Seat verlängert Garantie um drei Monate

Die Corona-Umstände erfordern besondere Maßnahmen: Daher hat sich auch Seat entschlossen, für Fahrzeuge, deren Garantielaufzeit zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Mai 2020 abgelaufen ist oder ablaufen wird, eine dreimonatige Garantieverlängerung einzuräumen. Sie gilt sowohl für die Hersteller- als auch für die Seat-Garantieverlängerung. (ampnet/jri)

Seat Leon kommt zu Preisen ab 21.500 Euro

Noch steht nicht genau fest, wann der neue Seat Leon auf den Markt kommen wird. Ursprünglich war der April ins Auge gefasst worden, doch dann machte die Corona-Pandemie dem Autohersteller einen Strich durch die Rechnung. Fest steht aber, dass die Preise für den kompakten Spanier bei 21.500 Euro beginnen werden und der Leon mehr Platz als bisher bieten wird.

Die Limousine wächst um achteinhalb Zentimeter auf eine Länge von 4,37 Meter und wird etwas flacher als bisher. Der Leon Kombi ST (Sportstourer) misst künftig 4,64 Meter und ist damit 9,3 Zentimeter länger geworden. Der Radstand der Baureihe legte um fünf Zentimeter auf 2,67 Meter zu. Beim Fünftürer bleibt es bei 380 Litern Kofferraumvolumen, dass bei umgeklappten Rücksitzen auf 1301 Liter wächst. Das sind 91 Liter mehr als bisher. Beim Sporttourer wächst der Laderaum auf 620 Liter (plus 33 Liter) bis 1750 Liter (+130 Liter).

In der vierten Modellgeneration wird es den Leon auch als Hybrid geben. Die neue Generation des Doppelkupplungsgetriebes arbeitet mit einem elektronischen Impuls. Durch den Wegfall des Handschaltgetriebes gibt es mehr Platz im Innenraum. Zudem bietet der Seat Leon (ausstattungsabhängig) eine Drei-Zonen-Temperaturregelung, einen Luftqualitätssensor mit automatischer Umschaltung, eine Sitzheizung mit Memory-Funktion sowie einen 230-Volt-Anschluss und bis zu vier USB-C-Anschlüsse. Wert wurde bei der Fahrzeugentwicklung auch auf die Geräuschdämmung gelegt. (ampnet/jri)

Cupra: Leistungs-Explosion auf der Schneepiste

An Automarken wie Simca, NSU oder Pontiac können sich nur wenige noch erinnern, neue kommen immer wieder hinzu. Sie heißen zum Beispiel DS oder Polestar, sollen Luxus- oder Elektro-Kompetenz untermauern. Die Buchstaben-Kombination „Cupra“ hat ihren Ursprung im Motorsport, wurde aus dem Begriff „Cup-Race“ gebildet und hat bei Seat die leistungsstärksten Versionen einer Baureihe definiert. Seit Anfang 2018 läuft die Positionierung als eigenständige Marke und die vergangenes Jahr auf dem Automobilsalon in Genf vorgestellte Crossover-Studie „Formentor“ geht dieses Jahr in Serie. Es wird das erste Modell sein, das kein Vorbild im Seat-Portpolio hat.

Es scheint also zu funktionieren, viele Kunden sind scharf auf Cupra, wie allein fast 11.000 verkaufte Fahrzeuge mit diesem Namen in 2019 zeigen. Beim Modell Ateca war jeder Vierte neu zugelassene Wagen ein Cupra. Den Höhenflug der VW-Tochter illustriert nicht zuletzt die Tatsache, dass Seat hinter Skoda zur zweitgrößten Importmarke in Deutschland aufgestiegen ist. Nicht ohne Stolz konnte Geschäftsführer Bernhard Bauer jetzt verkünden, dass Seat mit mehr als 138.000 Exemplaren die Hersteller Renault und Hyundai auf die nachfolgenden Plätze verwiesen hat. Vier Neuerscheinungen in 2020 sollen diese Position festigen.

Auch wenn die Bilanz nach gerade 50.000 Einheiten im Jahr 2010 beeindruckend erscheint, weiß auch Bernhard Bauer: Ein bisschen mehr geht immer. Vor allem bei der Leistung. Auf dem verschneiten Flüelapass zwischen den schweizerischen Ski-Orten Davos und Susch stellte Seat jetzt zwei Sondermodelle des Ateca vor, für die sich trotz eisiger Temperaturen wohl jeder Testfahrer leicht erwärmen konnte. Die „Limited Edition“ ist auf 1999 Exemplare begrenzt und lockt mit 300 PS (221 kW) sowie zahlreichen eigenwilligen Ausstattungsmerkmalen. Dazu gehören beispielsweise 20-Zoll-Felgen mit Kupfer-Akzenten, eine Akrapovic-Abgasanlage mit vier perforierten Endrohren, Brembo-Bremsen sowie Schalensitze und Alcantara-Bezüge. Freilich treibt dies den Preis des Ateca, der in seiner einfachsten Version 22.490 Euro kostet, auf 50.650 Euro.

Der aufgeladene Zweiliter-Vierzylinder stemmt 400 Newtonmeter Drehmoment an die Achsen, mehr als ein gleich starker Porsche Cayman. Bei 247 km/h ist auch auf trockener freier Strecke Schluss. Auf der präparierten Eispiste gefiel der Ateca durch problemloses Handling. Es ist leicht, die Fuhre im Slalomparcours ins Wedeln zu bringen, aber ebenso einfach, sie wieder einzufangen. Dabei hilft unter anderem die Tatsache, dass ein übergroßer Gierwinkel der Motorelektronik befiehlt, die Gaszufuhr einzustellen.

Offenbar scheint man bei Cupra (womit die Verantwortlichen von Seat gemeint sind) der Ansicht zu sein, dass es Kunden gibt, denen 300 Pferdestärken nicht reichen. Deshalb ist man eine Liaison mit der bekannten Tuning- und Rennsport-Firma Abt eingegangen, die dem verschärften Ateca noch einen Schuss mehr Würze verleiht. Das dort geschnürte Paket umfasst außer Original-Abt-Sportfelgen im Maß 20 Zoll eine Leistungssteigerung auf 350 PS (257 kW) und eine Erhöhung des Drehmoments auf 440 Nm sowie eine Tieferlegung des Fahrwerks um 25 bis 30 Millimeter. Auch für den Leon Cupra R Sportstourer sind diese technischen Veränderungen bestellbar, allerdings mit dem Unterschied, dass die Tieferlegung dort lediglich 15 bis 20 Millimeter beträgt. Beide Pakete sind für jeweils 5990 Euro erhältlich.

Der Schleuder-Traum im Ski-Gebiet kann zwar höchst vergnügliche Fahrerlebnisse mit sich bringen, jedoch eines ist nicht möglich: Einen realistischen Eindruck von den tatsächlichen Verbrauchswerten der entfesselten Ateca- und Leon-Versionen zu vermitteln. Für den 300-PS-Ateca spricht der Hersteller von 7,4 Litern im Mittel, beim gleich starken Cupra-Kombi von 7,1 Litern. Es ist also davon auszugehen, dass sie ohne schneebedingt ständig durchdrehende Räder im Alltag unter neun Litern bewegt werden können.

Die für den weiteren Verlauf des Jahres angekündigten Neuheiten bieten unter anderem einen kompakten Elektro-Wagen, der technisch eng verwandt mit dem Volkswagen ID3 sein wird. Der Kleinwagen Mii wird ebenfalls elektrifiziert, und zwar nach dem Muster von VW e-Up und Skoda Citigo. Seat wirbt damit, dass der Mii-electric bei Inanspruchnahme der staatlichen Förderung nur 14 080 Euro kosten werde. Der Nachfolger des aktuellen Leon ist in Vorbereitung, das SUV Tarraco wird zum Ende des Jahres als Plug-in-Hybrid vorgestellt.

Parallel will Seat auch andere alternative Antriebe ausbauen. Man werde „weiter auf die CNG-Technik setzen“ versprach Bernhard Bauer zum Thema Erdgas-Antrieb. Auf die in Wolfsburg entwickelte Studie eines Erdgas-Plug-in-Hybrids, der die Vorteile eines synthetisch und umweltfreundlich herzustellenden Kraftstoffs mit fortgesetztem Bedarf an Zulieferbauteilen wie Kurbelwellen, Abgasanlagen und Turboladern verknüpfen könnte, wird Seat jedoch wahrscheinlich nicht zurückgreifen können. (ampnet/afb)

Der Seat Leon macht Platz im Fond und für Konnektivität

Seat bringt im April den neuen Leon auf den Markt. Die vierte Generation ist 8,6 Zentimeter länger (Kombi 9,3 cm), anderthalb Zentimeter schmaler und drei Zentimeter niedriger. Der Radstand wuchs um fünf Zentimeter. Der Längenzuwachs kommt vor allem dem Platzangebot im Fond bzw. dem Kofferraumvolumen zugute. Ganz im Zeichen der Zeit stehen die Einführung eines Mild- und eines Plug-in-Hybrids in der Baureihe sowie der Ausbau der Konnektivität und der Assistenzsysteme. Am Diesel hält Seat dabei nach wie vor ebenso fest wie an einer Erdgasversion.

Der Leon ist das erste umfassend digital vernetzte Fahrzeug der Marke. Zu seiner Ausstattung gehört neben dem Full-Link-System (Android Auto und drahtloser Zugang zu Apple-Carplay) auch ein Online-Infotainment-System, das um neu entwickelte Apps erweitert werden kann. Aus der Ferne kann der Fahrer auf Daten seines Fahrzeugs zugreifen und Funktionen wie den Ladevorgang des Plug-in-Hybrids oder die Klimaanlage steuern.

Im Vergleich zum Vorgängermodell hat sich der Luftwiderstandsbeiwert um rund acht Prozent verbessert. Der Leon verfügt über LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten und dynamische Blinker. Den Innenraum prägen weiche Kunststoffe, Textilien und Leder für die Sitzbezüge, Türverkleidungen und das Armaturenbrett. Im Zentrum steht das zentrale10-Zoll-Infotainment-Display mit Gesten- und selbst lernender Sprachsteuerung. Eine eingebaute SIM-Karte stellt eine WLAN-Verbindung her. Eine Ambientebeleuchtung verläuft über das gesamte Cockpit und entlang der Türen. Sie übernimmt auch Funktionen wie beispielsweise Warnungen des Toter-Winkel- und des Ausstiegsassistenten.

Als Fünftürer bietet der Kompaktwagen ein Gepäckraumvolumen von 380 Litern (identisch mit der Vorgängergeneration), während die Variante als Sportstourer mit 617 Litern Gepäckraumvolumen 30 Liter mehr als bisher bietet. Es wird vier Ausstattungslinien geben. Standard in allen sind das schlüssellose Schließ-und Startsystem „Kessy“, die LED-Scheinwerfertechnologie, ein 8-Zoll-Infotainmentsystem sowie Seat Connect. Spitzenmodell ist der sportliche FR mit spezifischer Fahrwerksabstimmung und digitalem Cockpit. (ampnet/jri)

Cupra Leon: Die Sportmarke von Seat startet durch

Vor vielen Jahren überraschte der damalige Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piëch die automobile Welt mit seiner Vision, dass die damals gerade übernommene spanische Marke Seat im Spielfeld von Alfa Romeo antreten solle. Nun, die folgenden Modelle der Spanier versetzten die Italiener nicht in Angst und Schrecken, doch inzwischen haben sich die Verhältnisse gründlich verändert. Alfa Romeo ist nur noch ein Schatten vergangener Grandezza, und Seat gehört zu den erfolgreichen Marken im Volkswagen-Konzern. Seit zwei Jahren spielt nun auch der sportliche Seat-Ableger Cupra im Segment der sportlichen Kompaktmodelle stark auf.

Vor allem in Deutschland fand die jüngste europäische Marke auf Anhieb viele Anhänger. Von den insgesamt 44.000 verkauften Cupra-Modellen gingen 10.000 nach Deutschland, das sich zum wichtigsten Markt noch vor Spanien entwickelt hat. „Zehn Prozent der abgesetzten Leon tragen das Cupra-Markenzeichen“, erklärte Cupra-Chef Wayne Griffiths bei der Vorstellung des neuen Cupra Leon in Barcelona. Gleichzeitig zeigten die Spanier auch das neue Hauptquartier der Marke, die bisher ausschließlich modifizierte Seat-Modelle an den Start gebracht hat. Auf dem Genfer Automobilsalon folgt demnächst mit dem SUV-Coupé Formentor das erste eigene Modell.

Bei der Neuauflage des Cupra Leon verschwindet jetzt erstmals das Seat Markenzeichen, und gleichzeitig rollt das Sportmodell in eine elektrifizierte Zukunft. „Mit dem neuen Cupra Leon wollen wir unsere Marke stärken“, beschreibt Griffiths die Ausrichtung der Marke. Wie bisher wird der Sport-Leon als Kompaktlimousine und Kombi (mit der Typenbezeichnung Sports Tourer) mit einem deutlich eigenständigeren Design als bisher angeboten. Für die Abteilung Vortrieb wählten die Entwickler in Barcelona drei Benzin-Motoren und einen Hybridantrieb, die mindestens 245 PS leisten. Daneben stehen noch zwei Vierzylinder mit 300 PS und 310 PS (ausschließlich für den Sports Tourer mit Allradantrieb) im Angebot.

Angesichts der verschärften Abgasvorschriften kommt der Cupra Leon auch als Plug-in-Hybrid zu den Kunden. „Mit dem Hybrid unterstreichen wir unsere Verpflichtung, die Elektrifizierung auch in das Hochleistungssegment zu bringen“, erklärt Seat-Cupra-Entwicklungschef Axel Andorf die elektrifizierte Ausrichtung. Der Hybridantrieb kombiniert einen 150 PS starken 1,4-Liter-TSI-Motor mit einem 115 PS starken E-Motor, was sich in eine Systemleistung von 245 PS übersetzt. Die Verbindung steht für ein Drehmoment von 400 Newtonmetern. Als elektrische Reichweite geben die Spanier 60 Kilometer an, und die Ladezeit für die 13 Kilowattstunden leistende Batterie liegt an einer Wallbox bei 3,5 Stunden. An der gewöhnlichen Haushaltssteckdose vergehen sechs Stunden. Dank des elektrifizierten Antriebs sinkt der CO2-Ausstoß auf weniger als 50 Gramm je Kilometer. Über die Fahrleistungen machen die Cupra-Verantwortlichen noch keine Angaben.

In der Abteilung Verbrenner gehen ein ebenfalls 245 PS starker sowie ein 300 PS starker Zweiliter-TSI-Antrieb an den Start, die jeweils mit Frontantrieb verbunden sind. Für den Allradantrieb steht das leistungsstärkste Aggregat mit 310 PS für den Fünftürer und den Sports Tourer bereit. So ausgerüstet erledigt der „Eiltransporter“ die Strecke von Null auf 100 km/h in weniger als fünf Sekunden und mutiert so zum rasanten Familienmobil, den der neue Cupra-Botschafter Marc ter Stegen, Torwart beim FC Barcelona, wegen der Kombination von Rasanz und praktischen Eigenschaften als neues Gefährt wählte.

Alle Antriebsversionen sind mit einem besonders schnell schaltenden DSG-Getriebe ausgestattet, dessen Wählhebel nicht mehr mechanisch mit der Schaltzentrale verbunden ist und stattdessen elektronische Signale nutzt. Die Verantwortlichen versprechen dank des entsprechend ausgelegten Fahrwerks ein dynamisches Fahrverhalten (alles andere wäre auch überraschend), für das vier Fahreinstellungen bereitstehen. Neben Comfort kann der Fahrer aus Sport, Cupra und Individual wählen. Auch das Interieur wurde der sportlichen Ausrichtung angepasst.

Für die Beleuchtung spendierten die Entwickler dem Cupra-Leon LED-Leuchten, und natürlich kommt das Modell mit einer vollständigen Konnektivitätsausrüstung auf den Markt. Das digitale Cockpit lässt sich den individuellen Wünschen der Kunden anpassen. In der Abteilung Sicherheit sind unter anderem ein Tempomat mit Abstandsautomatik, ein Notfall-Assistent sowie Spurhalteassistent an Bord. Ein Stauassistent bringt teilautonomes Fahren in das Modell.

Cupra versteht sich nicht mehr allein als Automobilhersteller, vielmehr wollen die Marketing-Strategen ihren Kunden eine vollständige Markenwelt bieten. Als erste Partner haben die Spanier einen Lampenhersteller sowie einen Schuhproduzenten und einen Sonnenbrillen-Produzenten an Bord geholt. So behalten die Cupra-Fans den Durchblick. (ampnet/ww)

Der Cupra Formentor kommt

Seats Performancemarke Cupra wird auf dem Genfer Automobilsalon (Publikumstage: 5.-15.3.2020) die Serienversion der Studie Formentor vorstellen. Der Crossover ist das erste eigenständige Modell von Cupra und kommt als Plug-in-Hybrid. Damit nicht genug an Weltpremieren: Ihr Debüt geben in Genf auch der neue Leon und der Tarraco FR im Sportdress sowie der Cupra Leon und der Cupra e-Racer für den elektrischen Tourenwagensport. (ampnet/jri)

Zwei Seat tragen Schwarz

Seat frischt sein Fahrzeugangebot mit zwei Sondermodellen auf. Ab sofort ist der Seat Ateca FR „Black Edition“ mit einem Kundenvorteil von 2095 Euro bestellbar. Zudem bietet der spanische Automobilhersteller die „Black Matt Edition“ für den Seat Leon FR nun auch mit TGI-Motoren an. Beim Leon beträgt der Preisvorteil 2575 Euro, beim beliebten Kombi Leon Sportstourer 2515 Euro.

Das Sondermodell Seat Ateca FR „Black Edition“ basiert auf der Ausstattungslinie FR und ist für alle Motoren erhältlich, die innerhalb dieser Ausstattungslinie verfügbar sind. Die „Black Edition“ bietet zusätzlich zur FR-Variante unter anderem 19-Zoll-Leichtmetallräder, schwarz lackierte Außenspiegelgehäuse, Dachreling, Kühlergrill und Seitenfensterleisten, Navigationssystem, Beats-Audio-Soundsystem, Anschlussbox in der Mittelkonsole, virtuelles Cockpit und die adaptive Fahrwerksregelung DCC.

Neu ist auch die FR „Black Matt Edition“ für die CNG-Ausführungen des Seat Leon und des Seat Leon Sportstourer. Sie war bisher den herkömmlichen Diesel- und Benzin-Varianten vorbehalten. Die Ausstattung der „Black Matt Edition“ bei den TGI-Modellen ist – mit Ausnahme des Virtual Cockpit – identisch mit den anderen Motorisierungen. Diese umfasst zusätzlich zu den herkömmlichen FR Varianten 18-Zoll-Leichtmetallräder, Außenspiegelgehäuse und Frontgrillrahmen lackiert in „Black Matt“, Dachreling in Schwarz (für den Seat Leon Sportstourer), Panorama-Glasschiebedach, Alcantara-Paket in Schwarz, Licht-und Sicht-Paket sowie das Business-Plus-Paket mit DAB+, Full Link und Navigation. (ampnet/deg)

Seat Tarraco mit neuer Antriebsvariante

Seat bietet den Tarraco in einer neuen Variante mit 1,5-Liter-Motor, Frontantrieb, 150 PS (110 kW) und Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an. Sie richtet sich nicht zuletzt an Flottenkunden. Der Tarraco 1.5 TSI entwickelt ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern, beschleunigt in 9,5 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 198 km/h. Er ist in zwei Ausstattungsvarianten und wahlweise mit fünf oder sieben Sitzen erhältlich. (ampnet/jri)

Fahrbericht Seat Arona 1.0 TGI: Für 16 Euro ist der Tank voll

Seat macht Ernst mit dem Gasgeben: Vier Modelle mit einem Antrieb für luftförmigen Kraftstoff hat der Hersteller im Angebot, jetzt beteiligt er sich an einem Forschungsprojekt, das Biomethan direkt aus Abfällen gewinnen soll. Wie sich das einzige Kompakt-SUV mit Erdgas-Antrieb, der Arona, in der Praxis schlägt, sagt unser Fahrbericht.

Im Volkswagen-Konzern läuft die Marketingmaschinerie zur Elektrifizierung auf Hochtouren. Doch in Martorell in der Nähe von Barcelona setzt man weiter auf eine andere alternative Antriebsform: den Erdgas-Motor. Das Modell Arona ist in seinem Segment derzeit weltweit das einzige, das mit diesem Kraftstoff angetrieben werden kann. Und mit Benzin, denn bekanntlich ist das Netz der Tankstellen noch nicht so ausgebaut, wie es sich Kunden wünschen würden.

Unter der Haube läuft der Ein-Liter-Dreizylinder, der auch in anderen Konzernmodellen zum Einsatz kommt. Für den Arona ist er auf Erdgas-Verbrennung optimiert und leistet 90 PS (66 kW). Am Heck trägt er das Kürzel „TGI“, das für „Turbo Gas Injection“ steht. Die Zusatzkosten gegenüber der vergleichbaren TSI-Version betragen moderate 1000 Euro. Der Rein-Benziner hat zwar fünf Pferdestärken mehr, dafür aber nur ein Fünf-Gang-Getriebe. Der TGI benutzt eine Sechs-Gang-Handschaltung.
Die Ernsthaftigkeit, mit der Seat weiter auf Erdgas setzt, ist nicht nur daran zu erkennen, dass es sich dem von der EU finanzierten und auf vier Jahre angelegten Projekt der Gewinnung von Deponiegas aus Abfällen anschließt. Die spanische Marke vertraut darauf, dass sich wegen der Umwelt- und Kostenvorteile eine steigende Zahl von Kunden für die Variante entscheiden wird. Mehrere Millionen investiert sie in den Ausbau der Produktion von Erdgasfahrzeugen. Der Output im Werk Martorell soll von 95 auf 250 Einheiten täglich hochgefahren werden.

Da der Arona auf der Plattform des Ibiza basiert, taugt er nicht zum Raumwunder. Vor allem, wenn es sich die vorderen Insassen richtig bequem machen, müssen die hinten Sitzenden mit Einschränkungen in der Beinfreiheit rechnen. Während vorn zwischen den Türverkleidungen 1,40 Meter Platz ist, sind es hinten noch 1,36 Meter. Die 1,55 Meter hohe Karosserie lässt allen Passagieren genug Kopffreiheit. Die Ladeöffnung hinter der Heckklappe ist 1,08 Meter breit.

Bei einem nur 4,14 Meter langen Auto, das für konventionellen Benzinbetrieb konzipiert und gebaut wurde, nachträglich eine Erdgasanlage unterzubringen, stellt eine gewisse Herausforderung dar. Die Druckbehälter für den Vorrat von 13,8 Kilogramm Erdgas befinden sich an der Hinterachse, was eine Anhebung des Laderaumbodens zur Folge hatte. Statt 400 Litern Kofferraum stehen im TGI nur 282 Liter zur Verfügung, bei umgelegten Rücksitzlehnen sind es 1162 Liter. Die Lehne ist teilbar, so dass bis etwa 1,70 Meter lange Gegenstände und drei Passagiere Platz finden können. Der Benzintank als eiserne Reserve hat ein Volumen von neun Litern. Die Anzeigen für Gas- und Benzintank sind getrennt, eine grüne Kontrolllampe signalisiert Erdgasbetrieb.

Dank normierter Anschlüsse ist das Betanken genauso einfach wie mit Benzin. Ventil aufstecken und verriegeln, mit einer Taste an der Säule wird die Druckbefüllung gestartet. Bei den gegenwärtigen Preisen zwischen 1,10 Euro und 1,20 Euro je Kilogramm ist ein voller Tank für 16 Euro zu haben. So etwas an der Benzinsäule zu erleben, daran können sich nur noch betagte Autofahrer erinnern. Die Reichweitenanzeige des Testwagens meldete daraufhin 380 Kilometer. Da können Dieselfahrer nur milde lächeln. Und das ist ein Problem des ansonsten gefälligen und praktischen Aronas: Wegen der beschränkten Platzverhältnisse würde ein größerer Gastank noch mehr Kofferraumverlust bedeuten, und so muss man Kompromisse bei der Reichweite machen.

Ein anderes Problem ist der Verbrauch. Um mit 90 PS und 160 Newtonmetern Drehmoment ein halbwegs zügiges Fahrerlebnis zu erzeugen, kommt man schnell in höhere Drehzahlen. Wie sein Benzin-Pendant ist der Dreizylinder zwar auf 5500 Touren ausgelegt, doch schon ab 3000 Umdrehungen in der Minute muss man mit unschönen Effekten auf den Kraftstoffkonsum rechnen. Wer auf der Autobahn eine Zeitlang Richtgeschwindigkeit fährt, wird feststellen müssen, dass der Verbrauch tendenziell in die Höhe geht, auch wenn man von einem Niveau von zum Beispiel 4 Kilogramm je 100 Kilometer gestartet ist. Der Testzyklus dieses Aronas wurde mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,6 kg/100 km absolviert, was 0,5 kg über dem Katalogwert lag. Umgerechnet auf Euro je Kilometer bedeutet das Kosten von etwa 5,3 Cent pro Kilometer.

Da Seat auch einen 1,5-Liter-Vierzylinder für CNG (Compressed Natural Gas) anbietet, muss die Frage erlaubt sein, ob dies nicht der bessere Antrieb für den Arona wäre. Ein Leon-Testwagen mit diesem Aggregat kann in der Praxis 4,1 kg/100 km erreichen – hauptsächlich dank der durchschnittlich niedrigeren Drehzahlen. Dass der kernig klingende Dreizylinder wegen seiner rustikalen Akustik vielleicht besser zu einem Kompakt-SUV passen mag, sei davon unbenommen. Statt der werksseitig angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h schaffte der Testwagen übrigens GPS-gemessene 177 km/h.

Steigende Nachfrage kann man allen Herstellern von CNG-Personenwagen nur wünschen, denn dann wird auch die Zahl der Tankstellen steigen. An einem Aussterben des Verbrenners kann niemandem gelegen sein, schon jetzt plagen viele Zulieferer düstere Zukunftsaussichten. Der Seat Arona mit Erdgasmotor hat auf der Kurz- und Mittelstrecke unbestreitbare Emissions- und Kostenvorteile, zieht aber den Kürzeren gegenüber größervolumigen Erdgasmotoren, wenn es über lange Distanzen geht. (ampnet/afb)

Seat schafft sich eine eigene Sportmarke

Cupra – so heißen die heißblütigsten Vertreter von Seat. Aus dem Zusatz in der Modellbezeichnung machen die Spanier nun eine eigene Sportmarke. Sie soll dem Spirit der Volkswagen-Tochter noch mehr Ausdruck verleihen, deren Modelle schon seit Jahren zu den am dynamischsten gestylten Fahrzeugen der Konzern-Volumenmarken gehören.

Das neue Label basiert nicht zuletzt auch auf den wachsenden Verkaufserfolgen. 468 400 verkaufte Autos im Jahr 2017 bestätigen das stete Wachstum von Seat in den zurückliegenden fünf Jahren mit einem Plus von insgesamt 46 Prozent. Beflügelt von den Erfolgen des Ibiza als Sieger zahlreicher Vergleichstests und Finalist der diesjährigen „Car of the Year“-Wahl wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht nur 900 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung investiert. Auch das kleine SUV Arona kam zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt und entpuppt sich als Margenbringer für die Spanier. Das Geschäft mit den sportlichen Cupra-Typen verzeichnete in den zurückliegenden drei Jahren eine Verdopplung. Seit der Einführung dieser Speerspitzen der spanischen Marke wurden bis heute mehr als 60 000 Einheiten in 17 verschiedenen Ausführungen in 40 Ländern verkauft.

Seat-Vorstandsvorsitzender Luca de Meo betitelt die Cupra-Derivate als „Liebeserklärung an den Motorsport.“ Deswegen setzt er bei der hauseigenen neuen Performancemarke auf die Mitarbeiter der Motorsportdivision des Unternehmens. Vertriebs- und Marketingvorstand Wayne Griffiths spricht dabei gerne von dem englischen Wort „sophisticated“ was sich im Deutschen am ehesten mit dem „besonderen Etwas“ übersetzen lässt. Mit dem Label Cupra möchte Seat eine eigene, exklusive Community aufbauen und rechnet damit, dass die Sportmodelle künftig rund zehn Prozent des gesamten Produktmixes ausmachen werden. Dennoch wollen die Spanier bewusst auf eine Verknappung der Verfügbarkeit dieser Autos setzen, „um das Verlangen zu steigern“, wie Griffiths sagt. Um die neue Marke weiter aufzuladen, soll zusätzlich Zubehör unter dem Cupra-Label entwickelt und vermarktet werden.

Im ersten Schritt wird rund einer von fünf Seat-Händlern als Cupra-Spezialist zertifiziert, um die Autos und die exklusiven Produkte aus der Cupra-Welt zu den Kunden zu tragen. Unter anderem profitieren die Kunden vom „Cupra Care Program“, das neben einer erweiterten Vier-Jahres-Garantie auch eine verbesserte Pannenhilfe beinhaltet. Um den Launch der neuen Marke zu unterstreichen, präsentierten die Spanier auch gleich drei neue Produkte in Terramar. Nur kurz gönnte Seat einen Blick auf den kommenen Kombi. Der Cupra R ST zeigt schon vom Design, dass er sportliche Ansprüche hat: Carbon-Außenspiegel, 400 Newtonmeter Drehmoment, Allradantrieb, Sportfahrwerk mit einer verbreiterten Spur, vier Auspuffrohre und jede Menge Alcantara im Innenraum.

Der Cupra Ateca trägt bereits das Logo der neuen Marke und verfügt neben einem komplett überarbeiteten Fahrwerk, sportlichen Federn und Stoßdämpfern über einen aufgeladenen TSI-Motor mit 300 PS. In 5,4 Sekunden sprintet das kompakte SUV auf Tempo 100 und die 200 km/h-Grenze erreicht er in unter 20 Sekunden. Ebenso sind in der Cupra-Version die neue Front mit Stoßfänger, Lufteinlässen und dem markanten, kupferfarbenen neuen Logo enthalten. „Racing ist Cupra-DNA“, so Matthias Rabe, Vorstand für Technische Entwicklung bei Seat. Und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass mit der überarbeiteten Version des Leon-TCR-Renners ein weiterer Vertreter der neuen Cupra-Markenfamilie präsentiert wurde. Zugleich kündigte Seat für den kommenden Automobilsalon an, in Genf das nächste Level seines Motorsport-Programms vorzustellen. (ampnet/tw)