Der Mazda MX-30 ist bestellbar

Ab sofort startet der Vorverkauf für den neuen Mazda MX-30, der in der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert wird. Der Crossover ist das erste Serienfahrzeug von Mazda mit batterieelektrischem Antrieb. Er startet zu Preisen ab 33.490 Euro. Erhältlich ist er auch in einer limitierten Auflage mit First Edition-Paket (ab 33.990 Euro), die einen Kundenvorteil von 2.600 Euro bietet und nur im Rahmen des Vorverkaufes bestellt werden kann. Der Umweltbonus in Höhe von derzeit 6570 Euro wird bei Kaufvertragsabschluss zusätzlich berücksichtigt.

Besondere Merkmale des Stromers sind gegenläufig öffnende Türen, eine exklusive Drei-Ton-Metallic-Lackierung, eine frei schwebende Mittelkonsole mit Korkeinsätzen und Fasermaterial in den Türverkleidungen aus recycelten Kunststoffflaschen. Der Mazda MX-30 erreicht eine Reichweite von bis zu 262 Kilometern im realitätsnahen WLTP-Zyklus.

Verfügbar ist das First-Edition-Paket in den Außenfarben Purweiß und Mondsteinweiß Metallic, optional in den Metallic-Lackierungen Onyxschwarz, Polymetal Grau und Matrixgrau oder Drei-Ton-Metallic-Lackierungen basierend auf den Grundfarben Mondsteinweiß Metallic, Magmarot Metallic sowie Polymetal Grau Metallic angeboten. Innen stehen zwei Farbkonzepte zur Wahl: das helle Design „Modern Confidence“ oder braunes Interieur „Industrial Vintage”.

Das First-Edition-Paket beinhaltet ein Matrix LED-Lichtsystem mit Lichtsignatur, abgedunkelte Heck- und Seitenscheiben, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein D-Säulen-Dekor und Chromapplikationen im Innenraum. Das Paket beinhaltet auch einen Notbremsassistenten mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, einen Kreuzungsassistenten, einen Spurwechselassistenten, einen Notfallspurhalte- und Totwinkelassistenten, eine Verkehrszeichenerkennung, eine Rückfahrkamera sowie eine radargestützte Geschwindigkeitsregelanlage mit Stauassistent.

Eine Einparkhilfe vorne und hinten, eine Klimatisierungsautomatik, eine Sitzheizung (vorne), ein E-Call Notruf, ein schlüsselloses Zugangssystem LogIn, ein Licht- und Regensensor sind ebenfalls an Bord. Zusammen mit dem Konnektivitätssystem Mazda Connect, einem Soundsystem mit acht Lautsprechern inklusive DAB-Radio und Navigationssystem, sowie ein erweitertes Head-up Display mit Projektion in der Windschutzscheibe ist die First Edition hoch ausgestattet. (ampnet/deg)

Mazda MX-5 mit geänderter Ausstattungstruktur

Mazda passt die Angebotsstruktur des MX-5 analog zum 3er und CX-30 an. Es gibt nur noch zwei Ausstattungsvarianten, die mit optionalen Paketen optisch und technisch aufgewertet werden können. Die Basisversionen von Roadster und RF sind ausschließlich mit dem kleineren Benzinmotor Skyactiv-G 1.5 mit 132 PS (97 kW) erhältlich. Neu sind die serienmäßigen Einstiegsleisten und die perforierten Ledersitze mit jetzt grauen statt roten Nähten. Optional erhältlich ist nun die neue Metallic Lackierung Polymetal Grau für 790 Euro.

Der MX-5 Selection ist die Top-Ausstattung. Sie kann alternativ auch mit dem 184 PS (135 kW) starken 2,0-Liter-Motor geordert werden. Neben den bereits vorher verfügbaren Sport- und i-Activsense-Paketen, ergänzt nun ein Design-Paket für 600 Euro die Auswahl. Wer sich für diese Option entscheidet, erhält beim Mazda MX-5 Roadster Selection beige Ledersitze sowie Innenraumapplikationen und ein braunes Stoffverdeck. Beim MX-5 RF Selection wird der beige Innenraum mit einem schwarzen Hardtop (Dachmittelteil) kombiniert.

Die Preise für den Roadster beginnen bei 29.990 Euro. (ampnet/jri)

Fahrvorstellung Mazda 2: Kleinwagen mit neuem Selbstbewusstsein

Zum zweiten Mal frischt Mazda die aktuelle dritte Generation seines 2ers auf. Nach dem Facelift von 2018 bekommt der 4,07 Meter lange Viertürer mit Heckklappe ein geschärftes Design mit den typischen Wesenszügen der Marke, ein überarbeitetes Interieur und eine gestraffte Motorenpalette. Die Preisliste beginnt mit dem Einstiegsmodell Prime-Line G 75 bei 14.190 Euro, am letzten Januar-Wochenende kommt der kleinste Wagen im Mazda-Programm zu den Händlern.

Die Optik hat mit der stärkeren Anlehnung an das im Portfolio mittlerweile dominante Design an Statur gewonnen. Front und Heck werden mit stärkeren horizontalen Linien verbreitert, LED-Scheinwerfer und eine neu gezeichnete Kühlermaske machen den Mazda 2 präsenter. Innen werden künftig vier Ausstattungslinien angeboten, die Stoffversionen in Blaugrau, Dunkelblau und Braun, die Lederversion in Weißgrau. Hochwertigere Materialien wurden dort verarbeitet, wo sie auffallen und Qualität erfühlbar ist, vor allem die Sitze bieten mit optimierter Stabilität für Becken und Oberkörper deutlich höheren Komfort.

Das Motorenprogramm hat Mazda nochmals gestrafft. Nachdem 2018 bereits der Dieselmotor in dieser Baureihe ausgemustert wurde, verabschiedet sich nun auch die bislang leistungsstärkste Version mit 115 PS (85 kW) in den Ruhestand. Übrig bleiben die beiden Vier-Zylinder-Benziner mit 1,5 Litern Hubraum, die es auf 75 PS (55 kW) und 90 PS (66 kW) bringen. Sie werden künftig grundsätzlich mit einem Mild-Hybrid-System kombiniert, das zurückgewonnene Bremsenergie in einem Kondensator speichert und beim nächsten Beschleunigungsvorgang unterstützend über einen riemengetriebenen Starter-Generator eingesetzt wird. Die Verbrauchsvorteile sollen beeindrucken, der Konsum sinken nach Norm in beiden Leistungsstufen auf 4,1 Liter Benzin pro 100 Kilometer, das sind 16 Prozent weniger als bei den Vorgängern.

Vor allem aber die einhergehende Reduktion der CO2-Emissionen wird Mazda beim Erreichen der hochgesteckten Abgasziele helfen. 94 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer stoßen beide Maschinen im NEFZ-Zyklus aus. Weitere Maßnahmen wie neuentwickelte Reifen mit geringerem Rollwiderstand, die obendrein geringere Laufgeräusche haben und den Bremsweg verkürzen, unterstützen außerdem den Konsumverzicht. Das stärkere Triebwerk kann mit einer sechsstufigen, 1800 Euro kostenden Wandlerautomatik gekoppelt werden, dann verlangt der Vierzylinder 5,1 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer und emittiert 118 Gramm CO2 je Kilometer.

Sorgsam gepflegt haben die Entwickler das Fahrwerk. Der Mazda 2 soll wie viele andere seiner Artgenossen dem Fahrspaß den Weg in die Kleinwagenklasse ebnen. Die Lenkung setzt Kurskorrekturen deutlich präziser und spontaner um als bisher, der kleine Japaner ist wendig in der Stadt, spielt hier seinen knappen Spurkreis von nur 9,4 Metern perfekt aus. Auch im Überlandverkehr kann er mit munteren Fahrleistungen und noch akzeptablem Federungskomfort punkten. Die Geräuschentwicklungen von Motor, Reifen und Fahrtwind sind in der Tat auf niedrigem Niveau, einer gepflegten Unterhaltung an Bord steht bis zu mittleren Tempi nichts im Wege. Auf gewohnt hohem Niveau gipfelt die Ladekante, dafür entschädigt das Kofferraumvolumen von anständigen 280 bis 950 Litern.

Die 90-PS-Version wird nach Erwartungen des Importeurs das Volumenmodell in Deutschland werden. Mehr als 70 Prozent könnten sich für ihn entscheiden, so die Prognose. Die Abwahl des 115-PS-Aggregats dagegen ist mehr als nachvollziehbar, ganze drei Prozent der Mazda-2-Kunden haben sich zuletzt für diese Variante entschieden.

Ansonsten erhält der japanische Kleinwagen all jene begehrlichen Extras als Bestandteil von Ausstattungslinien und Paketen, die das Segment insgesamt deutlich aufgewertet haben. Das Matrix-LED-Licht leuchtet auf Wunsch künftig 60 Meter weiter voraus, Sitz- und Lenkradheizung sowie verbesserte Konnektivität samt Verkehrszeichenerkennung, 360-Grad-Kamera oder Head-up-Display waren bislang nur in höheren automobilen Klassen vertreten. Ein Navigationssystem kostet 750 Euro, allerdings ist bei der Lackierung einzig die Farbe Weiß aufpreisfrei.

Zum 100. Geburtstag der Marke spendiert Mazda der Baureihe das Sondermodell „Kizoku“ für 19.090 Euro, das dem Kunden 1200 Euro Preisersparnis verspricht. Am 30. Januar 1920 wurde das japanische Unternehmen, einst als Betrieb zur Korbproduktion, gegründet. Kurz darauf gesellten sich motorisierte Lastendreiräder zum Portfolio, das erste Automobil kann allerdings erst 40 Jahre später auf die Straßen. 1960 erschien das Mazda R 460 Coupé als erstes Serienauto. Im Jubiläumsjahr will der Hersteller auch mit seinem ersten Serienstromer für Schlagzeilen sorgen. Der MX-30 ist für den Herbst zu Preisen ab 33 000 Euro angekündigt. (ampnet/mk)

Mazda legt bei den Kompakten eine Schippe drauf

Der japanische Hersteller Mazda erweitert das Motorenangebot des Mazda3 und des CX-30. Ab sofort ist der 2,0-Liter-Skyactiv-G-Benzinmotor mit Mild-Hybrid-Technik in einer höheren Leistungsstufe mit 150 PS verfügbar. Die höhere Motorleistung wird durch eine angepasste Motorsteuerung für mehr Drehmoment ab 4000 U/min erreicht. Alle Motorisierungen lassen sich wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Sechs-Stufen-Automatik kombinieren. Beide Modelle sind zusätzlich zum Frontantrieb auch mit Allradantrieb verfügbar.

Der 2,0-Liter-Skyactiv-G-Benzinmotor wird von einem Mild-Hybrid-System unterstützt und ist auch mit 122 PS (90 kW) verfügbar. Als 150-PS-Variante erreicht er ein maximales Drehmoment von 213 Newtonmetern (Nm). Er verfügt serienmäßig über eine Zylinderabschaltung. Je nach Fahrsituation wechselt das Triebwerk automatisch zwischen Zweizylinder- und Vierzylinder-Betrieb.

Weitere verfügbare Motorisierungen sind der Skyactiv-X-Benzinmotor mit 180 PS, der als erster Serien-Benzinmotor die Verbrennung mittels Kompressionszündung einleitet; sowie der 1,8-Liter-Skyactiv-D-Dieselmotor, der 116 PS leistet. (ampnet/deg)

Vorstellung Mazda MX-30: Er bleibt ein offenes Geheimnis

Die Einladung an eine kleine Schar deutscher Journalisten zum „Europäischen Mazda Technologie- und Design-Forum 2019“ in der ersten Dezemberwoche klang spannend. Zunächst war in dem Schreiben die Rede vom „ersten Elektrofahrzeug von Mazda“, dem MX-30, der Ende November auf der Tokyo Motor Show erstmals das Licht der Öffentlichkeit erblickte und jetzt auf dem Forum gezeigt werden sollte.

Doch eine Testfahrt mit dem jüngsten Spross aus der Mazda-Ideenschmiede in der japanischen Präfektur Hiroshima? Pustekuchen. Anschauen und anfassen ja, Fahren nein. Noch nicht einmal eine Sitzprobe war gestattet. Alles top secret.

Stattdessen war das lediglich mit einem Prototyp erlaubt, der den kompletten Antriebsstrang des MX-30 unter der Karosserie eines Mazda CX-30 verbarg. Wie sich aber später herausstellen sollte, tat das weder der Veranstaltung noch dem Erlebnis, den Neuen zu „er“-fahren, einen Abbruch. Denn auch der traditionell je nach Motorwahl Benzin oder Diesel konsumierende neue Crossover CX passte nahtlos in die Mazda-Philosophie von Design und Fahrerlebnis und vermittelte dank der unter seinem Blech verborgener MX-Technik eindrucksvoll Mazda-Fahren auf elektrische Art.

Im Vergleich zu seinen einheimischen Wettbewerbern mühte und müht sich Mazda stets um das besonders Japanische. Kodo nennt sich zum Beispiel die Grundlage des Mazda-Designs, das Eleganz auf Basis japanischer Ästhetik auf das Wesentliche reduzieren soll, also auf Einfachheit als höchste Form der Perfektion. Kodo begann 2012 mit dem Sportwagen Mazda CX-5 der ersten Generation, erstreckt sich inzwischen auf alle Modelle und wird seither ständig fortentwickelt, auch im neuen Elektrocrossover. Dort soll die Mazda-Formensprache durch ein sogenanntes „Human Modern“-Designkonzept erweitert werden, das sich, wie es auf Marketing-Deutsch heißt, „durch eine Einfachheit kennzeichnet, die seine Schönheit noch stärker hervorhebt“.

Chefdesigner Youichi Matsuda drückt sich so aus: „Das Äußere ist kompromisslos einfach, um seine Schönheit als feste Masse hervorzuheben. Die Vorderseite zeigt einen freundlichen Ausdruck, und das Kabinendesign mit seinem gerahmten Verdeck und den Freestyle-Türen vermittelt ein Bild der Leichtigkeit. Das Interieur soll den Bewohnern das Gefühl geben, von Offenheit umgeben zu sein.“ Letzteres vermittelt besonders die fehlende B-Säule des Wagens. Was Matsuda als „Freestyle-Türen“ bezeichnet, sorgt dafür, dass die beiden Vordertüren wie gewohnt nach vorne aufgeklappt werden, während sich die Fond-Eingänge entgegengesetzt nach hinten öffnen. Dadurch entsteht ein besonders offener und durch keinerlei senkrechte Barriere behinderter Einstieg.

Darüber hinaus betont umweltfreundliches Material den Innenraum. In der Mittelkonsole vermittelt das Naturprodukt Kork, das aus Abfällen der Flaschenkorken-Herstellung stammt, visuelle Wärme, während die Türverkleidung aus einem Material besteht, dessen Struktur Luft zu enthalten scheint. Beides ist schadstoffarm und nachhaltig: Die Türverkleidung besteht aus Fasern recycelter Kunststoffflaschen, während der Kork aus nachwachsender Baumrinde gewonnen wird, ohne dass hierfür Bäume gefällt werden müssen.

Auch für das eigentliche Fahrerlebnis hat Mazda einen Begriff aus der japanischen Tradition geliehen: Jinba Ittai. Eigentlich bezeichnet dieser Begriff das Zubereiten und Servieren von japanischem grünem Tee. Jinba Ittai beschreibt außerdem den Einklang zwischen Reiter und Pferd, im Auto die enge Verbindung zwischen Fahrerin oder Fahrer und Fahrzeug.
Diese Harmonie will Mazda auch mit seinem ersten batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeug erreichen, wofür eine ganze Reihe von technischen Tricks angewendet wird, die auch bei den Fahrten im Prototyp in Erscheinung traten. Normalerweise beschränkt sich die Lärmkulisse im Innenraum eines E-Fahrzeugs auf die Quellen Reifen, Radio und Wind. Beim MX-30 kommt noch eine weitere aus den Lautsprechern hinzu.

Weil nämlich Schallfrequenz und Schalldruck den Menschen dabei helfen, die Geschwindigkeit ihres Autos einigermaßen realistisch einzuschätzen, nutzt Mazda diese Fähigkeit und schickt einen auf das Motordrehmoment abgestimmten Sound auf möglichst natürliche und angenehme Weise über das Audiosystem ins Fahrzeug. Damit nimmt der Fahrer Drehmoment und Geschwindigkeit besser wahr, was zu einem gleichmäßigeren und stabileren Fahrverhalten beiträgt.

Die Meinung dazu war unter den Journalisten nach der Fahrt im Tarnkappen-MX-30 geteilt. Nicht jeder wollte den Sound begrüßen. Mazda denkt deshalb darüber nach, dafür auch eine Abschaltmöglichkeit anzubieten. Doch dient dieses Merkmal wohl ebenso der Sicherheit wie die von Mazda entwickelte Fahrdynamikregelung G-Vectoring Control (GVC). Sie wurde weiter entwickelt und nutzt das Drehmoment des Elektromotors für eine noch bessere Lastverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse in unterschiedlichen Fahrsituationen. In jedem Geschwindigkeitsbereich ermöglicht das System sanfte und nahtlose Übergänge zwischen den in Längs- und Querrichtung wirkenden Beschleunigungskräften – unabhängig davon, ob der Fahrer Lenkkorrekturen auf geraden Straßen oder in Kurven vornimmt. Das Ergebnis ist ein natürlicheres und angenehmeres Fahrverhalten und war beim Versuch für kleine Landstraßen wie gemacht.

Das neue e-GVC Plus passt das Motordrehmoment an die Lenkmanöver des Fahrers an. Am Kurveneingang reduziert das System das abgegebene Drehmoment leicht, wodurch die Vorderräder mehr Radlast erhalten. Dies verbessert die Reaktion auf den Lenkbefehl. Wenn der Fahrer am Kurvenausgang das Lenkrad in seine ursprüngliche (neutrale) Position zurückdreht, wird das Drehmoment leicht erhöht, um die Radlasten nach hinten zu verschieben und das Fahrzeug zu stabilisieren. Auch der Geradeauslauf wird dadurch schneller wieder hergestellt. Bei einer schnellen Rückkehr des Lenkrads in die Neutralstellung arbeitet das System zudem eng mit der Bremssteuerung zusammen, die durch ein leichtes Abbremsen des kurvenäußeren Vorderrades das Zurückdrehen des Fahrzeuges in Geradeausstellung unterstützt. Das Zusammenspiel verbessert die Stabilität bei Fahrten auf Bergstraßen, Autobahnen und rutschigen Untergründen erheblich – und verleiht dem vollelektrischen Mazda ein unvergleichliches Handling.

Noch ein Wort zur Batterie: Für sein erstes elektrisches Fahrzeug nutzt Mazda eine 35,5 kWh große Lithium-Ionen-Batterie, deren Reichweite 200 Kilometer nach WLTP betragen soll. Für den Alltagsgebrauch in der Stadt und für Berufspendler ausreichend. Später – möglicherweise in zwei Jahren – soll es auf Wunsch einen kleinen Wankelmotor als Reichweitenverlängerer geben, womit sich der MX-30 zum Plug-in-Hybrid mausern würde. Mazda ist inzwischen der einzige Autoproduzent, der sich noch mit dem Kreiskolbenmotor beschäftigt.

Und last, but not least ein letzter Nachweis, der Mazda deutlich von der japanischen Konkurrenz unterscheidet. Im Konzern zeichnet nämlich als Programm-Managerin Tomiko Takeuchi verantwortlich, die man politisch unkorrekt als hinreißende Person bezeichnen würde. Doch die zierliche Dame weiß sich in der japanischen Männerwelt durchzusetzen. Zudem nennt sie als ihre liebste Freizeitbeschäftigung das zügige Fahren mit schweren Motorrädern auf japanischen Landstraßen. Das sagt eigentlich alles.
Seit Kurzem können Kunden den Mazda MX-30 First Edition gegen eine Gebühr von 1000 Euro auf www.mazda.de reservieren. Der Marktstart des Autos beginnt voraussichtlich zu Preisen ab 33 990 Euro in Deutschland und Europa im zweiten Halbjahr 2020. (ampnet/hrr)

Mazda zweitstärkste japanische Marke

Mit 6186 Neuzulassungen hat Mazda seine Verkäufe in Deutschland im vergangenen Monat gegenüber dem Oktober 2018 um 3,6 Prozent gesteigert und einen Marktanteil von 2,2 Prozent erzielt. Im bisherigen Jahresverlauf kommt der japanische Hersteller mit 57 896 Neuzulassungen auf ein Plus von einem Prozent und einen Marktanteil von 1,9 Prozent. Damit bleibt Mazda etwas hinter der Entwicklung des Gesamtmarktes zurück, schlägt sich aber deutlich besser als einige andere japanische Marken und ist die Nummer zwei hinter Toyota.

In der markeninternen Rangliste belegte im Oktober der CX-3 mit rund 2400 Fahrzeugen die Spitzenposition, gefolgt vom CX-5 mit über 1300 Zulassungen und dem 3er mit gut 700 Einheiten. Es folgen mit je über 600 Verkäufen der neue CX-30 und der Mazda 2. Der Mazda 6 kommt auf rund 350 Zulassungen und der MX-5 auf etwa 180 Fahrzeuge. (ampnet/jri)

Mazdas erster Stromer ist bereits reservierbar

MX-30 heißt Mazdas erstes Elektroauto. Es handelt sich um einen knapp 4,40 Meter langen Crossover mit auffällig kurzen Fondtüren, die nach Art des RX-8 nach hinten aufschwingen. Der MX-30 soll eine Reichweite von rund 200 Kilometern haben. Das Fahrzeug kann parallel zur Weltpremiere auf der Tokyo Motor Show (–4.11.2019) bereits jetzt gegen eine Gebühr von 1000 Euro (www.mazda.de) reserviert werden, die bei Abschluss eines Kaufvertrags erstattet wird.

Für Deutschland peilt Mazda einen Preis von 33 990 Euro für die „First Edition“ an, die im zweiten Halbjahr 2020 auf den Markt kommen soll. Die Lithiumionen-Batterie hat eine Kapazität von 35,5 kWh. Weitere Angaben zur Leistung des Fahrzeugs machte Mazda noch nicht. (ampnet/jri)

Mazda6 bekommt umfangreiches Update

Mazda zeigt auf dem Genfer Autosalon (–18.3.2018) das Facelift seines Flaggschiffs mit einem umfangreichen Update. Der Mazda6 erhält unter anderem einen tiefer und weiter hinten platzierten Kühlergrill mit einem Muster aus kleinen Blöcken, neue LED-Blinkleuchten und schlankere Hauptscheinwerfer mit intergrierter Nebelscheinwerferfunktion. Auch das Heck wurde leicht überarbeitet und die Auspuffendrohre verfügen über einen größeren Durchmesser als bisher und rücken weiter in die äußeren Ecken.

Erstnals kommt im Mazda6 ein Acht-Zoll-Zentraldisplay zum Einsatz.Das neue sieben Zoll i-Activ-Display zeigt die Tachometereinheit und Hinweise des Bordcomputers digital an. Das neue Head-up-Display
projiziert die Fahrzeuginformationen direkt auf die Windschutzscheibe. Die Instrumententafel und Türinnenverkleidungen wurden überarbeitet und die Belüftungsdüsen neu positioniert. Den Langstreckenkomfort erhöhen dickere Polster und breitere Sitzflächen sowie eine verbesserte
Geräuschdämmung. Ein neues Interieur-Paket umfasst Nappaledersitze, echte Sen-Holz-Einlagen und alcantara-ähnliches Ultra-Suede-Material.

Die Motoren werden auf die Abgasnorm Euro 6d Temp umgestellt. Dabei steigt die Leistung des 2,2-Liter-Dieselmotors von 175 PS auf 184 PS (135 kW) und auch die beiden Benziner wurden im Detail modifiziert,
wobei der 2,5-Liter-Motor eine Zylinderabschaltung erhält. Dazu kommen Aktualisierungen an Fahrwerk und Lenkung. Der Mazda6 bekommt darüber hinaus einen 360-Grad-Monitor und eine intelligente Geschwindigkeitsregelanlage, die auf Wunsch die Verkehrszeichenerkennung mitnutzt. (ampnet/jri)

Fahrbericht Mazda6 Kombi Skyactiv-D 150 AWD

Der Dienstwagen des deutschen Handlungsreisenden ist der VW Passat Variant. Für diejenigen, die nach Alternativen oder nach einem praktischen Familienauto suchen, halten auch andere Hersteller gelungene Kombis bereit. So wie Mazda zum Beispiel. Die Japaner versuchen bei ihrem 6er mit ansprechendem Design zu punkten.

In Hiroshima, wo Mazda zuhause ist, war man mit dem Styling des 6er-Kombis offenbar sehr zufrieden. Die letzte Modellüberarbeitung hat nur marginale Veränderungen gebracht. Lange Motorhaube und ein abfallendes Dach sind die Charakteristika der Karosserie, deren Höhe mit 1,48 Metern vier Zentimeter flacher ist als zum Beispiel beim Passat. Außen fällt die Modellüberarbeitung beispielsweise durch den etwas feiner gezeichneten Grill mit der prägnanten unteren Chromspange auf, Innen mit einem neuen Lenkrad, veränderter Lederqualität, neu gestalteten Tasten und anderen Kleinigkeiten. Neu ist die Lenkradheizung.

Unverändert, und das ist eine Eigenheit des Mazda, die man mögen muss, blieb der sportliche und mitunter etwas enge Zuschnitt des Interieurs. Die Sitzposition auf den vorderen Plätzen ist sehr tief angeordnet, man gleitet in eine Haltung, die eher den Insassen eines Sportcoupés entspricht als denen in einer Familienkutsche – und das ist ein Kombi ja in den meisten Fällen. Bei der Instrumentierung setzt Mazda auf klassische Optik. Drei Rundinstrumente finden sich hinter dem Lenkrad, alles klar gegliedert und gut ablesbar. Wiederholungstäter beim Mazda-Kauf wissen: Das, was man für den Lautstärkeregler zu halten geneigt ist, dient der Temperatureinstellung der Klimaanlage. Der Schallpegel der Musikanlage wird mit dem kleinen Knopf neben dem Dreh-Drücksteller auf der Mittelkonsole geregelt.

Drei Erwachsene auf der Rückbank unterzubringen, ist zwar möglich, aber richtig bequem sitzt man nur zu zweit. Das liegt unter anderem daran, dass der Kombi gegenüber seinem viertürigen Schwestermodell einen um acht Zentimeter kürzeren Radstand hat. Seine Stärken spielt er aus, wenn es um die Nutzung des Gepäckabteils geht. Die Ladekante ist mit 64 Zentimetern erfreulich niedrig und die Öffnung mehr als einen Meter breit. Die Rücksitze können von der geöffneten Klappe her mit einem Hebel entriegelt werden. So hergerichtet läst sich eine Tiefe von 1,90 Metern nutzen. In Volumen umgerechnet ergibt sich ein Laderaum von 522 bis maximal 1664 Litern. Obacht aber unter der geöffneten Klappe: Wer größer als 1,85 Meter ist, kann sich leicht eine Beule holen.

Der 2,2 Liter große Diesel ist nach dem von Mazda entwickelten Skyactiv-Prinzip konstruiert, das heißt, er erfüllt auf dem Prüfstand die Euro-6-Norm auch ohne SCR-Kat und Harnstoffeinspritzung. Was auffällt, ist der vorbildliche Geräuschkomfort. Der Motor hat nach kurzer Zeit seine Betriebstemperatur aufgebaut und läuft so leise, dass der bauart-typische Nagelsound fast nicht mehr wahrnehmbar ist. Bei der Motorabdeckung hat Mazda leider an der falschen Stelle gespart. Die Haube ist aufgrund ihrer Größe sehr schwer und da wären Gasdruckfedern zum Öffnen die bessere Wahl gewesen.

Während die Limousine ausschließlich mit Frontantrieb angeboten werden, gibt es für den Kombi die Allradoption. Dadurch wird der Wagen zwar nicht zum Geländegänger, jedoch bewirkt das System bekanntlich eine Sicherheitsreserve bei winterlichen Straßenbedingungen. Der Preisunterschied zu einem gleich motorisierten Viertürer beträgt 2700 Euro, wobei mit dieser Summe nicht nur der 4×4-Antrieb bezahlt wird, sondern auch die zahlreichen Zusatzausstattungen, die im neu aufgelegten „Kizoku“-Sondermodell (vormals „Nakama-Intense“) enthalten sind. Im Falle des Testwagens bedeutete dies unter anderem: 19-Zoll-Alufelgen, Rückfahrkamera, Voll-LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, LED-Nebelscheinwerfer, Licht- und Regensensor, Mazda Konnektivitäts-Konzept MZD Connect (für Audio und Kommunikation) mit hochauflösendem Sieben-Zoll-Farbbildschirm und sowie Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung und Bluetooth, Geschwindigkeitsregelanlage, Bose-Sound-System, City-Notbremsassistent sowie Ausparkhilfe, Spurwechsel- und Berganfahrassistent.

Bekanntlich fasst der japanische Hersteller unter dem Begriff „Skyactiv“ nicht nur Motorentechnologie zusammen, sondern will es als Paket verstanden wissen, das sich zum Beispiel auch auf Gewichtsoptimierung bei der Karosserie bezieht. Wenn ein 4,81 Meter langer Kombi weniger als 1600 Kilogramm wiegt, kann man diesen Anspruch als verwirklicht ansehen. So kommt es, dass der 150 PS-Motor ordentlich Temperament entfacht. Das Drehmoment beträgt schon bei 1800 Umdrehungen stolze 380 Newtonmeter und wenn alle vier Räder ausreichend Grip haben, geht es schnurstracks in unter zehn Sekunden auf die 100-km/h-Marke zu. Laut Hersteller sind 201 km/h möglich.

Möglich ist es wahrscheinlich auch, auf dem Rollenprüfstand einen Durchschnittsverbrauch von fünf Litern zu erzielen. So wie er im Datenblatt steht. Am Ende dieses Testzyklus waren es 6,1 L/100km, was durchaus ein respektabler Wert ist. Das knackig einrastende manuelle Getriebe, die direkte Lenkung und das straff abgestimmte Fahrwerk passen gut zu der tiefen Sitzposition, so dass sich im Nu ein sportlich-dynamisches Fahrgefühl einstellt. Das so genannte G-Vectoring, das eine variable Drehmomentverteilung auf die Räder bei Kurvenfahrt ermöglicht, trägt zusätzlich zur Fahrstabilität bei.

Fazit: Ansprechendes Design, Vielseitigkeit und ein leiser, wirtschaftlicher Dieselmotor. Zusammen mit dem Kizoku-Ausstattungspaket hat Mazda ein appetitliches Päckchen geschnürt. Schade nur, dass die meisten der Zusatz- und Assistenzsysteme nicht einzeln erhältlich sind, das würde individuellen Kundenwünschen Rechnung tragen. Insgesamt aber ist der Mazda6 zu Recht ein gefragter Kombi. (ampnet/afb)

Vorstellung Mazda CX-5 Skyactiv-G 194

Mazda fährt mal wieder sein eigenes Ding. Für ihren Bestseller CX-5 bieten die Japaner ab sofort eine neue Topmotorisierung mit der etwas sperrigen Bezeichnung Skyactiv-G 194. Besonderer Clou dabei: Der 194 PS starke Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer ist Mazdas erster Motor mit Zylinderabschaltung. Beim Fahren mit konstanter Geschwindigkeit, vor allem bei niedrigem Tempo in der Stadt, soll er damit bis zu 20 Prozent Sprit einsparen. Serienmäßig kombiniert mit Sechs-Stufen-Automatik und Allradantrieb kostet das nur in der höchsten Ausstattung lieferbare CX-5-Topmodell ab 37 790 Euro.

Die Japaner sind natürlich nicht die ersten mit dieser Technologie. In der Vergangenheit ließen bereits viele US-amerikanischen Hersteller wie Chevrolet Cadillac oder Chrysler einige ihrer großvolumigen Motoren im automatisierten Teilzeitbetrieb laufen. Und auch die aktuellen Achtzylindermodelle von Mercedes S-Klasse, Audi S6, S7, S8, R8 sowie der neue Porsche Panamera Turbo halbieren im Schiebebetrieb automatisch ihre Zylinderzahl. Die ersten Vier-Zylinder-Motoren mit Zylinderabschaltung wiederum hatte VW 2014 erstmals im Polo Blue GT gezeigt, die später auch in allen anderen Marken des VW-Konzerns Einzug hielten. Im Gegensatz aber zum technisch komplizierten ACT-System der Wolfsburger, bei dem mit elektromagnetischen Aktoren und verschiebbarer Nocken die mittleren Zylinder zwei und drei abgeschaltet werden, hat Mazda eine sehr viel simplere und produktionstechnisch günstigere Lösung mit einem bereits vorhandenen Bauteil entwickelt. Dabei werden, vereinfacht gesagt, über den hydraulischen Ventilspiel-Einsteller die Ein- und Auslass-Ventile der beiden äußeren Brennkammern eins und vier und damit zugleich die Zylinder selbst stillgelegt. Eine clevere Motorsteuerung sorgt dabei für den harmonischen Übergang zwischen Zwei- und Vierzylinderbetrieb.

Während der Fahrt ist davon nichts zu spüren, noch zu hören – was schon mal als größtes Kompliment gewertet werden kann. Der Motor schnurrt mit großer Laufruhe vor sich hin und meistert mit seinen 258 Nm Drehmoment im mobilen Alltag jedes Fahrmanöver ohne Mühe. Deutlich bemerkbar ist dagegen das leicht träge Sechs-Stufen-Automatikgetriebe, das in Antritt und Beschleunigung von den 194 PS gefühlte 150 PS übriglässt. Etwas besser wird’s im Sportmodus, bei dem Gasannahme und Gangdrehzahl angehoben werden, wobei hier das scheinbar endlose Hochziehen der Gänge akustisch nervt. Am stimmigsten wirkt das Leistungspotenzial des Top-Triebwerks noch bei manueller Anwahl der einzelnen Stufen mittels Hin- und Herschieben des Schalthebels. Auch wenn man dazu eigentlich nur bei Überholmanövern auf der Landstraße oder auf dem Beschleunigungsstreifen der Autobahn greift. Bei weniger sportlicher Fahrweise rollt es sich im urbanen Stop-and-go mit dem automatischen Wandler jedoch komfortabel dahin.

Und hier entwickelt die Zylinderabschaltung auch den größten Einspareffekt. Bei konstant gefahrenen 40 km/h etwa soll sich der Verbrauch um rund 20 Prozent verringern, bei Tempo 80 sind es noch fünf Prozent. Am Ende bleiben es im kombinierten Betrieb aber immer noch 7,1 Liter sowie 162 g/km CO2. Dafür erfüllt der Motor in Sachen Rußpartikel laut Mazda-Sprecher Jochen Münzinger schon jetzt die ab dem nächsten Jahr geltenden schärferen, auf das Niveau der Dieselmotoren abgesenkten Grenzwerte. Und zwar „nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch beim obligatorischen RDE-Realverbrauchstest auf der Straße“.

Angeboten wird das neue CX-5-Topmodell auch nur in der höchsten Ausstattung „Sportline“ ab 37 790 Euro, dann aber auch neben der erwähnten Automatik inklusive Allradantrieb, Matrix-LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, elektrischer Heckklappe, Bose-Soundsystem und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Für 990 Euro gibt es noch ein Technikpaket mit Abstandsradar plus Stauassistent und Head-up-Display in der Frontscheibe, schwarze (1900 Euro) oder weiße Lederausstattung (2100 Euro), Glasschiebedach (770 Euro) sowie die Metallic-Sonderfarbe Magmarot für 900 Euro. (ampnet/fw)