VW Up GTI: Fünf PS mehr als der Urahn von 1976

ampnet – 19. Mai 2017. Vor 41 Jahren setzte Volkswagen mit dem Golf GTI Maßstäbe. Die drei berühmten Buchstaben darf bald auch der kleineste VW tragen, dessen bislang stärkste Version beim GTI-Treffen am Wörthersee (24.–27.5.2017) seine Weltpremiere feiert. Mit 85 kW / 115 PS leistet der Up GTI fünf PS mehr als das Ur-Modell von 1976. Die Markteinführung ist für Anfang 2018 geplant.

Der 3,60 Meter kurze Up GTI sprintet in 8,8 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 197 km/h, mit der er den Urahn (182 km/h) deutlich übertrifft. Der 1,0-Liter-Dreizylinder gibt seine Spitzenleistung zwischen 5000 und 5500 Umdrehungen in der Minute ab. Das maximale Drehmoment von 200 Newtonmetern wird im Bereich von 2000 bis 3500 Touren generiert.

Natürlich erhält auch der Up die typischen GTI-Insignien wie den roten Querstreifen am Kühlergrill, einen Frontsplitter und die schwarze Heckklappe, Sitze im Karo-Muster und einen speziellen Schaltknauf. Ausgerüstet ist er außerdem mit 17-Zoll-Rädern und Sportfahrwerk, das den Wagen 15 Millimeter tiefer legt. Bis auf einen Blauton werden alle Karosseriefarben den Lackierungen von damals folgen. Den Up GTI wird es, im Gegensatz zum ersten Golf GTI, optional auch als Viertürer geben. (ampnet/jri)

Vorstellung Volkswagen Caddy TGI: Gib Gas!

ampnet – 16. Mai 2017. Nicht von Erdgas soll mehr die Rede sein, so heißt es bei der Präsentation des neuen Volkswagen Caddy TGI, sondern von CNG – denn es geht um einen Imagewandel, um die Abkehr von fossilen Brennstoffen. Die lässt sich auch ohne Elektroautos darstellen und zwar mit komprimiertem Naturgas, kurz CNG. CNG kann fossiles Erdgas sein, es kann aber auch aus Abfall oder Stroh gewonnenes Biomethangas sein – oder E-Gas: Überschüssiger Strom, umgewandelt und ins Erdgasnetz eingespeist. Option Nummer vier: Es lassen sich bis zu zwei Prozent Wasserstoff hinzufügen.

CNG-Fahrzeuge haben eine jahrzehntelange Tradition, richtig durchsetzen konnten sie sich bislang allerdings nur in Italien. Doch jetzt, vor dem Hintergrund extrem strikter Abgas- und Emissionsnormen, werden sie wieder interessant. Denn sie verringern die Emissionen spürbar: Ganze 109 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer stößt ein 110 PS starker VW Caddy TGI aus. Ein vergleichbarer 2,0 TDI liegt bei 114 Gramm, der entsprechende Benziner emittiert sogar 133 Gramm Kohlendioxid.

Und die Reichweite? Mindestens 610 Kilometer sind es beim kurzen Caddy, der über vier Stahltanks verfügt, die Langversion namens Maxi mit einem Extra-Tank kommt nochmals 150 Kilometer weiter. Und wenn man in Regionen mit schwach ausgebautem Tankstellennetz unterwegs ist, gibt es einen „doppelten Boden“: Mit dem Kraftstoff im 13-Liter-Benzintank kommt man nochmals ein gutes Stück weiter.

Das schwache Tankstellennetz war bisher eine Achillesferse der CNG-Modelle. Doch das wird sich jetzt ändern: 870 Zapfpunkte gibt es in Deutschland schon heute, bis 2025 wird die Zahl auf 2000 wachsen. Im Gegensatz zum Flüssiggas LPG muss dabei nicht mit wechselnden Adaptern agiert werden. Die Zapfsäule passt immer. Und CNG ist so billig, dass die Kraftstoffkosten viel niedriger als beim Benziner liegen – und immer noch unterhalb denen eines Diesel. 100 Kilometer kosten in einem Caddy TSI derzeit rund 7,54 Euro, beim TDI fallen immer noch 4,84 Euro an; der TGI mit Gasantrieb liegt demgegenüber bei 4,32 Euro.

Am Steuer gilt: Der CNG-Caddy fährt sich genauso wie ein Benziner, die Verbrennung erfolgt sogar sanfter. Es gibt zwei Kraftstoffanzeigen, eine für die Gastanks und einen für den kleinen Benzintank. Ansonsten deutet nichts auf das innovative Antriebskonzept hin. Ein Rennwagen ist der Caddy TGI allerdings nicht: Mit lediglich 110 PS ist er eine Vernunft-Version. Immerhin kommt er auch im unteren Drehzahlbereich dank Turboaufladung relativ spontan zur Sache; oberhalb von 130 km/h erfolgt der Geschwindigkeitszuwachs allerdings in Zeitlupe. Neben dem Sechs-Gang-Handschaltgetriebe gibt es jetzt übrigens auch eine sanft schaltende Sechs-Gang-Doppelkupplungs-Automatik.

Letztere passt besonders gut zum Caddy, denn der Hochdach-Kombi ist das derzeit wohl ausgefeilteste und anspruchsvollste Fahrzeug in seinem Segment: Sowohl in der Nutzfahrzeug-Variante wie in der Personenwagen-Version setzt er sich in Sachen Komfort, Qualität und Fahrspaß deutlich von seinen teils etwas grobschlächtigen Wettbewerbern ab. Die Lenkung ist präzise, das Fahrverhalten so gutmütig wie agil. Technisch basiert der Caddy auf der PQ35-Architektur, der Vorderwagen entspricht weitgehend dem des früheren Touran. Die hintere, an Blattfedern geführte Starrachse zeigt ihre guten Eigenschaften vor allem bei voller Beladung.

Das Modellprogramm des Caddy TGI ist ausgesprochen vielfältig. Es reicht vom frugalen Caddy Eco-Profi, den es ab 22 408 Euro gibt, bis hin zur langen und äußerst komfortabel ausgestatteten Personenwagen-Variante Caddy Maxi Highline, die ohne Extras schon für 34 564 Euro den Besitzer wechselt. Eine Alltrack-Variante im Offroad-Look gehört ebenfalls zum Lieferprogramm.

VW hofft, dass die CNG-Caddys dazu beitragen, die Akzeptanz für das Antriebskonzept zu erhöhen: Es schafft die deutliche Absenkung der CO2-Emissionen – ohne dem Kunden die gravierenden Nachteile des Elektroautos zuzumuten. Ob das klappt? Der Umwelt wäre damit gedient – und dem Portemonnaie auch. (ampnet/jm)

Shanghai 2017: Volkswagen feiert Weltpremiere des I.D. Crozz

ampnet – 18. April 2017. Volkswagen feiert auf der Auto Shanghai(19.-29.4.2017) die Weltpremiere des I.D. CrozzZ. Mit dem Konzeptfahrzeug gibt der Autobauer einen Ausblick auf seinen neuen Protagonisten der Elektromobilität. Der Viertürer ist das erste elektrisch angetriebene Crossover Utility Vehicle (CUV) der Marke, ein Coupé und Sport Utility Vehicle (SUV) zugleich.

Der I.D. Crozz ist ein sportlicher, interaktiv konzipierter Zero Emission Allrounder mit elektrischem Allradantrieb. Bis zu 500 Kilometer (NEFZ) legt der 180 km/h schnelle und 225 kW starke I.D. Crozz mit einer Batterieladung zurück. In 30 Minuten nimmt der Akku per Schnellladesystem (bei 150 kW DC) wieder 80 Prozent seiner Energiekapazität auf. Berührt der Fahrer für drei Sekunden das VW-Zeichen im Lenkrad, schaltet die Studie in den vollautonomen Modus „I.D. Pilot“ – I.D. Crozz ist jetzt mit Autopilot unterwegs. Alle Anzeige- und Bedienelemente der Studie sind digital ausgelegt.

Der I.D. Crozz ist kompakter als das neueste Serien-SUV von Volkswagen, der New Tiguan L (China), respektive Tiguan Allspace (Europa). Und doch bietet das CUV ebenso viel Raum. (ampnet/nic)

Shanghai 2017: Volkswagen mit Elektro-Crossover für die Langstrecke

ampnet – 12. April 2017. Nach den Premieren des I.D. (Paris 2016) und I.D. Buzz (Detroit 2017) wird mit dem Concept Car das dritte Mitglied der progressiven I.D. Familie folgen. Das Crossover Utility Vehicle (CUV) der I.D. Familie ist ein sportlicher, interaktiv konzipierter Zero Emission-Allrounder, dessen elektrischer Allradantrieb in der Stadt ebenso überzeugt, wie auf Autobahnen und Landstraßen. Eine große Reichweite auf dem Niveau heutiger Benziner macht ihn langstreckentauglich. Erstmals zu sehen ist das CUV bei der Shanghai Auto Show (19, bis 28. April 2017).

Wie der I.D. und der I.D. Buzz kann auch diese Studie vollautomatisch fahren. Es reicht ein leichter Druck auf das VW-Zeichen im Lenkrad, um diesen autonomen Modus zu aktivieren. Das Lenkrad wird in diesem Fall elektrisch im Cockpit versenkt und bildet dort eine Einheit mit den komplett digital ausgelegten Anzeige- und Bedienelementen. Via Laserscanner, Ultraschall- und Radarsensoren sowie Kameras erkennt das Elektrofahrzeug sein Umfeld und andere Verkehrsteilnehmer.

Volkswagen hat sich das Ziel gesetzt, den Elektroantrieb mit einer weltweiten Produktoffensive bis Mitte des nächsten Jahrzehnts aus der Startup-Nische in die Großserie zu transferieren. Die in Shanghai debütierende Studie unterstreicht das als konkreter Ausblick auf das Jahr 2020. (ampnetm)

In Deutschland verpasst die Marke Volkswagen den Aufwärtstrend

ampnet – 12. April 2017. Die Marke Volkswagen Pkw hat im März 2017 ihre weltweiten Auslieferungen um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 557 400 Fahrzeuge gesteigert. In der Region Zentral- und Osteuropa wurde deutliches Wachstum erzielt (+17,3 Prozent). In Südamerika setzte sich die Erholung fort (+19,1 Prozent). Im Kernmarkt China entwickelte sich die Marke Volkswagen ebenfalls positiv (+3,6 Prozent).

In Europa wurden die Auslieferungen um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 183 700 Fahrzeuge gesteigert. Positive Impulse kamen in Westeuropa vor allem aus den Märkten Italien (+17,5 Prozent) und Schweden (+6,2 Prozent). Im Heimatmarkt Deutschland wurden 54 800 Fahrzeuge an Kunden übergeben, das entspricht einer Steigerung um 2,7 Prozent. Eine starke Entwicklung zeigte erneut die Region Zentral- und Osteuropa, dort stiegen die Auslieferungen um 17,3 Prozent. Treiber dieser Entwicklung waren die Märkte Russland (+15,7 Prozent), Polen (+14,7 Prozent) und Tschechien (+20,0 Prozent).

Die Auslieferungen in den USA lagen um 2,7 Prozent über dem Vorjahr bei 27 600 Fahrzeugen. Erfolgreich war besonders die Golf-Familie, die einen neuen Monatsrekord erzielte. In der Region Südamerika setzte sich der positive Trend der vergangenen Monate fort. Es wurden 38 500 Fahrzeuge an Kunden übergeben, eine deutliche Steigerung von 19,1 Prozent. Die beiden Hauptmärkte Brasilien (+16,2 Prozent) und Argentinien (+19,3 Prozent) waren der Grund für diese Entwicklung.

In ihrem größten Markt China verzeichnete die Marke Volkswagen im März einen Aufwärtstrend. Es wurden 254 300 Fahrzeuge ausgeliefert, das entspricht einer Steigerung von 3,6 Prozent. Wesentlichen Anteil daran hatte der neue lokal gefertigte Tiguan L, von dem im ersten vollen Monat 14 700 Fahrzeuge verkauft wurden. Die Gesamtauslieferungen der Tiguan-Familie stiegen um 74,2 Prozent. In Indien beflügelte der speziell für diesen Markt entwickelte und in 2016 eingeführte neue Ameo weiter die Auslieferungen und sorgte für ein deutliches Plus von 39,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (ampnet/Sm)

Fitness-Training für VW GTI und Golf R: Wo ein Wille ist, ist auch Leistung

ampnet – 31. März 2017. So wie der Volkswagen Golf anno 1974 eine neue Fahrzeugsklasse definierte, so wurde das Kürzel GTI zum Synonym für handliche Kompakt-Limousinen, die mittels ihrer hochgezüchteten Motoren so manchem Sportcoupé die Heckleuchten zeigten. Der aktuelle Nachkomme des ersten GTI verfügt inzwischen über mehr als doppelt so viel Leistung wie damals.

Es ist der Golf GTI Performance, der aus einem Zwei-Liter-Turbomotor 180 kW / 245 PS schöpft. Doch nicht nur die Motorkraft legte kräftig zu, auch der Preis kletterte enorm: Aus umgerechnet 7070 Euro für die Erstausgabe eines GTI vor rund 40 Jahren sind nun 32.475 Euro geworden, was mehr als einer Vervierfachung der Anschaffungskosten entspricht. Dafür ist er, so viel Ehrlichkeit muss sein, nicht nur sicherer und komfortabler, sondern auch vielseitiger und zum rollenden Digital-Assistenten geworden.

Ein bisschen mehr geht immer und deshalb sind leistungshungrige (und zahlungswillige) Kunden nicht mehr allein auf den GTI angewiesen. Beginnend mit der Version Golf R 32 vor fast 20 Jahren kennzeichnet der 18. Buchstabe des Alphabets nun ein Kraftpaket, das seinen Insassen sogar 228 kW / 310 PS zur Verfügung stellt. Für die fünftürige Limousine sind mindestens 40 675 Euro fällig, für den Variant 44 800 Euro. Während die Limousine wahlweise per Hand oder mit 7-Gang-DSG geschaltet werden kann, ist der Variant ausschließlich mit Doppelkupplungsgetriebe erhältlich.

Beide Fahrzeuge besitzen Allradantrieb und sind ab Werk mit einer elektronischen Sperre versehen, die die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h limitiert. Mit 400 Newtonmetern Durchzugskraft (DGS-Getriebe) können sie ab 2000 Umdrehungen abstrakte Radierungen in den Asphalt malen. Freilich nur dann, wenn die Traktionshilfen ausgeschaltet sind, die auch für eine Anwendung als Launch Control taugen. Auf Wunsch soll ab Herbst noch ein Performance-Paket erhältlich sein, das dann für die Limousine 267 km/h und für den Variant 270 km/h ermöglicht. Damit wäre der Kombi fast so schnell wie ein Porsche Cayman. Ihm hilft trotz höheren Gewichts eine geringfügig bessere Aerodynamik, den Hatchback noch zu übertreffen. Was die Aufhebung der Sperre kosten wird, steht derzeit noch nicht fest.

Wie nah die Power-Zwillinge in Beschleunigung, Handling, Bremsverhalten und Kurvenstabilität an reinrassigen Sportwagen sind, ist im öffentlichen Straßenverkehr kaum zu erfahren. In der Sicherheit des abgesperrten Rundkurses erwiesen sie sich als Musterschüler in Sachen Lenkpräzision und Spurtreue, sind mit abrupten Last- oder Richtungswechseln kaum aus der Ruhe zu bringen. Verstärkt wird das agile Fahrerlebnis durch einen kräftig-sonoren Motorsound, bei dem die Windschutzscheibe als Resonanzboden für das Innengeräusch dient. Passanten draußen werden hingegen nicht belästigt, da gibt sich der Klappenauspuff eher zahm und sozial verträglich. Für eine Verschärfung der Akustik kann freilich die gemeinsam mit dem slowenischen Spezialanbieter Akrapovič entwickelte Titan-Abgasanlage sorgen, die für 1800 Euro extra in der Preisliste steht. Wegen der abweichenden Schalldämpfer-Geometrie ist sie für den Variant nicht erhältlich.

Ein bisschen näher am Alltag ist der GTI Performance, der sich als Traditionalist verkleidet und die seit Jahrzehnten bekannte und bewährte Karostruktur der Sitzpolster in neuer Interpretation zeigt. Rote Streifen im Kühlergrill und in den LED-Scheinwerfern weisen ihn ebenso wie die vergrößerten Querschnitte der verchromten Abgasendrohre als GTI-Familienmitglied aus. Gemeinsam mit der Leistung stieg das Drehmoment des Zweiliters auf 370 Newtonmeter (ab 1600 Umdrehungen), größere Bremsen mit roten Sätteln und eine Vorderachssperre halten die Kraft kontrollierbar. Mit einem Beschleunigungsvermögen von 6,2 Sekunden von Null auf 100 km/h verweist er die Konkurrenz auf die Plätze, doch wer sich häufiger in solche Wettfahrten begibt, wird mit den auf dem Prüfstand ermittelten 6,3 Liter je 100 Kilometer Verbrauch nicht auskommen. Viele Ausfahrten während der Presse-Präsentation des GTI-Performance endeten mit einer Acht vor dem Komma.

Den gegenüber dem Standard-GTI um 2500 Euro erhöhten Preis rechtfertigt der Hersteller nicht nur mit zusätzlicher Leistung. Auch bei der Ausstattung wurde draufgesattelt. Zusätzlich zu den Merkmalen der 230-PS-Version gibt es das Active-Info-Display und das Radio „Composition Media“ mit acht Lautsprechern ab Werk, die Innenspiegel besitzen eine automatische Abblendendfunktion und ein Regensensor ist mit an Bord. Progressivlenkung, Klimaanlage und Leichtmetallräder sind selbstverständlich. (ampnet/afb)

Daten VW Golf GTI Performance

Maße (Länge x Breite x Höhe in m): 4,27 x 1,79 x 1,48
Radstand (m): 2,63
Motor: R4-Ottomotor, Turbolader, 1984 ccm
Leistung: 180 kW / 245 PS bei 4700–6200 U/min
Maximales Drehmoment: 370 Nm bei 1600–4300 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (abgeregelt)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 6,2 Sek.
Verbrauch je 100 km (nach EU-Norm): 6,3 Liter
Leergewicht/Zuladung: 1415 kg / max. 560 kg
Gepäckraum: 380–1270 Liter
Basispreis: 32 475 Euro

Daten VW Golf R

Maße (Länge x Breite x Höhe in m): 4,26 x 1,79 x 1,46
Radstand (m): 2,63
Motor: R4-Ottomotor, Turbolader, 1984 ccm
Leistung: 228 kW / 310 PS bei 5500 U/min
Maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2000 – 5400 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (abgeregelt)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 4,6 Sek.
Verbrauch je 100 km (nach EU-Norm): 7,1 Liter
CO2-Emission: 163 g/km
Leergewicht/Zuladung: 1505 kg / max. 560 kg
Gepäckraum: 343–1233 Liter
Basispreis: 40 675 Euro

Neuer 1,5-Liter-Turbo für den VW Golf

ampnet – 30. März 2017.

Volkswagen bietet den Golf künftig mit einem 1.5 TSI Evo genannten neuen Motor an. Der Vier-Zylinder-Turbobenziner leistet 110 kW / 150 PS und verfügt über eine variable Zylinderabschaltung (ACT). Bereits ab 1500 Touren entwickelt er sein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern. Der Normverbrauch bewegt sich zwischen 4,9 Liter (Doppelkupplungsgetriebe) und 5,0 Litern je 100 Kilometer. Bei Fahrten im Drehzahlbereich zwischen 1400 und 4000 U/min und bei Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h schaltet ACT zwei der vier Zylinder lastabhängig ab.

Der Golf 1.5 TSI ist ab sofort bestellbar und ab der Ausstattungslinie Comfortline erhältlich. Der Grundpreis beträgt 24 350 Euro, der Variant kostet 2050 Euro mehr. Eine weitere Variante des 1.5 TSI mit 96 kW/ 130 PS folgt Mitte des Jahres erhältlich sein. (ampnet/jri)

Vorstellung VW E-Golf und Golf GTE: Elektro-Menü für jeden Geschmack

ampnet – 29. März 2017. Wohl dosiert und in bekömmlichen Portionen serviert Volkswagen die Vielfalt seines beliebtesten Menüs: die Geschmacksvarianten eines Golf sind mit den Ende Januar präsentierten Benzin- und Dieselmodellen längst nicht erschöpft. Die Elektrifizierung wartet mit neuen Aromanuancen auf und die Sporthäppchen zeigen mehr Schärfe. Wenn Kunden sich nicht so recht für ein Elektromobil erwärmen können, ist meistens die Reichweite das Thema, was Skepsis erzeugt. Deshalb hat Volkswagen sich beim Update des E-Golfs besonders ins Zeug gelegt.

Die magische Ziffer „300“, andernorts die Marke, die einen Temporausch auslösen kann, ist zum wichtigsten Argument für den Stromer unter den Gölfen geworden. Stolze 300 Kilometer Reichweite gibt der Hersteller jetzt als offiziellen Wert für den elektrifizierten Kompaktwagen an. Zumindest unter idealen Bedingungen. Möglich wurde dies durch Verwendung neuer Batteriezellen, die im gleichen Bauraum wie beim Vorgänger eine höhere Energiedichte erlauben. Die Kapazität stieg um 11,6 kWh auf 35,8 Kilowattstunden, die mögliche Leistungsausbeute auf 100 kW/ 136 PS. Dies entspricht einer Zugabe von 21 PS.

Ob je ein Kunde mit einer Batterieladung – die an der Schnell-Ladesäule in 45 Minuten 80 Prozent Füllstand ermöglichen soll – tatsächlich 300 Kilometer weit kommt, muss die Praxis erweisen. Die Verlautbarungen zur Präsentation des neuen Autos sprachen über eine Langzeitnutzung unter verschiedenen Anforderungs- und Klimabedingungen von „durchschnittlich 200 Kilometern im relevanten Kundenbetrieb“. Wie nah die Versprechen an der Wirklichkeit sind, lässt sich an einem Probetag kaum ermitteln, so auch bei dieser Gelegenheit. Nach knapp 100 Testkilometern auf der Landstraße mit zwei Personen und Gepäck zeigte das Ladeinstrument immerhin noch gut ein Drittel Füllstand. Zu sorglosem Umgang mit dem wertvollen Stromvorrat verleitet der E-Golf ohnehin nicht: Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 km/h limitiert.

Mit der Kapazität der Hochvolt-Batterie stieg auch das Gewicht des Akkus, das jetzt bei 345 Kilogramm liegt. Ein enormer Klotz, der dem Golf da zwischen den Achsen liegt und die Gesamtmasse des Fünftürers auf mehr als 1600 Kilogramm schraubt. Zum Erstaunen des Testfahrers macht der Trumm den Golf aber keineswegs behäbig, sondern lässt ihn mit satter Bodenhaftung und souverän griffig die Kehren nehmen. Die Gründe sind in dem durchaus deftigen Drehmoment von 290 Newtonmetern zu sehen, mit denen der Kompakt-Elektriker zu Werke geht, und in dem tiefen Fahrzeugschwerpunkt, den der Einbauort der Batterie mit sich bringt. Gegenüber einem konventionell angetriebenen Golf mit 1,4-Liter-TSI-Motor liegt das Zentrum der Gravitation beim E-Golf um fast sieben Zentimeter näher an der Fahrbahn.

Noch ein bisschen agiler benimmt sich die GTE-Version des Golfs, die auf gleich zwei Kraftquellen zurückgreifen kann. Abweichend vom rein elektrischen Schwestermodell hat er seine Ladebuchse hinter dem VW-Markenemblem an der Front. Der 110 kW /150 PS starle Benziner und der 102-PS-Elektromotor vereinigen sich zu einer Systemleistung von 150 kW / 204 PS. Da das Gewicht des Fahrzeugs dem des e-Golfs ebenbürtig ist, sprintet er schon in 7,6 Sekunden und damit zwei Sekunden schneller auf 100 km/h. Tribut fordert die Hybridtechnik allerdings beim Ladevolumen. Der Batteriekoffer im Heck nagt am Gepäckraum und lässt nur 272 Liter übrig.

Der angegebene Verbrauch von durchschnittlich 1,6 Litern Kraftstoff je 100 Kilometer hat lediglich statistischen Wert, aber mit dem Zweifachen dessen ist durchaus gut Fortkommen – so jedenfalls vom Bordcomputer errechnet nach Ende der Testfahrt. Beiden elektrifizierten Varianten gemein ist das leichtgängige und unkomplizierte Handling, die Golf-typische Übersichtlichkeit und die inzwischen umfangreiche Auswahl an Konnektivitäts- und Assistenzsystemen. Nicht ohne Grund hat Volkswagen für die Überarbeitung seines Bestsellers den in der Internetwelt gebräuchlichen Begriff „Update“ gewählt, statt die Modellrenovierung wie üblich „Facelift“ zu nennen.

Für Entwicklungschef Dr. Frank Welsch ist die Tatsache, dass der Golf nunmehr dank eigener SIM-Karte ständig online ist, nur konsequent und selbstverständlich, ein eigenständiger „Teil des Internets der Dinge“. Das „Herz von Volkswagen“, das Welsch im Modell Golf sieht, müsse Trendsetter und Innovator sein. Mit der ersten Gestensteuerung für ein Infotainmentsystem in der Kompaktklasse untermauert der Golf diese Vorreiterrolle. Allerdings kostet das dafür notwendige Navigationsgerät Discover Pro auch 2385 Euro extra. Laut Welsch, der bereits an der Entwicklung der vierten Golf-Generation mitwirkte, setze der Wagen „Maßstäbe an Qualität und Wertigkeit“. Deshalb „positionieren wir ihn ganz oben in der Klasse, die nach ihm benannt ist“.

Wer sich die digitalen Segnungen im neuen Golf anschaut, muss zu der Erkenntnis gelangen, dass fahren nicht mehr das wichtigste bei diesem Auto ist. Ohne Scheu vor unvermeidlichem finanziellem Aufwand kann man seinen Kompakten zum persönlichen Assistenten hochrüsten, der nicht nur selbstständig im Stop-and-Go-Verkehr mitschwimmt, sondern auch das Bild des Briefträgers auf den Navi-Monitor überträgt, wenn der zuhause an der Tür klingelt. Dass gleichzeitig eine Sprechverbindung zu dem Boten aufgebaut werden kann, versteht sich von selbst.

Drei verschiedene Monitorgrößen stehen zur Auswahl, wobei 6,5 Zoll das Minimalmaß darstellt. Stolze 9,2 Zoll ist er bei der Topversion groß und präsentiert sich als edel anmutende glatte Oberfläche, in der die Bedienfelder bündig eingelassen und nur optisch zu differenzieren sind. Wer’s mag, wird es lieben, eine haptische Rückmeldung oder eine fühlbare Abgrenzung der Sensorflächen voneinander wäre aber für eine zielsichere Bedienbarkeit auch nicht schlecht gewesen. Zum Paket der Neuerungen gehört noch, dass die Xenon-Scheinwerfer aus dem Programm verschwunden sind. Außer dem Standard-Halogenlicht leuchten jetzt LED-Strahler die Fahrbahn aus. (ampnet/afb)

Daten Volkswagen E-Golf

Maße (Länge x Breite x Höhe in m): 4,27 x 1,80 x 1,48
Radstand (m): 2,63
Motor: Permanentmagnet-.Synchronmotor
Leistung: 100 kW / 136 PS bei 3000–12 000 U/min
Maximales Drehmoment: 290 Nm bei 0–3000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 9,6 Sek.
Verbrauch je 100: 12,7 kWh je 100 km (Schnitt nach EU-Norm)
Leergewicht/Zuladung: 1615 kg / max 480 kg
Gepäckraum: k.A.
Basispreis: 35 900 Euro

Daten Volkswagen Golf GTE

Maße (Länge x Breite x Höhe in m): 4,27 x 1,80 x 1,48
Radstand (m): 2,63
Motor: R4-Ottomotor, 1395 ccm
Leistung: 110 kW / 150 PS bei 5000 U/min
Maximales Drehmoment: 250 Nm bei 1500–3500 U/min
Leistung E-Maschine: 75 kW / 102 PS
Systemleistung: 150 kW / 204 PS
Höchstgeschwindigkeit: 222 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 7,6 Sek.
Verbrauch je 100 km (nach EU-Norm): 1,6 Liter
Leergewicht/Zuladung: 1615 kg / max. 500 kg
Gepäckraum: 272–1162 Liter
Basispreis: 36 900 Euro

VW Arteon kann bestellt werden

ampnet – 9. März 2017. Nur zwei Tage nach seiner Weltpremiere auf dem Genfer Automobil-Salon startet heute in Deutschland der Vorverkauf für den Volkswagen Arteon. Zum Marktstart sind die jeweils stärksten Motoren – ein TSI mit 206 kW / 280 PS und ein TDI-Biturbo mit 176 kW / 240 PS – bestellbar. Die beiden Top-Versionen werden serienmäßig mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Allradantrieb 4Motion ausgeliefert.

Die dynamisch gestylte Limousine mit Heckklappe bietet viel Beinfreiheit im Fond und ein Kofferraumvolumen von 563 bis 1557 Litern. Die Anzeige- und Bedienelementen arbeiten digital. Dazu gehören ein Active Info Display (volldigitale und programmierbare Instrumente), ein Head-up-Display und das neue Infotainmentsystem „Discover Pro“ mit einem 9,2-Zoll-Glas-Screen und Gestensteuerung.

Die automatische Distanzregelung der nächsten Generation berücksichtigt jetzt Tempolimits bzw. Streckendaten und passt die Geschwindigkeit automatisch an. Das neue, dynamische Kurvenlicht mit vorausschauender Regelung erkennt aufgrund der GPS- und Straßendaten des Navigationssystems, wann eine Kurve kommt und leuchtet sie bereits aus, bevor der Fahrer sie ansteuert. Ein weiteres Plus an Sicherheit bietet die zweite Generation des Emergency Assist: Sollte der Fahrer gesundheitsbedingt ausfallen, bremst der Assistent den Wagen im Rahmen der Systemgrenzen nicht nur ab, sondern lenkt ihn, sofern es der rückwärtige Verkehr zulässt, auf die ganz rechte Fahrspur.

Parallel zur hochwertigen Grundversion wird es den Gran Turismo in den zwei exklusiven Ausstattungslinien „Elegance“ und „R-Line“ geben. Zum Spektrum der optionalen Ausstattungsdetails des Arteon zählen unter anderem Panorama-Ausstell-/Schiebedach, eine Drei-Zonen-Klimaautomatik („Air Care Climatronic“ inklusive Luftgütesensor und Antiallergen-Filter), Massagesitze vorn, Lenkradheizung und zweifarbige Nappa-Lederausstattungen.

Die Preise beginnen bei 49 325 Euro für den Benziner und 51 600 Euro für den Diesel. (ampnet/jri)

Genf 2017: Zwischen Tiguan und Touareg passt noch was

ampnet – 3. März 2017. In Nord- und Südamerika ist er in Zukunft die einzige Version, hierzulande wird er zusätzlich angeboten: Volkswagen stellt auf dem Genfer Automobilsalon (7.–19.3.2017) die Europaversion des Tiguan Allspace vor. Er bietet bei fast elf Zentimetern mehr Radstand und 21,5 Zentimetern mehr Außenlänge sieben Sitze und bis zu 1920 Liter Kofferraumvolumen.

Äußerlich zeigt der 4,70 Meter lange Allspace leichte Parallelen zum US-SUV VW Atlas. Das längere Dach prägen neben der serienmäßigen Reling markante Sicken. Auf Wunsch gibt es ein Panoramadach. Das zwischen dem klassischen Tiguan und dem Touareg positionierte Modell hat eine um 18 Zentimeter verschiebbare Rücksitzbank. Die sechs Motoren decken Leistungen zwischen 110 kW / 150 PS und 176 kW / 240 PS ab. Die Allradversionen verfügen über die 4Motion Active Control mit Fahrprofilauswahl.

Auf den Markt kommt der lange Tiguan im September, der Vorverkauf beginnt im Mai. Die Preise stehen noch nicht genau fest, beginnen aber bei etwa 30 000 Euro. (ampnet/jri)