VW Polo 1.0 TSI Beats – Klassenprimus mit frischer Note

Er steht ein wenig im Schatten des Golf, ist aber auf deutschen Straßen eine genauso feste Größe wie der etwas größere Bruder: In der mittlerweile sechsten Generation hat der Kleinwagen nun in etwa die Ausmaße des Golf III erreicht. So wuchs beispielsweise das Kofferraumvolumen gegenüber dem Vorgänger um satte 70 Liter auf 351 Liter. Und auch sonst wirkt der zweitkleinste VW recht erwachsen.

Außendesign: Der Polo fügt sich nahtlos in die VW-Formensprache ein – und die steht ihm ausgezeichnet. Die nach hinten ansteigende Gürtellinie sorgt in Verbindung mit der seit der zweiten Modellgeneration nicht mehr so schräg stehenden C-Säule für eine sehr dynamische Silhouette. Dazu passt die zum Beispiel auch vom Tiguan bekannte Charakterlinie, die mit ihrem scharfen Schnitt im vorderen Bereich fast wie ein Inlet wirkt. Schick anzusehen sind auch die dezenten roten Zierstriefen auf Motorhaube und Dach.

Innenraum: Das Armaturenbrett trägt im oberen Bereich eine weiche Oberfläche. Cockpit und Infotainmentsystem sind optisch zu einer Einheit zusammengefasst. Der Testwagen gefiel durch sein dreifabriges Interieur (grau, weiß, rot), das für optische Frische sorgt. Die Sitze bieten ausreichend Seitenhalt, und auch hinten gibt es genug Platz für zwei sowie bei umgeklappten Rückenlehne eine ebene, nur leicht ansteigende Ladefläche. Die extrem tiefe Reserveradmulde (Pannenset) verschenkt jedoch viel Platz.

Antrieb: Der 95 PS starke 1,0-Liter-Dreizylinder erweist sich als ausreichend munter und sorgt bereits ab 1600 Umdrehungen in der Minute vor ausreichend Vortrieb. Der drehzahlfreudige Motor geht ab 2500 Touren dann forsch zur Sache. In höheren Regionen kann auch er das typische Dreizylinder-Knurren nicht ganz ablegen, ist aber passabel gedämmt. Das Sieben-Gang-Direktschaltgetriebe reagiert sehr sensibel. Die Schaltwippen sind in einem solchen Auto aber unseres Erachtens überflüssige Spielerei.

Verbrauch: Auch dieser Dreizylinder kann den Papierwert nicht halten. Wir kamen auf knapp unter 7,2 Liter pro 100 Kilometer. Dabei erwies sich die Start-Stopp-Automatik nicht als die fleißigste.

Fahrverhalten: Die Lenkung reagiert recht direkt. Sie vermittelt mit ihren leichten Rückstellkräften ein ausreichendes Feedback. Der Polo zeigt eine leichte, harmlose Neigung zum Übersteuern.

Ausstattung: Mit an Bord des Beats sind ein 300-Watt-Soundsystem des gleichnamigen US-Audiospezialisten sowie unter anderem ACC, Abstandswarner und City-Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Lederlenkrad, höhenverstellbarer Beifahrersitz, Parkassistent und Kurvenlicht.

Fazit: Wie für den Golf gilt für den Polo, Qualität und Anmut stimmen. Es ist die Summe aller Eigenschaften, die ihn zum Klassenprimus im Kleinwagensegment machen. Das hat aber auch seinen Preis. Unser Testwagen überschritt die Marke von 21 000 Euro. Da fällt die Entscheidung nicht mehr ganz so leicht – und so bekommen die Wettbewerber dann doch wieder ihre Chance. (ampnet/jri)

Volkswagen startet Verkauf der Sondermodelle „Join“

Bei Volkswagen können die Sondermodelle „Join“ bestellt werden. Sie verfügen in den Baureihen Up, Polo, Golf (einschließlich Sportsvan) Touran, Tiguan und Sharan über ein modellspezifisches Upgrade des Infotainmentsystems. Die Fahrzeuge mit einer auf fünf Jahre erweiterten Garantiezeit bieten serienmäßig Zugriff auf die digitalen Car-Net-Dienste „Guide & Inform“ von Volkswagen.

Das Exterieur wird aufgewertet durch Leichtmetallfelgen „Woodstock“, abgedunkelte hintere Seiten- und Heckscheiben, Nebelscheinwerfer, sowie „Join“-Schriftzüge auf den vorderen Seitenteilen und den Einstiegsleisten. Im Innenraum setzen Sitzstoffe im Design „Cushion“, farblich abgesetzte Ziernähte und in Edelstahl gebürstete Pedalkappen Akzente. Die Ausstattung enthält serienmäßig Climatronic und das Winterpaket. Preisvorteile und Ausstattungsumfänge variieren modellabhängig.

Zusätzlich sind das „Join Plus“- und für einige Modelle das „Exterieur Join“-Paket optional erhältlich. (ampnet/jri)

Volkswagens Kleinster darf jetzt GTI sein

Volkswagens kleinstes Modell, der Up, kann erstmals auch als GTI bestellt werden. Mit 85 kW / 115 PS hat der flinke Flitzer sogar fünf PS mehr als der erste Golf GTI von 1976. Der Turbomotor liefert 200 Newtonmeter Drehmoment, beschleunigt den Mini in 8,8 Sekunden von null auf 100 km/h und ist für 196 km/h Spitzentempo gut. Damit ist der Up GTI über zehn km/h schneller als das Ur-Modell.

Der VW Up GTI ist zu Preisen ab 16 975 Euro erhältlich und trägt im Innern auf den Sitzen das typische Karomuster. Äußerlich finden sich bekannte Insignien wie der rote Querstreifen im Kühlergrill und die schwarzen Doppel-Querstreifen über den Seitenschweller-Abdeckungen.

Der Up GTI rollt auf 17-Zoll-Leichtmetallrädern und besitzt ein 15 Millimeter tieferes Sportfahrwerk sowie einen größeren Dachspoiler. Es handelt sich um den ersten VW, der nach dem neuen Prüfverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) zugelassen wurde. Dabei wurde ein Verbrauch von 5,6 bis 5,7 Litern je 100 Kilometer ermittelt. (ampnet/jri)

Vorstellung VW Golf Sportsvan: Update für den geräumigen Kompakten

Nach dem Golf hat nun folgerichtig auch der Golf Sportsvan ein Update bekommen. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Modell aus Wolfsburg mit LED-Rückleuchten, zahlreichen neuen Assistenzfunktionen und einem neuen Radiosystem ausgestattet. Neu designte Stoßfänger, Halogenscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und erstmals generell serienmäßige Rückleuchten in LED-Technik und die neue Außenfarbe „Cranberry Red“ prägen die Exterieur-Überarbeitung.

Für mehr Sicherheit und verbesserten Fahrkomfort sorgen der Müdigkeitserkenner, die Fußgängererkennung samt „City-Notbremsfunktion“ (Serie ab Comfortline) und der Stauassistent mit teilautomatisiertem Fahren bis 60 km/h. Die neue Generation des „Park Assist“, ein proaktives Insassenschutzsystem sowie der „Trailer Assist“, der das Rückwärtsfahren im Anhängerbetrieb erleichtert, sind weitere Ergänzungen. Serienmäßig ist der aktualisierte Golf Sportsvan mit dem neuen Radio „Composition Colour“ samt 6,5-Zoll-Touchscreen ausgestattet.

Auf Wunsch können das Mediasystem „Composition Media“ mit 8-Zoll-Touchscreen und die Navigationssysteme „Discover Media“ (8 Zoll) und „Discover Pro“ (9,2 Zoll) samt Sprach- und Gestensteuerung gewählt werden. Alle drei Infotainmentoptionen sind in Tablet-Optik mit einer Glasoberfläche überbaut. Durch ihre Anordnung auf Höhe des Armaturenbrettes, ergibt sich eine durchgängige Bedienachse mit besserer Übersichtlichkeit. Neue Stoffe, Ledersitze und Dekore sorgen für ein verbessertes Raumgefühl. Im Fond bieten, ab der Comfortline, zwei Klapptische an den Lehnen der Vordersitze praktische Spiel-, Mal- und Arbeitsflächen.

Topmotorisierung ist die 1,5-Liter-TSI-Variante mit 110 kW / 150 PS und Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Nach dem flotten Antritt sorgt das DSG für einen zügigen Wechsel der Gänge. Der neue Vier-Zylinder Turbobenziner mit aktivem Zylindermanagement (ACT) reagiert erfreulich direkt auf die Betätigung des Gaspedals und lässt den Kompaktwagen schneller nach vorne sprinten als erwartet. Dabei liegt der Sportsvan trotz seiner Höhe gut in der Spur.

„Seit der Einführung 2014 konnten wir allein in Deutschland mehr als 150 000 Einheiten des Golf Sportsvan verkaufen“, resümiert Philipp Dörfler, Produktsprecher der Baureihe Kompakt. Das Update wird zum Jahresende ab einem Einstiegspreis von 20 475 Euro auf den Markt rollen. (ampnet/oa)

Vorstellung Volkswagen T-Roc

Mit dem T-Roc erweitert Volkswagen das Angebot der Marke mit einem echten Hingucker, den man den Wolfsburgern bisher so nicht zugetraut hätte. Der Startschuss zur Erweiterung der SUV-Familie fiel 2016 mit dem Debüt der zweiten Tiguan-Generation. Im Segment darüber folgte 2017 die Markteinführung des für die USA entwickelten Atlas. Aktuell kommt gerade der neue Tiguan Allspace hinzu. 2018 wird der nächste Touareg auf dem Markt erscheinen. Ganz am anderen Ende des SUV-Spektrums – noch unterhalb des T-Roc als kleinen Bruder des Tiguan – wird Volkswagen das Programm ebenfalls ausbauen: mit dem T-Crozz.

Beim T-Roc ist das „T“ eine Anlehnung an die erfolgreichen Modelle Tiguan und Touareg und steht für die SUV-typische hohe Sitzposition, die auch optisch betonte Robustheit von Karosserie und Fahrwerk und den für die Topmotorisierungen serienmäßigen Allradantrieb. Die Silbe „Roc“ steht für die Positionierung des T-Roc als Crossover, das die Offroad-Möglichkeiten eines SUV mit der Agilität eines Schrägheckmodells der Kompaktklasse für den urbanen Raum verbindet. Das Modell dürfte dabei von Singles, Familien mit kleineren Kindern und Paaren, die nach einem außergewöhnlichen Design suchen, gleichermaßen geschätzt werden.

Für Europa wird das neue SUV im portugiesischen Werk Setúbal gefertigt. Und dort – im multikulturellen Lissabon mit seinen zahlreichen Gästen aus der ganzen Welt – kam der T-Roc bei der Pressepräsentation ausgesprochen gut an. Selten verdrehen sich derartig viele Köpfe nach einem neuen Modell, wie es in der portugiesischen Hauptstadt während der letzten Wochen zu erleben war. Stilbildend ist dabei vor allem die Front des T-Roc mit einer in die Breite gezogenen Kühlergrilleinheit mit den dort integrierten Doppelscheinwerfern. Hinzu kommt als besonders markante Einheit die Kombination aus Tagfahr- und Abbiegelichtern im darunter ansetzenden Stoßfänger.

Die gesamte Karosserie wird durch eine Vielzahl von Chromleisten gefasst und betont. Diese Dynamik des T-Roc findet neben der coupéhaften Dachlinie bis in die C-Säulen hinein ihren Höhenpunkt, wenn das Modell in einem der zahlreichen Bi-Color-Designs bestellt wird. In den Ausstattungsvarianten „Sport“ und „Style“, die zusätzlich auch noch mit einem „R-Line“-Paket abgerundet werden können, kann das Dach inklusive der A-Säulen des T-Roc in einer von vier Kontrastfarben bestellt werden.

Insgesamt wird der neue Crossover mit sechs Motoren in drei Leistungsstufen erhältlich sein. Je drei Benziner und drei Diesel leisten 85 kW/115 PS, 110 kW/150 PS und 140 kW/ 190 PS, wobei die jeweils beiden stärkeren Motorisierungen auch (beziehungsweise nur) mit 7-Gang-DSG und Allradantrieb zur Verfügung stehen werden.

Das Interieur wird neben den auch hier möglichen Farben durch eine umfassende Digitalisierung bestimmt. Optional ist das überarbeite „Active Info Display“ erhältlich, das dem Fahrer erlaubt, die Navigationskarte bildfüllend in sein direktes Blickfeld zu nehmen. Der Tacho reduziert sich in diesem Fall auf eine kleine Ziffernanzeige in der rechten unteren Ecke des digitalen Instrumentes.

Bei den Assistenzsystemen hält der T-Roc serienmäßig die Multikollisionsbremse, den aktiven Spurhalteassistenten und das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit Fußgängererkennung und City-Notbremsfunktion vor. Der T-Roc „Style“ ist zudem generell mit der Müdigkeitserkennung ausgestattet. Optional kann der Crossover darüber hinaus mit zahlreichen weiteren Assistenzsystemen konfiguriert werden.

Mit dem T-Roc bringen die Wolfsburger eine coole SUV-Alternative zum klassischen Golf auf den Markt. Insbesondere in der „Sport“-Variante und mit einem der großen Aggregate versehen, macht der Crossover dank der verbauten Progressivlenkung richtig Spaß und ist deutlich mehr GTI als SUV. (ampnet/av)

Volkswagen Golf Sportsvan ist bestellbar

Der im September vorgestellte überarbeitete Volkswagen Golf Sportsvan kann nun bestellt werden. Er bietet ein erweitertes Spektrum an Assistenzsystemen und eine neue Generation der Infosysteme (Topsystem mit Gestensteuerung). Darüber hinaus wurde die Serienausstattung um LED-Rückleuchten, das Radio-Navigationssystem Composition Colour und die Müdigkeitserkennung erweitert. Der Einstiegspreis von 20 475 Euro (in Verbindung mit 1,0 TSI-Motor mit 63 kW/85 PS1) ändert sich im Vergleich zum Vorgängermodell aber nicht.

Die TSI-Benziner (als 1,0 TSI mit 63 kW / 85 PS1 und 81 kW / 110 PS2 ) sowie 1,5 TSI ACT mit 96 kW / 130 PS3 und 110 KW / 150 PS4) sind zum Marktstart bestellbar. Die zwei stärkeren TSI-Motoren sind zudem mit einem aktiven Zylindermanagement ausgestattet, das in definierten Betriebsphasen zwei der vier Zylinder abschaltet und so den Verbrauch und die Emissionen reduziert. Zwei effiziente TDI-Dieselmotoren werden das vorgesehene Antriebsspektrum vervollständigen. (ampnet/nic)

Performance-Paket für VW Golf R

Der Volkswagen Golf R und der Golf R Variant bringen 228 kW/310 PS auf den Asphalt. Elektronisch begrenzt erreichen beide Modelle 250 km/h. Nun kann diese Abriegelung über das optionale „Performance“-Paket aufgehoben werden. Die Höchstgeschwindigkeit steigt in diesem Fall beim Golf R auf 267 km/h und beim Golf R Variant auf 270 km/h. Das neue „Performance“-Paket ist ab 2950 Euro für die Golf R Modelle (nur in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG) erhältlich.

Das „Performance“-Paket beinhaltet auch eine R-„Performance“-Bremsanlage. Das Bremssystem fällt rund zwei Kilo leichter aus als die Serienbremse und verringert so die ungefederten Massen. Optisch ist die Performance-Anlage an der silbernen Logoplatte mit R-Emblem auf den Bremssätteln zu erkennen. Der Golf R sowie der Golf R Variant können wahlweise mit den 19-Zoll Leichtmetallrädern „Spielberg“ oder „Pretoria“ bestückt werden. Hinzu kommt eine zusätzliche Spoiler-Lippe auf dem Dachkantenspoiler.

Für den zwei- und viertürigen Golf R ist das „Performance“-Paket zusätzlich mit der optionalen R-„Performance“-Titan-Abgasanlage kombinierbar. (ampnet/nic)

Vorstellung Volkswagen Tiguan Allspace

Seit dem Debüt des ersten Touareg (2002) und der ersten Tiguan-Generation (2007) hat Volkswagen einen großen Anteil an der weltweiten Erfolgsgeschichte der Sport Utility Vehicle (SUV). Seit 2016 bauen die Wolfsburger das SUV-Spektrum mit dem Start der zweiten Tiguan-Generation im Rahmen einer Produktoffensive massiv aus. Bevor im nächsten Jahr der neue Touareg auf den Markt kommt, schließt der Tiguan Allspace eine bisherige Lücke im Angebot der deutschen Traditionsmarke.

Der Allspace, ein um 21,5 Zentimeter verlängerter Tiguan, kann mit einer dritten Sitzbank ausgestattet werden. Darin finden mit bis zu sieben Personen die Spieler einer halben Jugend-Fußballmannschaft Platz. Viel interessanter ist die Verlängerung jedoch für eine Familie mit zwei oder drei Kindern. Passagiere in der zweiten Sitzreihe kommen in den Genuss von satten 54 Millimetern zusätzlicher Kniefreiheit. Der Fond wird damit in diesem Bereich ähnlich komfortabel wie in einer großen Reiselimousine. Dank des um 10,9 Zentimeter auf 2,79 Meter verlängerten Radstandes meistert der Tiguan Allspace das Gepäck von fünf Erwachsenen auf dem Weg zum Flughafen oder direkt in den Urlaub. Wer dann auch noch die Lehnen der zweiten Sitzreihe umklappt, kommt auf ein Stauvolumen von bis zu 1920 Litern und einer Laderaumlänge von 1,92 Metern. Damit lässt sich im Tiguan Allspace sogar ein Surfbrett transportieren.

Der Unterschied zum bisherigen Tiguan wird neben den längeren Fondtüren und der ansteigenden Fenstergrafik ab der C-Säule insbesondere in der Frontpartie deutlich. Die Motorhaube ist ab dem Kühlergrill noch ein kurzes Stück direkt nach oben gezogen worden, um die Proportionen der neuen Gesamtlänge anzupassen. Gemeinsam mit den zum Teil in die Scheinwerfer hineinreichenden Chromspangen wird somit eine Brücke zum Volkswagen US-SUV Atlas geschlagen. Serienmäßig sind alle Tiguan Allspace mit einem granitgrauen Unterfahrschutz ausgestattet. Neu gestaltet wurde zudem das Dach: Erstmals kommen hier statt einer glatten Dachfläche, markante Sicken zum Einsatz – eine Hommage an klassische Geländewagen. Mit diesen Veränderungen im Exterieur-Design gewinnt der Tiguan Allspace einen eigenständigen Auftritt, der vor allem diejenigen ansprechen wird, denen der normale Tiguan ein wenig zu klein und leichtfüßig erscheint.

Zu den weiteren Kennzeichen des neuen Volkswagen-SUV gehört eine erweiterte Serienausstattung; sie unterstreicht die Positionierung zwischen dem kleineren Bruder Tiguan mit normalem Radstand und dem exklusiven Touareg. Zu dieser Erweiterung gehören bereits in der Grundversion „Trendline‘‘ zusätzliche Features wie die Dachreling (in schwarz), das Medi- asystem „Composition Colour‘‘ samt „Connectivity Paket“ (Telefon- und USB-Schnittstelle), ein Multifunktionslenkrad, edle Trapezblenden für die Endrohre der Abgasanlage und ein variabler Laderaumboden. Einen nochmals großen Sprung machen die Ausstattungslinien „Comfortline‘‘ (unter anderem mit einer automatischen Heckklappe und silberner Dachreling) sowie „Highline‘‘ (samt Voll-LED-Scheinwerfer und Schließ-Start-System „Keyless Access“). Darüber hinaus startet die SUV-Baureihe mit einer neuen Infotainmentsystem-Generation durch: Das Topsystem „Discover Pro“ verfügt über eine Gestensteuerung.

Neben allen bekannten Assistenzsystemen der Marke Volkswagen ist im Tiguan Allspace auch ein High-Sound-System von Dynaudio erhältlich. Die Dänen sind inzwischen für ihre Klangprofile bekannt, die in der Lage sind, für jede Stilrichtung den besten Sound bereitzustellen – exakt abgestimmt darauf, welche Plätze im Fahrzeug überhaupt besetzt sind.

Erhältlich ist der neue Tiguan Allspace mit Front- und Allradantrieb. Die frontgetriebenen Versionen des SUV bewältigen, je nach Motor, Anhängelasten von bis zu 2200 Kilogramm. Im Fall der allradgetriebenen Modelle steigt dieser Wert auf bis zu 2500 Kilogramm. Das Spektrum der drei Benzin- (TSI) und drei Diesel-Motoren (TDI) beginnt analog zur exklusiveren Positionierung des Tiguan Allspace sowohl bei den Benzin- als auch Dieselmotoren jeweils eine Stufe höher als beim bisherigen Tiguan. Die TSI entwickeln 110 kW/150 PS, 132 kW/180 PS und 162 kW/220 PS. In den Leistungsstufen mit 110 kW/150 PS, 140 kW/190 PS und 176 kW/240 PS sind die drei TDI erhältlich. Stets frontgetrieben ist der Tiguan Allspace 1.4 TSI mit 150 PS und temporärer Zylinderabschaltung. Für die 150-PS-TDI-Version des SUV steht der Allradantrieb optional zur Verfügung, alle anderen Tiguan Allspace haben ihn serienmäßig an Bord. Gleiches gilt für das Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Wer aus dem Vollen schöpfen kann, sollte sich nicht scheuen, noch ein wenig zu warten und den 176 kW/220 PS-TDI mit einer R-Line-Ausstattung kombinieren, deren Erscheinen eingeweihte Kreise inoffiziell bereits in Aussicht stellen. Den großen Tiguan sollte man auf jeden Fall nicht mit dem kleinsten Motor ordern. (ampnet/av)

Volkswagen T-Roc ist ab sofort bestellbar

Der neue Volkswagen T-Roc feierte vor drei Wochen seine Weltpremiere und ist ab sofort bestellbar. Das Einstiegsmodell mit 1.0 TSI-Motor (85 kW/115 PS1) ist ab 20 390 Euro erhältlich. Der wahlweise front- oder allradgetriebene Allrounder verbindet die Souveränität eines SUV mit der Agilität eines sportlichen Kompaktmodells.

Der neue T-Roc ist zum Bestellstart mit drei agilen und gleichzeitig effizienten Motorisierungen erhältlich: Neben der Basismotorisierung mit 1.0 TSI (85 kW/115 PS) stehen ein weiterer 2.0 TSI mit 140 kW/190 PS (mit Siebengang-DSG und Allradantrieb 4Motion) sowie ein 2.0 TDI mit 110 kW/150 PS (mit Siebengang-DSG und Allradantrieb 4Motion) zu Beginn zur Auswahl. (ampnet/nic)

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Vorstellung Volkswagen Polo: Spielen wir Polo oder Mini-Golf?

In 42 Jahren gut einen halben Meter länger? Nach menschlichen Maßstäben kaum erwähnenswert, für ein Auto sind diese 50,5 Zentimeter jedoch ein gewaltiges Wachstum. Vor allem, wenn man mal als Kleinster der VW-Familie gestartet war. Davon ist bei dem auf 4,05 Meter gestreckten Polo nichts mehr zu sehen und zu spüren. Die sechste Generation des Wolfsburger Dauerbrenners, der am 29. September zu Preisen ab 12 975 Euro ins Autohaus rollt, hat die Rolle des Kleinwagens abgelegt – und fährt sich inzwischen auch wie ein Großer.

Schon der Einstieg ist ein Augen-Öffner: sauber definierte Kanten und Flächen, schicke Materialien und eine auf den ersten Anschein tadellose Verarbeitung. Dazu kommt eine ungekannte Geräumigkeit. Wie schon der Seat Ibiza nutzt auch der Polo den neuen modularen Querbaukasten (MQB) des Konzerns. Und mit der Länge wuchs auch der Radstand um mehr als neun sowie die Breite um knapp sieben Zentimeter. Das schafft viel Bein- und Bewegungsfreiheit, vorne wie hinten. Davon profitiert ebenso der Kofferraum, der um stolze 71 auf üppige 351 Liter aufgepumpt wurde, größer als im Golf VI (350 Liter) von 2008 und kaum weniger als die aktuelle Version (380 Liter).

Überhaupt blitzt der große Bruder immer wieder durch. Mit dem breit und schmal gezeichneten Grill, der weit nach vorn gezogenen Haube sowie dem dynamisch geschnittenen Schrägheck erscheint der Polo fast wie ein Mini-Golf. Eigenständig allein ist die Seitenansicht mit doppelter Blechfalz und betonter Schulterlinie, die den nur noch als Fünftürer angebotenen Wagen nach hinten streckt. Dazu lässt sich der Polo außen wie innen individuell gestalten. Mit 14 Außenfarben, elf Sitzbezügen, acht Dekoren fürs Armaturenbrett und zwölf unterschiedlichen Felgen sowie mehreren Ausstattungspaketen wird man lange nach zwei identischen Modellen suchen müssen.

Auch die Technologie übernimmt der Polo weitgehend vom Golf. Allen voran das digitale Cockpit mit dem so genannten Active Info Display. Damit lässt sich das Kombi-Instrument als 11,7 Zoll großes Display via Tastendruck am Lenkrad nach persönlichem Gusto gestalten, ob klassisch mit zwei Tachoscheiben, als schwarzes Display mit relevanten Fahr-Daten oder in der spektakulärsten Ansicht als hochauflösende Kartendarstellung auf der gesamten Fläche. In der zweiten Auflage, die im Polo Premiere feiert, ist die Ansicht noch brillanter und schärfer als bisher in Golf, Passat oder Tiguan. Und dazu mit 400 Euro auch noch günstiger zu haben. Voraussetzung dafür ist allerdings das ebenfalls optionale Infotainment-System, das sich mit je nach Ausführung 6,5 bis 8,0 Zoll großem Glas-Touchscreen inklusive Näherungssensoren (440 bis 990 Euro) plus Navigationsfunktion (565 Euro) optisch nahtlos zu einer großen Bedienfläche verbindet. Apple- und Android-Smartphones können ebenfalls via App-Connect (225 Euro) angebunden werden.

Aber auch in Sachen Sicherheit profitiert der Polo vom konzerninternen Technik-Transfer. Neben den sechs serienmäßigen Airbags lässt sich der Kleinwagen mit allen gängigen Assistenzsystemen, von der City-Notbremse inklusive Fußgängererkennung über Abstands-Tempomat, Müdigkeits- und Toter-Winkel-Warner bis zum Ein- und Auspark-Assistenten, bestücken.

Breit gefächert ist das Motorenangebot. Sechs Benziner, zwei Diesel und eine Erdgas-Version soll es geben. Zum Händlerstart am 29. September gibt es allerdings erst einmal nur drei 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner, wobei die beiden Einstiegsversionen mit 65 PS und 75 PS ohne Turboaufladung auskommen müssen. Der dynamischen Erscheinung des neuen Polo gerecht wird deshalb am ehesten noch das TSI-Triebwerk mit 95 PS.

Mit leichtem Knurren hüpft der muntere Motor aus den Startblöcken und absolviert mit 175 Nm Drehmoment ab 2000 Touren jedes Fahrmanöver ohne Mühe. Ob beim spritzigen Spurengeschlängel in der Stadt oder beim flotten Dahingleiten über Land, der Dreizylinder hält sich dank guter Geräuschdämmung auch akustisch auffallend zurück. Wer es schwarz auf weiß möchte: mit 10,8 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 und 187 km/h Spitze ist der Polo gut unterwegs. Aber vor allem im Fahrverhalten zeigt der Kleinwagen, dass er inzwischen ein Großer geworden ist. Die Lenkung ist feinfühlig und zielgenau, der Federungskomfort straff und ausgewogen, das Handling beinahe narrensicher. Selten wirkte ein Kleinwagen so ausgereift und erwachsen. Die bis Jahresende folgenden Motorversionen sind eine stärkere Variante des gleichen Dreizylinder-Turbos mit 115 PS sowie dem Topmodell GTI mit 200 PS statt der bisherigen 192 PS. Erst für das kommende Frühjahr ist dagegen der aus dem Golf bekannte 1,5-Liter-Vierzylinder-TSI mit 150 PS und Zylinderabschaltung angekündigt.

Noch in diesem Jahr soll es aber auch einen 1,6-Liter-TDI-Diesel, wahlweise mit 80 PS und 95 PS, geben. Nach dem Diesel-Desaster selbstverständlich ab Werk mit SCR-Katalysator und Harnstoffeinspritzung, um den Stickoxid-Ausstoß zu drücken. Premiere im Polo feiert außerdem der erste Erdgas-Turbomotor mit 90 PS, auch wenn der hierzulande bislang so gut wie keine Rolle spielte.

Wie gewohnt gibt es den Polo in drei Ausstattungen, wobei der Komfort in der Basisversion Trendline (ab 12 975 Euro) überschaubar und ausbaufähig ist. Immerhin, der Front Assist inklusive Fußgängererkennung und City-Notbremse sowie Start-Stopp-Automatik sind Serie. Klimaanlage und Radio gibt es allerdings erst ab der Comfortline (plus 2175 Euro), Klimaautomatik und 15-Zoll-Alu-Felgen ab der Version Highline (plus 800 Euro). Und weil der TSI-Dreizylinder-Turbo erst ab der Ausstattung Comfortline zu haben ist, kostet er nicht unter 17 200 Euro. Dazu gesellt sich vom Start weg das Sondermodell Polo beats mit 300-Watt-Soundsystem ab 17 025 Euro. Auch bei den Preisen ist der Polo inzwischen ganz schön groß geworden. (ampnet/fw)

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