Beiträge

Vorstellung Nissan Qashqai: Der Nomade schärft mehr als nur seine Konturen

ampnet – 23. Juni 2017. Benannt nach dem südiranischen Nomadenvolk der „Kaschgai“ wandert der erfolgreichste Kompakt-Crossover Europas umfangreich aufgewertet in seine zweite Dekade. Vor zehn Jahren eingeführt, behauptet der Nissan Qashqai inzwischen einen Marktanteil von 13,1 Prozent. Neben schärferen Konturen bekommt das kompakte SUV neue innere Werte mit auf den Weg in die automobile Zukunft. Im Fokus des aktuellen Upgrades stehen verbesserte Fahrleistungen, höhere Qualität im Innenraum sowie neue Techniken für mehr Komfort und Sicherheit.

Auf den ersten Blick betrachtet zeichnen den überarbeiteten „Nomaden“ neue LED-Tagfahrleuchten, ein windschnittigeres Blechkleid mit schärferen Konturen und eine breitere, V-förmige Chromumrandung des gewachsenen Nissan-Logos aus. Dies führt zu einer dynamischeren Straßenpräsenz des Qashqai. Der Luftwiderstandsbeiwert von 0,32 ist führend im Segment und ebenfalls Ergebnis der äußeren Überarbeitung. Aerodynamische Innovationen aus dem Flugzeugbau sorgen am Unterboden für weniger Lärm sowie dickere Scheiben und eine verstärkte Fahrzeugdämmung an der Karosserie.

Erst auf den zweiten Blick betrachtet fallen die inneren Werte des Qashqai ins Auge. Besonders auf kurvenreichen Strecken kommen die Änderungen an der Radaufhängung, der Dämpfung und der Lenkung zum Vorschein. Ein spürbar besseres Handling sowie die gute Kompensation von Bodenwellen durch das Fahrwerk lassen diesen Nissan agil und bequem reisen. Die höhere Qualität im Innenraum kommt dabei besonders in der neuen höchsten Ausbaustufe „Tekna plus“ zur Geltung. Ein Bose-Soundsystem mit acht Boxen, Sitze in Nappaleder sowie das unten abgeflachte Lenkrad sorgen für reichlich Komfort und zeigen wohin die Reise soll: In Richtung Premiumsegment.

Für mehr Sicherheit sorgen die neuen Technologien im Rahmen des Programmes „Nissan Intelligent Mobility“. Während die HD-Kamera im Nissan-Logo den Notbremsassistenten „Intelligent Emergency Braking“ mit Echtzeitdaten füttert und so vor Auffahrunfällen schützt, sorgt das „Rear Parking Cross“-Warnsystem für sicheres Rückwärtsfahren an unübersichtlichen Stellen. Ein neuer Spurhalteassistent, ein Toter-Winkel-Warner sowie ein adaptiver Tempomat erhöhen ebenfalls die Sicherheit. Ab Frühjahr 2018 wollen die japanischen Konstrukteure mittels Radar-Sensorik und Kamera am Innenspiegel teilautonomes Fahren („Pro Pilot“) ermöglichen.

Auch weiterhin stehen vier Motorversionen zur Auswahl. Da sind der 1,2-Liter-Turbobenziner mit 85 kW / 115 PS und manuellem Sechs-Gang-Getriebe oder Automatik und der stärkere 1,6-Liter-Turbobenziner mit 120 kW / 163 PS und Schaltgetriebe. 81 kW / 110 PS liefert der 1,5-Liter-Turbodiesel mit spritzigem Antritt besonders im unteren Drehzahlbereich, während der 96 kW / 130 PS starke 1,6-Liter-Turbodiesel die größte Variationsvielfalt auffährt. Die Allradversion kommt dabei ausschließlich mit Handschaltung.

Bislang verkaufte Nissan weltweit 2,3 Millionen Einheiten des kompakten Crossover-SUV, der in Europa das meistverkaufte Modell der japanischen Automobilschmiede ist. Mit einem Einstiegspreis von 20 490 Euro fährt der überarbeitete Marktführer in der Ausbaustufe „Visia“ als 1,2-Liter-Benziner mit Handschaltung vor. Im Handel steht das Facelift ab August. (ampnet/oa)

Zu den Nissan Neuwagen

Kurztest Nissan Qashqai 1.6 dCi

ampnet – 8. Dezember 2016. Der Qashqai von Nissan hat im Vergleich zum Vorgänger bei den Maßen ein wenig zugelegt. Nissan legt Wert auf die Feststellung, der Qashqai sei 2007 das erste kompakte und preiswerte SUV-Modelle gewesen und habe damals ein neues Segment im Markt eröffnet. Heute sieht er sich 14 Mitbewerbern gegenüber. Wir fuhren den Neuen jetzt mit dem 1,6-Liter-Diesel und empfanden ihn als zumindest auf Augenhöhe mit den besten Kontrahenten.

Motor: Für den Vortrieb sorgte der 1.6 dCi, der stärkste Diesel im Qashqai mit 96 kW / 130 PS, die maximale Anhängelast mit manuellem Sechs-Gang-Schaltgetriebe bei gebremstem Anhänger bis zu 1800 Kilogramm bei zwölf Prozent Steigung. Er ermöglichte einen problemlosen Sprint beim Überholen genauso wie das Dahingleiten über die Straßen. Dabei zeigte der Motor eine angenehme Laufruhe, die ihn auch zum Reiseauto qualifiziert.

Innenraum: Die zweite Auflage des Qashqai ist fünf Zentimeter auf eine Länge von 4,38 Meter gewachsen. Sie wird dazu zwei Zentimeter breiter (1,81 m) und eineinhalb Zentimeter niedriger (1,59 m). Der gewonnene Platz kommt den Passagieren zu Gute. Sie dürfen somit ein in dieser Klasse großzügiges Platzangebot genießen, was sich auch auf längeren Fahrten positiv bemerkbar machen wird. Der Fahrer darf sich zudem über ein aufgeräumtes, übersichtliches Arbeitsumfeld mit nahezu selbsterklärender Bedienung freuen.

Assistenzsysteme: Der Qashqai fährt serienmäßig mit „Chassis Control“ vor. Das ESP-System wird hier so ergänzt, dass es in Kurven über gezielte Bremseingriffe für ein dynamischeres Fahrgefühl sorgt und sogar das Nachschwingen nach Bodenwellen zu verringern sucht. Der erste Fahreindruck war durchaus positiv, denn der Japaner in schnell gefahrenen Kurven frei von Tücken, die Lenkung vermittelt erfreulich viel Gefühl. Die gute Übersicht durch die hohe Sitzposition bildet dabei einen weiteren Pluspunkt.

Zudem verfügte unser Testfahrzeug über den „Around View Monitor“. Das System zeigt das Fahrzeug aus der Vogelperspektive und vereinfacht beispielsweise das Einparken. Das Bild ist so gut, dass der Fahrer fast in Versuchung kommen könnte, sich nur auf die Darstellung zu verlassen, wenn das denn rechtlich zulässig wäre.

Fazit: Der Nissan Qashqai in Kombination mit dem Selbstzünder ist geradezu prädestiniert als Reisefahrzeug. Wobei er auch in der Stadt keine schlechte Figur macht, auch dank seiner Übersichtlichkeit und seiner Systeme, die enge Situationen überschaubar werden lassen. (ampnet/nic)

Zu den Nissan Neuwagen