, Leichtmetallfelgen und das MZD Connect System. Die Preispalette des Mazda2 beginnt – wie beim Vorgänger – bei 12 890 Euro für den Basisbenziner in der Prime-Line und endet bei 19 990 Euro für den 105 PS starken Diesel in der Sports-Line.

Beim CX-3, der mit Front- oder Allradantrieb sowie Schalt- oder Automatikgetriebe erhältlich ist, stehen zwei Zwei-Liter-Benziner mit 120 PS (Frontantrieb) und 150 PS (Allradantrieb) sowie ein 1,5-Liter-Diesel mit 105 PS mit Front- oder Allradantrieb zur Wahl. Der Einstiegspreis bleibt mit 17 990 Euro für den Prime-Line 120 PS Benziner unverändert. Die Preisliste endet beim 28 690 Euro teuren Sports-Line-Diesel mit Allrad und Automatikgetriebe. Beide Modelle stehen ab sofort beim deutschen Handel zum Verkauf parat. (ampnet/uk)

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Mazda übertrifft angepeilten Marktanteil

ampnet – 4. April 2017. Mit dem seit 2009 besten März schließt Mazda das erste Quartal 2017 ab: Der japanische Automobilhersteller verzeichnete vergangenen Monat in deutschland 7437 Neuzulassungen und somit einen Zuwachs von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Marktanteil betrug sowohl im März als auch im Quartal 2,1 Prozent Marktanteil und lag damit über dem angepeilten Jahresziel von zwei Prozent.

An der Spitze der Modellrangliste steht unangefochten der Mazda CX-5. Auf entfielen im März rund 2750 Neuzulassungen. Es folgten mit jeweils 1200 Einheiten der CX-3 und der Mazda2. Dahinter kommen der Mazda3 mit rund 950 Neuzulassungen und der Mazda MX-5, für den sich zu Frühlingsbeginn 750 Kunden (einschließlich des neuen Fastback MX-5 RF) entschieden haben.

Im bisherigen Jahresverlauf hat Mazda in Deutschland 17 330 Neufahrzeuge abgesetzt, was einer Steigerung von 3,9 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten 2016 entspricht. (ampnet/jri)

Mazda erweitert Zubehörprogramm für den 3er

ampnet – 31. Januar 2017. Mazda erweitert das Zubehörprogramm für den frisch überarbeiteten 3er. Die bisher nur in schwarzer Lackierung verfügbaren sportlichen Anbauteile sind jetzt darüber hinaus in zwei weiteren Farbvarianten bestellbar. So gibt es nun schwarz lackierte Teile mit roten oder silbernen Akzenten. Zusätzlich stehen zwei neue Leichtmetallfelgen zur Verfügung: Eine 18-Zoll-Felge in Silber, die serienmäßig bei der Ausstattung Sports-Line zum Einsatz kommt sowie das gleiche Felgendesign in Brillantsilber mit Hochglanzfinish.

Die Gummimatten und Kofferraum-Schalenwanne sind in Qualität und Design verbessert worden. Eine Ablagebox für den Kofferraum und zusätzliche Innenraumbeleuchtung sorgen für mehr Komfort.

Der Mazda 3 des Modelljahrs 2017 bietet neben optischen Veränderungen außen und innen vor allem eine erweiterte Sicherheits- und Komfortausstattung, die neue Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control sowie eine verbesserte Fahrwerksabstimmung. (ampnet/jri)