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Der neue VW Polo

ampnet – 16. Juni 2017. Volkswagen hat heute in Berlin den neuen Polo präsentiert. Die sechste Generation des Kleinwagens erscheint im Laufe des Jahres mit einem komplett neuen Design und zu Preisen ab 12 975 Euro. Eine Vielzahl von Assistenz- und Komfortsystemen war bislang nur aus dem Golf und dem Passat bekannt.

Bereits die Basisversion – bei Volkswagen heißt sie Trendline – verfügt serienmäßig über LED-Tagfahrlicht mit Coming- und Leavinghome-Funktion, eine Geschwindigkeitsregelanlage, das Umfeldbeobachtungssystem Frontassist mit City Notbremsfunktion und Fußgängererkennung. Besonders interessant ist das optional erhältliche System „Blindspot Detection“ mit Ausparkassistent und einer Rangier-Bremsfunktion zur Verhinderung von Parkremplern.

Die Adaptive Cruise Control (ACC) ist ebenso neu im Polo wie der 66 kW / 90 PS leistende TGI-Motor mit Erdgas-Direkteinspritzung. Diese Motorisierung war zuvor nur für den Golf und den Passat erhältlich. Vier Benziner, unter anderem der neue 1,5-Liter TSI, und zwei TDI-Motoren mit einem Leistungsspektrum von 48 kW / 65 PS bis 110 kW / 150 PS stehen überdies zur Wahl.

Auto und Computer verschmelzen auch im Polo immer mehr miteinander. So ist für den zweitkleinsten VW die aktuellste Version des „Active Info Display“ mit bis zu acht Zoll großem Bildschirm verfügbar. Volkswagen will mit dem Polo speziell junge Autofahrer begeistern. So verfügt die neue Modellgeneration über alle Features, die das Auto zu einem rollenden Smartphone machen. Ferner steht mit dem Polo „Beats“ ein Modell in den Startlöchern, das mit einer 300-Watt-Anlage für ausgeprägten Musikgenuss sorgt. Außerdem zeigte Volkswagen schon den Polo GTI, der das Topmodell seiner Baureihe repräsentiert. Sein Zwei-Liter-Motor leistet 147 kW / 200 PS.

Der Polo als Grundmodell ist gemessen an der Serienausstattung günstiger geworden, zumal er nur noch als Fünftürer zu haben ist. Doch Dank des üppigen Angebots von Extras lässt sich der kompakte Wolfsburger leicht zum Luxus-Flitzer für über 20 000 Euro aufmotzen. Angesichts der vielen nützlichen Assistenzsysteme ist das jedoch durchaus eine lohnende Option. (ampnet/tw)

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VW Up GTI: Fünf PS mehr als der Urahn von 1976

ampnet – 19. Mai 2017. Vor 41 Jahren setzte Volkswagen mit dem Golf GTI Maßstäbe. Die drei berühmten Buchstaben darf bald auch der kleineste VW tragen, dessen bislang stärkste Version beim GTI-Treffen am Wörthersee (24.–27.5.2017) seine Weltpremiere feiert. Mit 85 kW / 115 PS leistet der Up GTI fünf PS mehr als das Ur-Modell von 1976. Die Markteinführung ist für Anfang 2018 geplant.

Der 3,60 Meter kurze Up GTI sprintet in 8,8 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 197 km/h, mit der er den Urahn (182 km/h) deutlich übertrifft. Der 1,0-Liter-Dreizylinder gibt seine Spitzenleistung zwischen 5000 und 5500 Umdrehungen in der Minute ab. Das maximale Drehmoment von 200 Newtonmetern wird im Bereich von 2000 bis 3500 Touren generiert.

Natürlich erhält auch der Up die typischen GTI-Insignien wie den roten Querstreifen am Kühlergrill, einen Frontsplitter und die schwarze Heckklappe, Sitze im Karo-Muster und einen speziellen Schaltknauf. Ausgerüstet ist er außerdem mit 17-Zoll-Rädern und Sportfahrwerk, das den Wagen 15 Millimeter tiefer legt. Bis auf einen Blauton werden alle Karosseriefarben den Lackierungen von damals folgen. Den Up GTI wird es, im Gegensatz zum ersten Golf GTI, optional auch als Viertürer geben. (ampnet/jri)

Fitness-Training für VW GTI und Golf R: Wo ein Wille ist, ist auch Leistung

ampnet – 31. März 2017. So wie der Volkswagen Golf anno 1974 eine neue Fahrzeugsklasse definierte, so wurde das Kürzel GTI zum Synonym für handliche Kompakt-Limousinen, die mittels ihrer hochgezüchteten Motoren so manchem Sportcoupé die Heckleuchten zeigten. Der aktuelle Nachkomme des ersten GTI verfügt inzwischen über mehr als doppelt so viel Leistung wie damals.

Es ist der Golf GTI Performance, der aus einem Zwei-Liter-Turbomotor 180 kW / 245 PS schöpft. Doch nicht nur die Motorkraft legte kräftig zu, auch der Preis kletterte enorm: Aus umgerechnet 7070 Euro für die Erstausgabe eines GTI vor rund 40 Jahren sind nun 32.475 Euro geworden, was mehr als einer Vervierfachung der Anschaffungskosten entspricht. Dafür ist er, so viel Ehrlichkeit muss sein, nicht nur sicherer und komfortabler, sondern auch vielseitiger und zum rollenden Digital-Assistenten geworden.

Ein bisschen mehr geht immer und deshalb sind leistungshungrige (und zahlungswillige) Kunden nicht mehr allein auf den GTI angewiesen. Beginnend mit der Version Golf R 32 vor fast 20 Jahren kennzeichnet der 18. Buchstabe des Alphabets nun ein Kraftpaket, das seinen Insassen sogar 228 kW / 310 PS zur Verfügung stellt. Für die fünftürige Limousine sind mindestens 40 675 Euro fällig, für den Variant 44 800 Euro. Während die Limousine wahlweise per Hand oder mit 7-Gang-DSG geschaltet werden kann, ist der Variant ausschließlich mit Doppelkupplungsgetriebe erhältlich.

Beide Fahrzeuge besitzen Allradantrieb und sind ab Werk mit einer elektronischen Sperre versehen, die die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h limitiert. Mit 400 Newtonmetern Durchzugskraft (DGS-Getriebe) können sie ab 2000 Umdrehungen abstrakte Radierungen in den Asphalt malen. Freilich nur dann, wenn die Traktionshilfen ausgeschaltet sind, die auch für eine Anwendung als Launch Control taugen. Auf Wunsch soll ab Herbst noch ein Performance-Paket erhältlich sein, das dann für die Limousine 267 km/h und für den Variant 270 km/h ermöglicht. Damit wäre der Kombi fast so schnell wie ein Porsche Cayman. Ihm hilft trotz höheren Gewichts eine geringfügig bessere Aerodynamik, den Hatchback noch zu übertreffen. Was die Aufhebung der Sperre kosten wird, steht derzeit noch nicht fest.

Wie nah die Power-Zwillinge in Beschleunigung, Handling, Bremsverhalten und Kurvenstabilität an reinrassigen Sportwagen sind, ist im öffentlichen Straßenverkehr kaum zu erfahren. In der Sicherheit des abgesperrten Rundkurses erwiesen sie sich als Musterschüler in Sachen Lenkpräzision und Spurtreue, sind mit abrupten Last- oder Richtungswechseln kaum aus der Ruhe zu bringen. Verstärkt wird das agile Fahrerlebnis durch einen kräftig-sonoren Motorsound, bei dem die Windschutzscheibe als Resonanzboden für das Innengeräusch dient. Passanten draußen werden hingegen nicht belästigt, da gibt sich der Klappenauspuff eher zahm und sozial verträglich. Für eine Verschärfung der Akustik kann freilich die gemeinsam mit dem slowenischen Spezialanbieter Akrapovič entwickelte Titan-Abgasanlage sorgen, die für 1800 Euro extra in der Preisliste steht. Wegen der abweichenden Schalldämpfer-Geometrie ist sie für den Variant nicht erhältlich.

Ein bisschen näher am Alltag ist der GTI Performance, der sich als Traditionalist verkleidet und die seit Jahrzehnten bekannte und bewährte Karostruktur der Sitzpolster in neuer Interpretation zeigt. Rote Streifen im Kühlergrill und in den LED-Scheinwerfern weisen ihn ebenso wie die vergrößerten Querschnitte der verchromten Abgasendrohre als GTI-Familienmitglied aus. Gemeinsam mit der Leistung stieg das Drehmoment des Zweiliters auf 370 Newtonmeter (ab 1600 Umdrehungen), größere Bremsen mit roten Sätteln und eine Vorderachssperre halten die Kraft kontrollierbar. Mit einem Beschleunigungsvermögen von 6,2 Sekunden von Null auf 100 km/h verweist er die Konkurrenz auf die Plätze, doch wer sich häufiger in solche Wettfahrten begibt, wird mit den auf dem Prüfstand ermittelten 6,3 Liter je 100 Kilometer Verbrauch nicht auskommen. Viele Ausfahrten während der Presse-Präsentation des GTI-Performance endeten mit einer Acht vor dem Komma.

Den gegenüber dem Standard-GTI um 2500 Euro erhöhten Preis rechtfertigt der Hersteller nicht nur mit zusätzlicher Leistung. Auch bei der Ausstattung wurde draufgesattelt. Zusätzlich zu den Merkmalen der 230-PS-Version gibt es das Active-Info-Display und das Radio „Composition Media“ mit acht Lautsprechern ab Werk, die Innenspiegel besitzen eine automatische Abblendendfunktion und ein Regensensor ist mit an Bord. Progressivlenkung, Klimaanlage und Leichtmetallräder sind selbstverständlich. (ampnet/afb)

Daten VW Golf GTI Performance

Maße (Länge x Breite x Höhe in m): 4,27 x 1,79 x 1,48
Radstand (m): 2,63
Motor: R4-Ottomotor, Turbolader, 1984 ccm
Leistung: 180 kW / 245 PS bei 4700–6200 U/min
Maximales Drehmoment: 370 Nm bei 1600–4300 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (abgeregelt)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 6,2 Sek.
Verbrauch je 100 km (nach EU-Norm): 6,3 Liter
Leergewicht/Zuladung: 1415 kg / max. 560 kg
Gepäckraum: 380–1270 Liter
Basispreis: 32 475 Euro

Daten VW Golf R

Maße (Länge x Breite x Höhe in m): 4,26 x 1,79 x 1,46
Radstand (m): 2,63
Motor: R4-Ottomotor, Turbolader, 1984 ccm
Leistung: 228 kW / 310 PS bei 5500 U/min
Maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2000 – 5400 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (abgeregelt)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 4,6 Sek.
Verbrauch je 100 km (nach EU-Norm): 7,1 Liter
CO2-Emission: 163 g/km
Leergewicht/Zuladung: 1505 kg / max. 560 kg
Gepäckraum: 343–1233 Liter
Basispreis: 40 675 Euro