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Fahrbericht Skoda Kodiaq 2.0 TSI 4×4 DSG

ampnet – 7. Juni 2017. Noch kein Ferrari hat so viele ausgewachsene Männer angelockt wie unser Testwagen Skoda Kodiaq. Noch nie wurden wir so oft um den Schlüssel für einen Blick ins Innere und ein Probesitzen gebeten. Dabei hatte sich unser Exemplar – ein Skoda Kodiaq 2.0 TSI 4×4 mit Doppelkupplungsgetriebe – mit der schlichten Serienfarbe Weiß eher bescheiden und zurückhaltend gegeben. Und doch war er beim männlichen Publikum so erstaunlich erfolgreich.

Auch das Außendesign drängt sich nicht eben auf. Es folgt der neuen, sachlich-modernen Skoda-Linie und liegt voll im aktuellen SUV-Trend: hochbordig, keilförmig, breit wirkend und mit Dynamik zeigenden Stilelementen. Also alles ganz normal. Was also treibt die Herren der Schöpfung zum Kodiaq? Dass der das erste SUV der tschechischen Volkswagen-Tochter ist, stellt auch keine Sensation dar. Damit war zu rechnen. Vielleicht sollte Skoda so viel Interesse als Kompliment sehen, als Zeichen der Bewunderung für den Wandel vom Mauerblümchen aus dem Böhmerwald zur allseits akzeptierten Marke.

Vielleicht trieb es aber auch nur Familienväter an die Seitenfenster, solche, die ihrer Familie so viel Lebensraum wie möglich wünschen oder die ganze Mannschaft zum Spiel fahren müssen oder voluminöse Sportgeräte bevorzugen. Den Kodiak bieten die Tschechen immerhin auch mit dritter Sitzreihe für sieben Personen (750 Euro) oder als Fünfsitzer mit einer um 180 Millimeter verschiebbaren Rücksitzbank, in deren vorderster Stellung 835 Liter Gepäckraum auf Arbeit warten oder 650 Liter mit zurückgeschobener Rücksitzbank, auf der sich dann drei Erwachsene in ausgeprägten Einzelsitzen langstreckengerecht hinfletzen können. Knieraum gibt es reichlich, Kopffreiheit auch. Gut 700 kg Zuladung, 2200 Liter maximal nutzbaren Laderaums und die vielen nützlichen Kleinigkeiten wie die Regenschirme in den Türen, was sonst nur noch Rolls Royce bietet, qualifizieren den Kodiak zum Hans Dampf in allen Gassen.

Und Dampf hat er auch noch. Die 180 PS des Zwei-Liter-Benziners, dessen 320 Newtonmeter (Nm) maximales Drehmoment, das Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG und der automatisch zuschaltende 4×4-Antrieb legen sich in der Stadt mächtig ins Zeug und schaffen schließlich den Sprint von 0 auf 100 km/h in acht Sekunden. Bei seiner Höchstgeschwindigkeit von knapp 210 km/h zeigt sich außerdem, dass die Aeroakustiker gute Arbeit geleistet haben. Der Benziner hält sich sowieso im Hintergrund und die Fahrgeräusche halten sich in Grenzen.
Beim DSG kann der Fahrer zwischen dem Modus D und S wählen. Die optionale Fahrprofilauswahl Driving Mode Select erlaubt auch eine spritsparende Freilaufunktion und steuert den Charakter des Kodiaq in den vier Modi „Normal“, „Eco“, „Sport“ und „Individual“ sowie – bei den Allrad-Versionen – den Modus „Snow“, der ebenfalls die Arbeit von ABS, ASR, ESP und Motormanagement regelt. Auch das trägt zur Gelassenheit bei.
Mit den adaptiven Dämpfern (940 Euro) zeigt der immerhin rund 1,8 Tonnen schwere Kodiak, dass gutes Federn nicht auf die Oberklasse beschränkt sein muss. Die leichtgängige und präzis arbeitende Lenkung gepaart mit gutem Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten verschaffen dem Menschen das Gefühl, ein ganz und gar unkompliziert fahrendes Auto in der Hand zu haben. Daran ändern auch die Gesamtlänge von 4,70 Metern und der Wendelreis von 12,2 Metern nicht viel.

Der Kodiak macht seinem Fahrer keinen Kummer, auch nicht beim Tanken. Sein Normverbrauch wird mit 7,4 Litern auf 100 km angegeben. Knapp zehn Liter brauchten wir in der Praxis auf Straßen. Und ins Gelände wollten wir trotz Allradantrieb und annehmbaren Werten für Bodenfreiheit, Rampen- und Böschungswinkel nicht fahren.

So gilt unser Fazit dem Skoda Kodiaq aus dem Blickwinkel des Menschen mit so aufwändigen Hobbys wie einer großen Familie. Die erleben einen sympathischen, für seine Größe erstaunlich agilen Alleskönner, der sich durch keine Transportaufgabe schnell aus der Ruhe bringen lässt, dem Fahrer Spaß bringt, den Insassen ein ungeahntes Raumgefühl und das zu einem Preisspektrum, das bei 24 490 Euro für den Kodiak in der einfachsten Ausführung, mit dem kleinsten Benziner, Sechs-Gang-Handschalter und Frontantrieb.

Die Preisliste führt einen rasch in Versuchung, dieses Preisniveau zugunsten von Fahrkomfort und Sicherheit nach oben zu verlassen: ESP mit Trailer-Assist, Front-Assist inklusive City-Notbremsfunktion, Adaptive Abstandskontrolle (ACC) mit Staupilot-Funktion, Spurassistent, aktive Spurhaltung, Toter-Winkel-Warnung, Überwachung des Querverkehrs hinten, Müdigkeitswarnung, Multikollisionsbremse und dem Emergency Assistenten, der das Auto bei einem fahruntüchtigen Fahrer in der Spur hält und zum Stehen bringt – alles verfügbar. In Sachen Konnektivität geht es weiter mit Apple Carplay, Android Auto oder Mirrorlink für die Einbindung des Smartphones. Skoda setzt einen Akzent unter dem Namen „Skoda Connect“. Die Dienstleistungen umfassen auch die Navigationsdaten in Echtzeit. Außerdem kann der Kodiaq zum Hotspot werden.

Wenn die Tschechen auch für ihr erstes SUV den Namen eines großen nordamerikanischen Braunbären von der Insel Kodiak gewählt haben – der Skoda bleibt brav und wird seine Freunde unter den Männern mit Anhang finden. (ampnet/Sm)

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Autostadt: Mit dem Skoda Kodiaq durchs Gelände

ampnet – 1. Juni 2017. Auf dem Geländeparcours der VW-Erlebniswelt Autostadt in Wolfsburg kann ab sofort auch der Skoda Kodiaq getestet werden. Er steht den Besuchern in der höchsten Ausstattungsvariante „Style“ mit Sieben-Gang-DSG, dem 2,0-Liter-TDI-Motor und Allradantrieb zur Verfügung. Erfahrene Instruktoren führen den Fahrer mit dem Kodiaq in Schräglage, über Schienen und Hügel sicher durch den Parcours. Während der halbstündigen Driving-Experience erfahren die Besucher darüber hinaus allerhand Wissenswertes über die einzelnen Funktionen des Fahrzeugs.

Darüber hinaus bietet der automobile Themenpark des VW-Konzerns zur Zeit kostenlose Probefahrten mit einem Elektro- oder Hybridauto an. Während einer rund 20-minütigen Fahrt durch Wolfsburg können Gäste unter anderem den E-Up, E-Golf oder einen aktuellen Plug-in-Hybrid von Volkswagen testen. (ampnet/oa)

Genf 2017: Robuster Auftritt für den Skoda Kodiaq

ampnet – 26. Januar 2017. Beim Internationalen Automobil-Salon in Genf (9. – 19. März 2017) wird Skoda eine Version des Kodiaq zeigen, die ihre Offroad-Qualitäten technisch und mit einem robusten Auftritt zur Geltung bringt – den Kodiaq Scout. Dessen Auftritt wird durch silberfarbene Designelemente einschließlich eines markanten Unterfahrschutzes vorne und hinten unterstrichen. Auch die speziell für den Scout kreierten 19 Zoll großen Leichtmetallräder tragen zu seiner Ausstrahlung bei. Zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren stehen für die neue Modellvariante zur Auswahl, jeweils kombiniert mit dem Allradantrieb 4×4.

Außer am Unterfahrschutz ist der Scout an den dunkel getönten Heck- und hinteren Seitenscheiben (SunSet) erkennbar. Der Kühlergrill wird von einem silberfarbenen Rahmen eingefasst. Im selben Farbton zeigen die Dachreling, die Gehäuse der Außenspiegel, die Einfassungen der Seitenscheiben sowie der unterhalb der Stoßfänger platzierte und optisch dreigeteilte Unterfahrschutz vorne und hinten. Darüber hinaus trägt er am vorderen Kotflügel und am Handschuhfach eine kleine Plakette mit der Modellbezeichnung.

Auch Ausstattung und Innenraumgestaltung sind auf den robusten Charakter zugeschnitten. Sie basieren auf der Ausstattungslinie Ambition. Der Scout verfügt serienmäßig über einen Offroad-Assistenten, der per Knopfdruck die Arbeitsweise der Dämpfer des adaptiven Fahrwerks verändert, ein Schlechtwegepaket mit Unterboden- und Motorschutz und eine Einparkhilfe vorn und hinten. Zur Serienausstattung zählt auch die Fahrprofilauswahl (Normal, Sport, Eco, Individual), mit der die Steuerung von Motor, Automatikgetriebe, Servolenkung und Klimaanlage beeinflusst werden kann.

Im Innenraum zählen zum Lieferumfang ein Multifunktionslenkrad, eine LED-Ambientebeleuchtung in zehn Farben, ein modularer Infotainment Baukasten (MIB) mit acht Lautsprechern, mit Alcantara bezogene Sitze, Türverkleidungen im Alcantara-Dekor, Stahlpedale und Textilfußmatten.

Als Antrieb stehen je zwei Benzin- und Dieselmotoren zur Auswahl: 1,4 TSI 110 kW / 150 PS, 4×4, Höchstgeschwindigkeit 197 km/h, 0-100 km/h in 9,8 sec, Verbrauch kombiniert 6,9/6,8 l /100 km, 155/153 g CO2/km. 2,0 TSI 132 kW / 180 PS, 4×4, Höchstgeschwindigkeit 207 km/h, 0-100 km/h in 8,0 sec, Verbrauch kombiniert 7,4/7,3 l/100 km, 170/168 g CO2/km. 2,0 TDI 110 kW / 150 PS, 4×4, Höchstgeschwindigkeit 197 km/h, 0-100 km/h in 9,5 sec, Verbrauch kombiniert 5,4/5,3 l /100 km, 141/139 g CO2/km. 2,0 TDI 140 kW /190 PS, 4×4, Höchstgeschwindigkeit 210 km/h, 0-100 km/h in 8,9 sec, Verbrauch kombiniert 5,7 l /100 km, 150 g CO2/km

Herzstück des 4×4-Antriebs ist eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung, die zugunsten einer optimalen Achslastverteilung unmittelbar vor dem Differenzial, also am Ende der Kardanwelle sitzt. Das Allradsystem arbeitet schnell. Sein Steuergerät errechnet permanent das ideale Antriebsmoment für die Hinterachse. Eine vom Fahrzustand abhängige Vorsteuerung stellt sicher, dass Traktionsverluste fast ausgeschlossen sind. Im normalen Fahrbetrieb, speziell bei geringer Last und im Schub, schickt die Lamellenkupplung die Motorkräfte zum allergrößten Teil Kraftstoff sparend an die Vorderräder.

Der Rampenwinkel Skoda Kodiaq Scout beträgt 19,7 Grad, die Böschungswinkel vorn und hinten sind dank der kurzen Überhänge mit 22,0 und 23,1 Grad stattlich. Das serienmäßige Schlechtwegepaket schützt außerdem vor Beschädigungen an Unterboden, Motor, Leitungen und Kabeln. Abseits befestigter Straßen kann zudem mit einem Tastendruck in den Offroad-Modus gewechselt werden. Die optionalen DCC-Dämpfer passen ihre Arbeitsweise dann dem unebenen Untergrund an, die Gasannahme erfolgt etwas langsamer. Das Antiblockiersystem ABS variiert seine Intensität, damit sich vor den Rädern ein bremsender Keil (Sand, Schotter) bilden kann.

Um die Traktion im Offroad-Modus zu verbessern, lässt die Antriebsschlupfregelung (ASR) einen größeren Schlupf zu und die elektronische Differenzialsperre EDS greift härter und schneller ein. Bei Bedarf werden zudem die Berganfahrhilfe und die Bergabfahrhilfe aktiv – letztere hält die Geschwindigkeit auf dem Niveau konstant, mit dem der Fahrer in den abschüssigen Hang einfährt.

Zu den Neuheiten zählen der Anhänger-Rangierassistent, der Blind Spot Detector (warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel) und der Rear Traffic Alert (überwacht u. a. beim Ausparken den seitlichen und rückwärtigen Verkehr). Der Crew Protect Assist (schließt bei einem drohenden Unfall Fenster und Schiebedach, strafft die Sicherheitsgurte der Vordersitze) ist mit dem verbesserten Front Assist inklusive City-Notbremsfunktion und vorausschauendem Fußgängerschutz vernetzt. Die Funktionen des Parklenkassistenten wurden perfektioniert.

Neu für die Marke ist das System Area View: Dank der Weitwinkelobjektive in den Umgebungskameras, die sich im Front- und Heckbereich sowie in den Außenspiegelgehäusen befinden, werden vielseitige Ansichten vom direkten Umfeld des Fahrzeugs auf dem Bordmonitor angezeigt. Darunter eine virtuelle Draufsicht und 180-Grad-Bilder aus den Bereichen von Front und Heck. Damit wird das Fahren in unübersichtlichen Situationen oder auf rauem Terrain erleichtert.

An Bord die Infotainmentsysteme des neuen großen SUV. Die kapazitiven Touch-Displays sind im Glas-Design ausgeführt (außer Serien-Musiksystem Swing). Das Navigationssystem Columbus verfügt als Topversion über einen Monitor mit 9,2 Zoll großer Bilddiagonale, WLAN-Hotspot und LTE-Modul. Der automatische Notruf eCall ist serienmäßig an Bord. Die Mobilen Online Dienste von Skoda Connect sind die ideale Ergänzung für das topmoderne Infotainment. (ampnet/Sm)